Management: Vier Eigenschaften, die einen Projektleiter ausmachen

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Personalmanagement

Diese vier Eigenschaften muss ein Projektleiter haben

Führt Qualitätsmanagement beim Hörbert-Hersteller ein: Projektleiter Alexander Dech. Bild: Winzki
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Arbeitsprozesse über Projekte zu organisieren, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Dabei ist die richtige Führung solcher Projektgruppen ein entscheidender Faktor für deren Erfolg.

Laut einer Studie des Personaldienstleisters Hays und der PAC-Unternehmensberatung verbringen Angestellte schon heute rund 35 % ihrer Arbeitszeit in Projektgruppen. Trotzdem scheitert jeder sechste Anlauf. Schuld sind Fehlplanungen oder Kommunikationsfehler. Mit dem richtigen Projektleiter können Betriebe solche Pannen umgehen. Die folgenden vier Eigenschaften sollte der Mitarbeiter der Wahl in jedem Fall mitbringen:
1. Generalist mit Fachkompetenz
Einen der meistdiskutierten Aspekte gleich vorweg: „Projektleiter sind keine Spezialisten“, erklärt Claus-Dieter Bauer, Leiter Finanzen und Controlling beim Logistik Allrounder Erdt. Diese säßen im Team. Fachfremd dürfe ein erfolgreicher Manager aber dennoch nicht sein. Nur wer sich in der Branche auskenne, könne realistische Zeit- und Budgetpläne erstellen. Oder richtig auf Vorschläge aus dem Team reagieren. „Wenn jemand vor dir steht, der sagt ‚Das geht nicht‘ und du hast selbst keine Ahnung, ist das fatal“, bestätigt auch Alexander Dech, Projektleiter beim Hörbert-Hersteller Winzki. Aus zehn Jahren Berufserfahrung weiß der Elektroingenieur, dass Fachkompetenz hilft, Synergien nutzbar zu machen und Zusammenhänge schnell zu registrieren.
Um Ziele, Risiken oder Rahmenbedingungen effektiv zu planen, zu überwachen und zu steuern, sollten Leiter – so Führungskraft Bauer – verschiedene Projektmanagement-Methoden und -Tools beherrschen. Bauer: „Nicht immer passt die neueste am besten.“ So oder so, Weiterbildungen in diesem Bereich seien ein Muss. Dem pflichtet auch Ingenieur Dech bei: „Zu oft werden Mitarbeiter ohne Einführung zu Projektleitern.“
2. Feingefühl und Kommunikationsstärke
Und das, obwohl die Besetzung dieses Postens oft über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. „Ein Projektleiter ist der Knotenpunkt, an dem sämtliche Informationen und unterschiedlichste Charaktere zusammentreffen“, erklärt Bauer, „steht an dieser Stelle kein Top-Kommunikator, gehen wichtige Daten verloren.“ Besonders wichtig sei das Zuhören. Denn nur wer hinhöre, nehme Stimmungen oder Konflikte im Team wahr und könne darauf reagieren.
So müssen Leiter auf verschiedensten Ebenen kommunizieren. „Das hat viel mit Politik und Feingefühl zu tun“, sagt Dech. Ein Projektleiter agiere als Vermittler zwischen Kunden, Vorgesetzten und Mitarbeitern. „Und deren Ansichten variieren stark“, so der Experte, der zurzeit die Qualitätssicherung in der Produktion nachhaltiger MP3-Player einführt. Ein Projektleiter müsse einschätzen können, welche Information in welcher Form bei wem landen muss.
3. Flexibler Menschenkenner
Der Nürtinger, der früher in der Industrieelektronik tätig war, ist sich sicher: „Kein Projekt läuft ideal.“ Flexibel auf äußere Umstände oder Pannen zu reagieren, ist deshalb eine der Hauptaufgaben des Projektleiters. „Er sollte schnell umdisponieren, anstatt am alten Plan festzuhalten“, stimmt Bauer zu. Zudem kenne ein erfolgreicher Manager sein Team in- und auswendig. „Er weiß, wer welche Fähigkeiten mitbringt, wer selbstständig arbeitet, wer emotional reagiert und wer erst auf den letzten Drücker fertig wird“, skizziert der 42-Jährige.
Allerdings ändert sich – je nach Projekt – die Zusammensetzung des Teams. „Damit sind wir wieder beim Punkt Sozialkompetenz“, schmunzelt Qualitätsspezialist Dech. Denn gute Leiter lassen sich schnell auf neue Menschen ein und lernen, diese ebenso rasch einzuschätzen.
4. Motivierend, mutig, leidenschaftlich
Auf dem Weg zum Ziel tauchen immer wieder Hindernisse auf, die es zu umschiffen gilt. „Wer sich davon entmutigen lässt, hat nichts auf dem Leiterposten verloren“, so Winzki-Mann Dech. Stattdessen halten erfolgreiche Projektmanager nach. Verschieben sich Deadlines, arbeiten sie einen alternativen Zeitplan aus. Hakt ein Arbeitspaket, berufen sie Notfallmeetings zur Problemlösung ein. „Vor allem aber motivieren sie ihr Team immer wieder neu“, stellt Führungskraft Bauer klar. Ein erfolgreicher Projektleiter halte stets Kontakt zum Team und informiere regelmäßig über den aktuellen Stand. „Auch wenn es hektisch zugeht, muss ich meine Leute erinnern, wozu wir uns so anstrengen“, so der Experte. Nur so bleibe das Projektziel stets präsent in den Köpfen der Mitarbeiter. „Das Team mitzureißen, ist die halbe Miete“, weiß der Bereichsleiter.
Zuletzt zählen Dech zufolge ein dickes Fell und Frustrationstoleranz. „Der Job hat auch Schattenseiten, damit müssen Anwärter umgehen können“, erzählt der 42-Jährige. Da werde aus dem Projektleiter schon mal der Blitzableiter. Wer durchhält, wird entschädigt: „Ist das Projekt erfolgreich, feiern Team, Vorgesetzte und Kunden den Projektleiter als Held.“
Ronja Gysin, Freie Journalistin in Schorndorf
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