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Die öffentlich bestellten und vereidigten Versteigerer und Sachverständigen der Industriewert GmbH sind vielfach die verlängerte Werkbank der Insolvenzverwalter.

Dr. Rolf Langbein Fachjournalist in Rottenburg

In der Hauptstadt Nordrhein-Westfalens, in Düsseldorf, ist die Zentrale des international agierenden Industrie-Dienstleisters Industriewert GmbH angesiedelt. 2001 vom heutigen Geschäftsführenden Gesellschafter Michael Mekelburger gegründet, spielt das Unternehmen heute mit rund 25 festen und 15 freien Mitarbeitern in der obersten Liga der Branche. Nach seinem Studium war Mekelburger „mehr oder weniger durch Zufall in dieser Branche gelandet“, erinnert er sich. 1984 – damals gab es nur fünf Industrie-Auktionshäuser in Deutschland – war er in eines der alten Unternehmen eingetreten. Und seit 1990 hatte er als Prokurist, Geschäftsführer oder Geschäftsführender Gesellschafter bei den führenden Industrie-Auktionshäusern in Deutschland und den USA gearbeitet. Aus dieser Zeit hat der öffentlich bestellte und vereidigte Versteigerer und Sachverständige für Maschinen und industrielle Anlagen reichhaltige Erfahrungen mitgebracht.
„Öffentlich bestellt und vereidigt, das ist eine Voraussetzung dafür, dass wir in Insolvenzverfahren – quasi als verlängerte Werkbank des Insolvenzverwalters – für das Gericht arbeiten dürfen“, erklärt der Sachverständige. Vor die Vereidigung hat der Gesetzgeber laut Gewerbeordnung eine mehrjährige Tätigkeit im Versteigerungsgewerbe und eine Sachkundeprüfung gesetzt, damit die notwendigen Kenntnisse und eine entsprechende Zuverlässigkeit gewährleistet sind.
„Wir arbeiten für unterschiedliche Auftraggebergruppen“, gibt Mekelburger Einblick in das laufende Geschäft. „Das sind zum einen DAX-Konzerne, vor allem aber mittelständische Unternehmen, die von uns eine Inventarisierung und Bewertung wünschen.“ Dabei sind die Gründe vielfältig. Da sollen z. B. Betriebsbereiche geschlossen werden, es sind Joint-Ventures geplant oder es geht um die Nachfolge und um Steuerfragen. „Übergreifend über das gesamte Unternehmen erfassen wir alles, vom Bearbeitungszentrum über den Fuhrpark, die Lagerausstattung, Flurförderzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung und im Zweifel auch Büromöbel“, berichtet er, „schreiben alles in die Inventarliste und versehen das Ganze mit aktuellen Werten.“
Dabei gebe es zwei wesentliche Unterschiede, nämlich den Liquidationswert und den Fortführungswert. Der erstere ist der Wert, den der Inhaber oder Verkäufer kurzfristig innerhalb eines Zeitraumes von drei bis sechs Monaten am Markt erzielen kann. „Diesen Wert garantieren wir“, betont Mekelburger, „im Zweifelsfall erzielen sie sogar mehr.“ Der zweite Wert kommt dann zum Tragen, wenn es sich um eine Nachfolgeregelung, eine Übernahme oder eine Fortführung am Standort handelt. Der Beschaffungsaufwand entfällt, die Maschinen sind angeschlossen und können ohne Probleme genutzt werden, müssen nicht überholt, neu eingestellt oder justiert werden. „Da ergeben sich ganz andere Werte“, sagt Mekelburger, „diese Art der Wertfindung ist für alle Auftraggeber gleich.“
Die zweite Gruppe sind Kreditinstitute, Banken und Leasinggesellschaften. Bei den Banken, Kreditinstituten oder Sparkassen geht es um die Beleihungswertermittlung oder um die Höhe des Sicherungseigentums. Für Leasinggesellschaften gilt es, eine Verlaufskurve über die Wertermittlung zu erstellen. Sie soll zeigen, wie sich der Wert in den nächsten Jahren entwickelt, ob eine lineare oder degressive AfA vorliegt oder ob Besonderheiten des Marktes zu berücksichtigen sind.
„Wir arbeiten auch viel für Unternehmen, die im Gebrauchtmaschinenbereich tätig sind und dort Sale-and-lease-back oder Sale-and-rent-back anbieten, was wir ja auch tun“, spricht Mekelburger ein wichtiges Thema an. „Während Banken und Kreditinstitute nur globale Kredite, also Kredite auf Bilanzen geben, geben diese Unternehmen und auch wir unabhängig vom Status des Unternehmens Kredite auf den reinen Maschinenwert.“ Die Unternehmen, die finanzielle Alternativen benötigen, können so mit frischem Kapital weiter arbeiten und nach 24, 36 oder 48 Monaten die Maschinen zurückkaufen.
