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Energieberatung

Kosten für Energiekonzept können gefördert werden

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Schon mit einfachen Mitteln können Unternehmen Energiekosten senken. Wer für die Energieberatung Fördermittel beantragen will, benötigt einen zertifizierten Anbieter.

Maren Hasenclever Fachjournalistin in Lilienthal

Wer als Unternehmer wie auch Privatperson eine Energieberatung in Erwägung zieht und dabei staatliche Förderung oder günstige Kredite in Anspruch nehmen möchte, tut gut daran, sich bei der Auswahl des Energieberaters im Vorfeld genau zu informieren. Denn hier tummeln sich viele schwarze Schafe, da der Begriff des Energieberaters als Berufsbezeichnung nicht geschützt ist.
„Prinzipiell kann sich jeder so nennen, der verschiedene Stromanbieter vergleicht oder eine Glühlampe durch LED-Leuchten ersetzt. Das hat mit einem professionellen Energiekonzept aber überhaupt nichts zu tun, denn hier ist viel Know-how und spezielle Fachkompetenz gefordert“, weiß Cornelius Ober. Der diplomierte Wirtschafts-ingenieur ist Geschäftsführer der ESA-Energieberatung, einem Geschäftsbereich der Cornelius Ober GmbH mit Sitz in Eisenach.
Professionelle Dienstleister erstellen zunächst immer ein kostenloses und unverbindliches Angebot. Außerdem analysieren und beantragen sie die individuellen Fördermöglichkeiten einer Energieberatung bereits im Vorfeld. Kunden wissen so bereits vor dem Start des Projekts, welche Kosten entstehen, und erleben so keine bösen finanziellen Überraschungen im Nachhinein. „Den wenigsten ist bewusst, dass in den meisten Fällen bereits die Kosten für die Erstellung eines umfangreichen Energiekonzepts zu 80 Prozent gefördert werden können“, sagt Cornelius Ober, der unter anderem von der KfW, vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) und der Thüringer Aufbaubank zertifiziert wurde. Diese Förderung könne aber nur dann beantragt und in Anspruch genommen werden, wenn das Energiekonzept von einem zertifizierten Energieberater erarbeitet worden sei, betont er.
Energiekosten senken steht im Fokus
Eine seriöse Energieberatung beinhaltet eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen und Tätigkeiten, um sowohl in Unternehmen als auch Privathaushalten Energiekosten effektiv zu senken. In Zeiten ständig steigender Energiepreise, rücken energieeffiziente Gebäude dabei immer mehr in den Vordergrund. „So lassen sich hier im Vergleich zu unsanierten Gebäuden bis zu 80 Prozent Energiekosten sparen – und zwar sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich“, betont der Experte.
Für Unternehmen ist es von zentraler Bedeutung, die größten Verbraucher aus dem Bereich der Querschnittstechnologien – wie etwa Drucklufterzeugungsanlagen, Wärmerückgewinnungsanlagen, Kälte-, Lüftungs- und Klimatechnikanlagen – zu optimieren. Auch Lastganganalysen, Preiskontrolle und die Prüfung der Wahl der Energieträger fallen unter die Optimierungsmöglichkeiten. „Die Förderung dieser hocheffizienten am Markt verfügbaren Querschnittstechnologien durch die Bafa, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkotrolle, wurde verlängert und kann noch bis Ende 2019 in Anspruch genommen werden“, weiß Cornelius Ober.
Aber auch die Aspekte Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Klimaschonung spielen bei der Entscheidungsfindung immer häufiger eine wichtige Rolle. „Welche Maßnahmen und einzelnen Schritte zum Tragen kommen, variiert von Projekt zu Projekt und hängt immer stark von den individuellen Gegebenheiten und Zielvorstellungen ab“, erklärt der Energieberater. So umfasst das Leistungsspektrum im Rahmen der Beratung viele verschiedene Bereiche. Beispielsweise zählt die Beratung zu möglichen Erneuerungen von Heizungs- und Lüftungsanlagen oder der Außendämmung von Wänden, Dächern und Fenstern genauso dazu wie die Aufdeckung von Einsparpotenzialen bei den Energiekosten in Büro-, Fabrik- und Wohngebäuden. Auch das Erstellen von Sanierungskonzepten, das Beantragen von Fördermitteln und die Analyse zur Steuererstattung von Energiesteuern fallen darunter.
Moderne Messtechnik als Basis
der Analyse
Am Anfang steht immer die genaue Analyse. Neben dem ausführlichen, persönlichen Gespräch mit dem Kunden, der Vor-Ort-Begehung und der Erhebung unterschiedlicher Daten bildet die messtechnische Untersuchung den wichtigsten Teil, um einen exakten Ist-Zustand zu erhalten und so Einsparpotenziale im Energiekonzept transparent zu machen. Oft trennt sich spätestens hier bei den Energieberatern die Spreu vom Weizen, denn die Anschaffung der technischen Geräte bedeutet eine nicht unerhebliche Investition, ohne die eine exakte und qualifizierte Analyse, Planung und Konzeptionierung aber nicht möglich ist.
„Wir verfügen über modernstes Equipment aus dem Bereich Messtechnik. Dabei erfassen unsere Messungen Energieströme von elektrischer oder thermischer Natur“, erläutert Cornelius Ober. So handelt es sich im Einzelnen zum Beispiel um elektrische Messungen, Durchflussmessungen an Rohrleitungssystemen, Klimamessungen, Infrarotthermografie, Messungen der Beleuchtungsstärke und Ultraschall-Druckluftleckage-Messungen. Die gewonnenen Daten fasst der Energieberater dann in einem Energieflussdiagramm zusammen.
„Nur so“, meint der Experte abschließend, „können wir Schwachstellen aufspüren und auf Basis der gemessenen Daten ein individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenes Energiekonzept erarbeiten, das sämtliche Ist-Werte und natürlich entsprechende Vorschläge für Maßnahmen enthält, die eine Energieeffizienzsteigerung und Kosteneinsparung erzielen.“
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