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Ölauffangmatten sorgen für Sauberkeit

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Öle und Schmierstoffe verschmutzen den Betrieb und sind ein Sicherheitsrisiko für die Mitarbeiter. So genannte Ölauffangmatten saugen Flüssigkeiten schnell auf und schützen den Arbeitsplatz vor Verschmutzung.
Wo gehobelt wird, fallen Späne. Und wo gefräst wird, da braucht man Schmierstoffe. Das weiß kaum jemand besser als Uwe Kühn, Betriebsleiter bei der Ruhfus Systemhydraulik GmbH in Neuss. Hier wird permanent gewalzt, geschält, gefräst und gebohrt. Durch diese Fertigungstechniken bekommen die großen Hydraulikzylinder ihre robuste Oberfläche, die sie beim Einsatz in Talsperren, Schleusen oder Windkrafträdern brauchen. „Die Herstellung von hydraulischen Zylindern ist eine schmierige Angelegenheit, denn dabei werden viele Öle und Kühlschmierstoffe benötigt“, weiß Kühn. „Besonders beim Tiefbohren kommen große Mengen an Öl zum Einsatz.“ Die Folge: Überall tropft und kriecht das Öl. Es klebt an den Schuhen und hinterlässt im gesamten Betrieb seine Spuren. Ein hartnäckiges Problem. „Mit Ölwannen kamen wir nicht zurecht“, so Kühn. „Sie sind sperrig und passen nicht dahin, wo man sie braucht.“ Für Uwe Kühn und seine Mitarbeiter war es fast eine Erlösung, als die biegsamen Auffangmatten des Herstellers Mewa eingeführt wurden. Seitdem herrscht Ordnung im Betrieb.
Doch wie funktioniert so eine flexible Ölauffangmatte? Das Produkt mit der Bezeichnung Mewa Multitex kommt als Unterlage bei Reparatur- und Wartungsarbeiten oder in sensiblen Bereichen von Maschinen und Anlagen zum Einsatz. Sie kann bis zu 3 l Flüssigkeit aufnehmen und speichern. Das entspricht dem Fünffachen des Eigengewichts. Dabei transportiert die Matte die Flüssigkeit vom Außengewebe sofort ins Innere und speichert sie anhaltend in einem so genannten Saugkern. So bleibt die Oberfläche relativ trocken, während ein Spezial-Vlies im Inneren die Flüssigkeit gleichmäßig verteilt und dauerhaft bindet. Die Größe im Handtuchformat ermöglicht einen flexiblen Einsatz. Kleine, enge Stellen lassen sich mit einer einzelnen Unterlage schützen. Für große Flächen werden mehrere Matten nebeneinander gelegt. Auch sperrige Bereiche, wo eine Ölwanne nicht zu platzieren wäre, können mit der biegsamen Matte geschützt werden.
Die Auffangmatte eignet sich für alle Branchen, die immer wieder mit Leckagen öliger und wässriger Flüssigkeiten zu tun haben. Hierzu zählen die Metall- und Automobilindustrie, die Bereiche Sanitär, Heizung und Klima sowie Autowerkstätten und Instandhaltung. Die Matte schützt vor Motor- und Getriebeölen ebenso wie vor Lösemitteln, Kühlschmierstoffen und Laugen. So bleibt der Betrieb sauber und die Gefahr des Ausrutschens wird minimiert.
Wenn die Auffangmatte benutzt wurde, landet sie nicht im Müll, sondern in einem Sammelcontainer, den Mewa beim Kunden aufstellt. „Wir werfen die gebrauchten Matten einfach in den Behälter“, freut sich Uwe Kühn. „Dann liegt nichts herum und es sieht immer aufgeräumt aus“. Mewa hat speziell für die Ölauffangmatten eigene Sammelcontainer entwickelt, die dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Im verabredeten Rhythmus holt der Servicefahrer die Container mit den gebrauchten Matten ab und liefert frische an. Servicefahrer Peter Schroer beliefert Ruhfus schon seit vielen Jahren mit Mehrwegputztüchern und ist mit dem Betrieb bestens vertraut. „Ich weiß, wo die Container im Betrieb aufgestellt sind“, erzählt er. „So kann ich sie auswechseln, ohne die Abläufe zu stören“. Für Uwe Kühn ist dieser Ablauf eine große Entlastung: „Wir können uns voll auf unsere eigentlichen Aufgaben konzentrieren“.
Die schmutzigen Matten werden in den Betrieb transportiert, wo sie umweltgerecht gewaschen und getrocknet werden. Hier werden die Modelle außerdem regelmäßig geprüft und ersetzt, falls sie beschädigt sind. Und nicht zuletzt ist für den Anwender auch die leidige Frage der Entsorgung geklärt. Schließlich gelten ölverschmierte, mit Lösungsmitteln getränkte Matten beim Transport als Gefahrgut und müssen normgerecht behandelt werden. „Wir garantieren, dass alle Vorschriften eingehalten werden“, versichert Michael Ballermann, der bei Mewa für Arbeitssicherheit und Gefahrgut zuständig ist.
Die Umwelt wird bei diesem Ablauf nach eigenen Angaben geschont, denn die Matten werden unter Einhaltung der gesetzlichen Umweltschutz- und Entsorgungsauflagen gewaschen. Auch die Sicherheitscontainer werden bei Mewa gereinigt, denn die Behälter sind nach ihrem Einsatz ebenfalls voller Schmutz. Damit der nicht in den sauberen Matten landet, wurde eine spezielle Waschstraße für die Container gebaut. Alle Anlagen sind Eigenentwicklungen des Textildienstleisters. Nicht zuletzt lassen sich dank der umwelttechnischen Prozesse die Öle und Fette, die in den benutzten Matten enthalten sind, energetisch verwenden. Die Substanzen werden separiert, aufbereitet und für das Beheizen der Wasch- und Trocknerstraßen eingesetzt. Dieser Kreislauf reduziert den Verbrauch an Primärenergie und davon profitieren alle. Mewa geht auch schonend mit der Ressource Wasser um. Durch ein spezielles Wiederverwertungssystem für das Spül- und Waschwasser spart der Textildienstleister bis zu 50 % Wasser im Vergleich zu herkömmlichen Waschverfahren. Bei der genannten Kaskadentechnik wird noch verwertbares Waschwasser aus den letzten Spülgängen herausgefiltert. Wiederaufbereitet lässt es sich dann für weitere Waschgänge verwendet. Gewaschen wird mit biologisch abbaubaren Wasch- und Waschhilfsmitteln in einer möglichst geringen Dosierung.
Der beschriebene Service funktioniert europaweit. So nutzt zum Beispiel auch das Familienunternehmen Chandioux in der französischen Auvergne die Auffangmatten von Mewa. Das 1980 gegründete und in zweiter Generation betriebene Unternehmen ist spezialisiert auf Industriemechanik und fertigt alle Arten von Zahnrädern und Getrieben nach Maß. „Wir probierten die Auffangmatten aus und stellten schnell fest, dass sich unsere Arbeit damit sehr viel angenehmer gestaltet“, versichert Geschäftsführer Arnaud Chandioux. „Wir legen die Matten einfach vor die Maschinen und haben seither kein Öl mehr unter den Schuhen. So bleibt natürlich auch die ganze Werkstatt sauber. Seit wir die Auffangmatten benutzen, haben wir viel weniger Schmutz“.
Bonni Narjes, Fachjournalistin in Hamburg
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