ERP-Software: Fertigungsstand immer im Blick

ERP-Software

Fertigungsstand immer im Blick

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Rund die Hälfte seiner Produkte entwickelt Thiel Fördertechnik kundenindividuell. Mit der Enterprise-Ressource-Planning-Lösung von AMS bleiben die Unternehmensprozesse transparent. So kann der Hersteller seine Prozesse unterstützen und auch automatisieren.

Die Kernkompetenz von Thiel liegt in der Entwicklung und Fertigung von Fördertechnik für die Futter- und Lebensmittelindustrie sowie für die kunststoffverarbeitende Industrie. Einen Großteil seiner Produkte legt das inhabergeführte Unternehmen kundenspezifisch aus – der Anteil der Sonderkonstruktionen liegt zwischen 50 und 60 %. Zudem setzt das Unternehmen aus dem niedersächsischen Löningen auf eine hohe Wertschöpfungstiefe: Entwicklung, Fertigung und Montage finden fast ausschließlich im eigenen Haus statt. Mit dieser strategischen Ausrichtung sichert sich das Familienunternehmen eine hohe Flexibilität und gewinnt permanent neue Marktanteile hinzu. Dadurch wächst auch die Belegschaft stetig an, was die ursprüngliche Ablauforganisation zunehmend an ihre Grenzen brachte. „2015 waren wir so dicht mit Aufträgen, dass uns allen klar war, dass wir dieses Wachstum nicht mehr mit unseren gewohnten Mitteln weiter organisieren können. Die Transparenz ging uns an allen Ecken und Enden verloren“, erinnert sich IT-Leiter Michael Thiel.
Lediglich in der Warenwirtschaft hatte das Unternehmen eine Standardsoftware im Einsatz. Alle übrigen Abläufe wurden vorwiegend informell und zum Teil unter Zuhilfenahme selbst entwickelter Excel-Werkzeuge gesteuert. Auf der Suche nach einer durchgängigen Standardsoftware nutzte Thiel die Erfahrungen aus einem VDI-Lehrgang zum Thema Einzelfertigung: „Im Lehrgang haben wir uns unter den Teilnehmern und Dozenten umgehört“, erläutert Thiel. „Dabei sind wir auf drei ERP-Anbieter gestoßen, die sich intensiv mit dem Projektgeschäft von kundenspezifisch fertigenden Maschinenbauern befassen.“
Der Fördertechnikhersteller lud die Unternehmen zu Workshops im eigenen Haus ein, darunter auch das Beratungs- und Softwarehaus AMS Solution. Dessen für die Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigung ausgelegte ERP-Business-Software erwies sich als besonders schlankes System, das die Prozessanforderungen von Thiel bereits im Standard abdecken konnte. „Zusätzlich zur Prozessunterstützung hat uns die moderne Benutzeroberfläche von ams.erp überzeugt“, begründet der IT-Leiter die Wahl. Anfang November letzten Jahres hat der Maschinen- und Anlagenbauer das integrierte Auftragsmanagementsystem unternehmensweit in Betrieb genommen.
„Da der Kunde bis dato keine Bestandsführung und keine Kostenstellen mit Stundensätzen im Unternehmen hatte, war von uns viel Beratungs-Know-how gefragt“, erinnert sich Michael Kloft, Organisationsberater bei AMS. Mit dem ERP-System des Anbieters kann Thiel seitdem seine gesamte Wertschöpfung in einer durchgängigen IT-Lösung planen, steuern und überwachen. Die Prozessunterstützung reicht von Vertrieb und Entwicklung über Fertigung, Disposition, Einkauf und Materialwirtschaft bis zu Montage, Versand und Servicemanagement. Hinzu kommen kaufmännische Aufgaben wie Zeiterfassung und Rechnungswesen.
Um die im ERP-System verarbeiteten Auftragsdaten auch auf Maschinenebene zu nutzen, wurden die Laserschneidemaschinen, das automatische Regallagersystem und das Lagerliftsystem an das ERP-System angebunden. „Thiel hat sich zudem eine Schnittstelle zu einem Großkunden gewünscht, der seine aktuell benötigten Komponenten automatisiert bestellen kann. Das konnten wir mit unserer EDI-Schnittstelle ams.connect umsetzen“, ergänzt Kloft.
„Wir waren sehr zufrieden mit der Art der Implementierung seitens AMS. Das System wird sehr gut von allen Mitarbeitern angenommen, da es unter anderem eine leicht verständlich zu nutzende Systemoberfläche hat. Durch die neue Bestandsführung konnten wir unser Einkaufsvolumen in den letzten Monaten um rund 5 % minimieren. Weiterhin sind unsere Produktionskapazitäten um einiges gestiegen. Und der Fertigungsstand der einzelnen Kundenaufträge ist immer ersichtlich und kontrollierbar“, freut sich Thiel.
Derzeit läuft die zweite Phase der ERP-Einführung: Der Maschinenbauer will künftig auch seine Dokumentationsaufgaben über das Modul ams.dms verwalten, das integraler Bestandteil der ERP-Lösung ist. Zusätzlich zur manuellen Ablage lassen sich so regelbasierte Workflows einrichten, die für einen automatisierten Ablauf der DMS-Prozesse sorgen. Das ebenfalls im ERP integrierte Produktdatenmanagementsystem (PDM) automatisiert den Datenaustausch mit der Konstruktionsabteilung. Auch ein Produktkonfigurator für ein erfolgreiches Variantenmanagement befindet sich derzeit im Aufbau. (nu)

Der Anbieter
Die Beratungs- und Softwarehäuser der AMS Group sind spezialisiert auf die Projektmanagement-Anforderungen von Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigern. Das IT-Haus realisiert auf Basis der eigenen Business-Software Unternehmensprozesse etwa in den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Stahl-/Metall- und Schiffbau sowie im Laden- und Innenausbau, Sonderfahrzeugbau und der Lohnfertigung. Die Gruppe beschäftigt weltweit 170 Mitarbeiter und erzielte 2016 mit ihren Lösungen einen Umsatz von rund 22,5  Mio. Euro.

Der Anwender
Das inhabergeführte Familienunternehmen Thiel Fördertechnik aus Löningen, nahe des niedersächsischen Cloppenburgs, produziert technische Komponenten für unterschiedliche Industriezweige, bei denen Schüttgüter in Bewegung sind. Fördertechnik für den Agrarbereich und die Futtermittelindustrie bildet das Kerngeschäft. Zum Portfolio gehören unter anderem Rohrförderschnecken, Trogförderschnecken, Becherelevatoren, Trogkettenförderer, Hammermühlen und Mischer. Das 1998 mit fünf Mitarbeitern gestartete Unternehmen beschäftigt heute 145 Mitarbeiter.
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