Hannover Messe: Partnerland Polen präsentiert sich innovativ

Hannover Messe: Partnerland

Polen präsentiert sich innovativ

Die Exportquote Polens liegt bei rund 49 % (Stand 2015). Sie bezeichnet das Verhältnis der Warenexporte und Dienstleistungen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Bild: Mike Mareen/Fotolia
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Polen ist das Partnerland der Hannover Messe 2017. Die polnische Industrie beeindruckt in zahlreichen Branchen mit Innovationen und Wachstum.

Polens Wirtschaft entwickelt sich seit vielen Jahren sowohl schnell als auch stabil. Heute ist das Land die sechstgrößte Wirtschaftsnation innerhalb der Europäischen Union. Keines der Länder, die zu Beginn des aktuellen Jahrhunderts der EU beigetreten sind, konnte so dynamische Zuwachsraten verzeichnen wie Polen. Umfassende Investitionen in Verkehrsinfrastruktur und öffentliche Objekte haben zudem das Interesse ausländischer Investoren für Polen geweckt. Auch der polnische Außenhandel ist eine Erfolgsgeschichte. Im- und Exporte erbrachten im vergangenen Jahr ein Außenhandelsvolumen von 354 Mrd. Euro – das entsprach einem Wachstum gegenüber 2014 um 8 %. Aktuell verfolgt das polnische Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung einen „Plan zur verantwortungsvollen Entwicklung“. Dieses Programm setzt auf Reindustrialisierung, Entwicklung innovativer Unternehmen, Bildung von Entwicklungskapital, Erschließung ausländischer Märkte sowie auf soziale und regionale Entwicklung. Konkrete Projekte sind etwa umweltfreundliche ÖPNV-Verkehrsmittel, IT-Sicherheit, unbemannte Flugzeuge sowie Schiffe und Bergbaumaschinen.
Zentrale Anliegen der polnischen Regierung sind neben der Reindustrialisierung Polens vor allem die Förderung innovativer Unternehmen sowie die Erschließung ausländischer Märkte. Rund 150 polnische Unternehmen werden auf der Hannover Messe 2017 erwartet. Die thematischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Energie und IT. „Als Nachbarn sind Polen und Deutschland ohnehin starke Partner“, sagt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. „Auf der Hannover Messe 2017 wird die polnische Industrie unter Beweis stellen, dass sie mit ihrem Innovationsgeist und ihrem dynamischen Weg zur digitalisierten Wirtschaft auch auf der globalen Bühne eine ausgezeichnete Figur macht.“ Tadeusz Koscinski, Polens stellvertretender Minister für wirtschaftliche Entwicklung: „Als Partnerland der diesjährigen Hannover Messe will Polen zeigen, dass ihm nicht allein an einer schnellen Wirtschaftsentwicklung gelegen ist, sondern vor allem an einer Entwicklung, die sich auf innovative Industrien stützt. Darunter fallen Industrieautomatik und -software, Energie und alternative Antriebe sowie Druckluft- und Vakuumtechnologien. Bereits heute entwickeln polnische Unternehmer die Industrie 4.0 und sind attraktive Partner für ausländische Unternehmen. Polen ist auch ein hervorragender Investitionsstandort. Durch unsere Messeteilnahme wollen wir gleichfalls ein klares Signal Richtung Europäische Union senden, dass die Reindustrialisierung der richtige Weg ist, den wir alle gehen sollten. Die polnische Regierung setzt auf die Reindustrialisierung als eines ihrer vorrangigen Ziele.“
Nichts geht mehr ohne Digitalisierung
Die Digitalisierung der Produktionsprozesse erfolgt in Polen in einem hohen Tempo. 2015 erwirtschaftete das Thema Digitale Fabrik 4,1 % des Bruttoinlandprodukts. Mit umfangreichen Finanzierungsmöglichkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung unterstützt die Regierung den Prozess der Digitalisierung der Wirtschaft. Ebenfalls von Bedeutung ist das Thema Energie. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt in Polen aktuell bei 7 %, soll aber künftig ausgebaut werden. Besonders im Fokus der polnischen Regierung steht auch das Thema Startups. Im Juni vergangenen Jahres ist das Programm „Startup Poland“ gestartet, das in den kommenden Jahren mit einem Gesamtbudget von 3 Mrd. Polnischen Zloty rund 1000 Startups in ihrer Weiterentwicklung unterstützen soll. All diese Themen werden sich auch in der Präsentation Polens auf der Hannover Messe widerspiegeln. Etwa 150 polnische Unternehmen werden im April auf rund 4000 m² Fläche ausstellen – und zwar für alle Leitmessen der Hannover Messe. 2016 hatten rund 80 Unternehmen in Hannover ausgestellt. Besonders groß wird die Beteiligung der polnischen Unternehmen in den Bereichen Energietechnik und Zulieferung ausfallen.
Die Organisation des Partnerland-Auftritts liegt bei PARP, der polnischen Agentur für Unternehmensentwicklung. Themen-Gemeinschaftsstände wird es in zahlreichen Hallen geben. Im Bereich Research & Technology (Halle 2) präsentiert sich das NCBR – das Nationale Zentrum für Forschung und Entwicklung. Der Zentralstand von Regierungsseite wird in Halle 3 stehen, wo sich unter anderem zehn polnische Regionen darstellen werden. Das polnische Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung nutzt den Stand außerdem, um mehreren herausragenden Innovationen aus der polnischen Industrie eine Bühne zu bieten. Weitere polnische Gemeinschaftsstände befassen sich mit Zulieferung (Halle 4), Gießerei-Industrie (Halle 5/6), Elektrotechnik (Halle 13), Wärme- und Kälteversorgung (Halle 27) sowie Elektromobilität (Freigelände).
Laut Germany Trade & Invest führen Bruttoanlageinvestitionen und Mittel der EU zu besonders positiven Geschäftszahlen im Maschinen- und Anlagenbau. Der Import von Maschinen nach Polen ist 2015 allein um 12 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Der Verkauf von Maschinen zur Metallverarbeitung wuchs zuletzt zweistellig. Enorm stark ist die Nachfrage in der Energiewirtschaft. Hier erreichte die Importquote aufgrund anhaltender Investitionen in Stromerzeugung und Stromverteilung ein Plus von 16 %. Polens größter Partner sowohl im Import als auch im Export ist der direkte Nachbar Deutschland. Weitere wichtige Auslandsmärkte für Polen sind Großbritannien, Frankreich, Italien und die Tschechische Republik. Ins Visier rücken aber mehr und mehr auch asiatische und afrikanische Märkte.
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