Die dritte Gruppe sind Berater, Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater, die im Unternehmerauftrag handeln, die aus steuerlichen Gründen, wegen Rechtswertermittlung oder verdeckter Anlagevermögen eine Bewertung haben wollen.
Die vierte Gruppe schließlich sind die Insolvenzverwalter. Die wollen wissen, was ist vorhanden und was ist das wert. „Die erhalten dann von uns ein entsprechendes Gutachten“, berichtet Mekelburger, „und beauftragen uns gegebenenfalls mit vielfältigen Insolvenzdienstleistungen.“ Eine dieser Leistungen ist die Auftragswertermittlung, die Produktionskostenkontrolle, bei der zu prüfen ist, ob die vorliegenden Aufträge auch richtig kalkuliert und positiv im Ertrag sind. „Darüber hinaus prüfen wir, was im Umlaufvermögen steckt und helfen dem Insolvenzverwalter, Drittrechte zu ermitteln“, berichtet er. Weiterhin ist zu prüfen, ob verlängerte oder erweiterte Eigentumsvorbehalte vorliegen.
Manchmal stellt Industriewert auch ein Interims-Management. „Wir haben Mitarbeiter, die als Produktionsleiter, Vertriebsleiter oder auch als kaufmännische Leiter in Unternehmen tätig gewesen sind“, zeigt er eine weitere Möglichkeit auf, „die können wir für einige Wochen oder Monate dort einsetzen, damit das Unternehmen einigermaßen weiter läuft.“ Da die Bandbreite der Unternehmen und Branchen sehr groß ist, kann Industriewert nicht für alle Fachbereiche solche Spezialisten vorhalten. „Da haben wir über die Jahre ein großes Netzwerk aufgebaut, auf das wir zurückgreifen können“, gibt er Einblick in die Praktiken.
Eine bedeutende Rolle spielt bei den Insolvenzdienstleistungen und bei Versteigerungen der Außendienst. Die gewerblich/kaufmännischen Mitarbeiter kommen unter anderem dann zum Einsatz, wenn Inventarisierung und Bewertung abgeschlossen und ein Auftrag zur Veräußerung erteilt wurde. Sie bereiten dann das Unternehmen auf die Versteigerung vor. „Da werden Maschinen gesäubert und geputzt und es werden Kleinteile gesammelt“, gibt Mekelburger einen Einblick in die Arbeiten. So werden aus den Werkzeugschränken an den Maschinen alle Werkzeuge entnommen, die nicht unmittelbar der Maschine zugeordnet sind. Das sind zum Beispiel Mikrometerbügel, andere Messgeräte, Schieblehren, Messuhren oder Magnetuhrhalter. Die werden einzeln erfasst, in separaten Räumen ausgestellt und auch einzeln verkauft. „Da kommen in Unternehmen mit 50 oder 200 Mitarbeitern schon mal Werte von mehreren 100.000 Euro zusammen“, weiß der Versteigerer.
Was den Markt anbelangt, sieht Mekelburger starke Veränderungen vor allem seit der Insolvenzrechtsreform 2005. „Es gibt weniger Insolvenzen und es kommt nicht mehr so viel auf den Markt“, ist sein Fazit. Viele Unternehmen würden in irgendeiner Form saniert, da der politische Druck zur Fortführung und zum Erhalt der Arbeitsplätze hoch und das Kapital billig ist. Nach zwei oder drei Jahren käme das gleiche Thema wieder auf den Tisch. Auch habe sich der Wettbewerb verändert. Während früher ein paar Große und wenige kleine Wettbewerber am Markt agiert hätten, gebe es heute in jedem Ort jemanden, der bewertet und verwertet, unabhängig davon, ob Kenntnisse vorhanden seien oder nicht.
„Wir geben sehr viel Geld für die Werbung aus, wenn es zum Beispiel gilt, große Maschinen zu dem von uns garantierten Preis an den Mann zu bringen“, betont Mekelburger. Da müsse man auch mal in die USA, nach Indien, China oder wer weiß wo hingehen, um den richtigen Käufer zu ermitteln. „Ich möchte das gerne so vorbereitet haben, dass ich mit dem ersten Schuss treffe“, lautet seine Devise.
Um in Zukunft noch besser aufgestellt zu sein, hat Industriewert zum 1. Januar des Jahres den Wettbewerber Inducon übernommen. „Somit haben wir in Norddeutschland jetzt auch Büros in Hamburg, Berlin und Kiel, im Süden Büros in Nürnberg, Stuttgart, München und Zürich und im Rheinland die Zentrale in Düsseldorf mit Büros in Aachen und Moers“, berichtet er. Und in wenigen Wochen wird Industriewert auch eine permanente Online-Versteigerung im Netz haben. „Ich war in der Vergangenheit kein großer Freund dieser Art der Versteigerung, aber der Markt verlangt danach, sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite“, bekennt er, „das ist dem Zahn der Zeit geschuldet.“ •
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