Automatisierungsbaukasten: Zukunftssicherheit eingebaut

Automatisierungsbaukasten

Zukunftssicherheit eingebaut

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Automatisierung muss Einfachheit anstreben, lautet bei SEW-Eurodrive die Devise. Die Ettlinger forcieren dies in einem Gesamtansatz. Ihrer Technik haben sie deshalb einen Generationswechsel verordnet. ❧ Dietmar Kieser
Für Udo Aull gehört die in den SEW-Produkten enthaltene „Versicherungspolice“ zum Geschäft. Der beim Bruchsaler Antriebstechnikspezialisten für den Vertrieb verantwortliche Geschäftsführer garantiert Kunden die Zukunftsfähigkeit seiner Systemlösungen, für die er die Formel 7+7+7 anwendet. Die Summe verweist auf die vertraglich festgeschriebenen 21 Jahre an Servicefähigkeit, die der Komponentenlieferant den OEM gegenüber zu leisten hat. Darin enthalten ist eine garantierte 14-jährige Geräteverfügbarkeit. Ein Betreiber von Maschinen und Anlagen hingegen benötigt künftig Systeme, die sich mit Blick auf die Instandhaltung selbst erklären. Schließlich lasse sich nicht voraussehen, wann ein Instandhalter das Unternehmen verlasse oder in den Ruhestand gehe, begründet Aull mit Blick auf den beim Anwender drohenden Wissensabfluss.
Diese für Anlagenbauer wie auch -betreiber wichtigen Eckpfeiler haben die Nordbadener in ihrer brandneuen Lösungsplattform verankert, „die den Zeitraum von 21 Jahren abdeckt“, betont Udo Aull deren Zukunftsfähigkeit. Keine Selbstverständlichkeit angesichts fortschreitender Digitalisierung, Integration und Modularisierung in der Antriebs- und Automationstechnik. „Bis auf das Internet, den Browser und den Muskel, sprich die Antriebstechnik, wird sich in den nächsten 20 Jahren alles verändern“, hebt Udo Aull auf den Wandel wie auf die Konstanten ab, die SEW-Eurodrive im neuen Automatisierungsbaukasten Movi-C berücksichtigt hat.
Der vollzogene Generationswechsel folgt dem Megatrend der Digitalisierung, die intelligentere Produkte in Fabriken forciert. Die Lösung umfasst den kompletten Bereich der Antriebselektronik – von der Steuerungstechnik (Movi-C-Controller) über die Engineering-Software (Movisuite) und Umrichtertechnik (Movidrive modular) bis zum Motor oder Getriebe – und verspricht Durchgängigkeit in alle Richtungen: vertikal von der Steuerung bis zum Getriebemotor, horizontal durch alle vernetzten Elektronikprodukte. „Beim Movi-C-Baukasten war es uns wichtig, ein modulares Konzept aufzubauen, das skalierbar ist und mit der Aufgabenstellung wachsen kann, dabei in der Installation ebenso einfach ist wie bei Inbetriebnahme und Bedienung“, erläutert Technik-Geschäftsführer Johann Soder den neuen Ansatz. Damit ist das Steuerungssystem wie geschaffen dafür, von kleinen und in sich geschlossenen, dezentralen Antriebseinheiten bis zu kompletten Anlagen zu realisieren.
Dem vorausgegangen sei die Überlegung, wie Antriebselektronik der Zukunft aussehen könne, blickt Johann Soder zurück. Aus seiner Forderung, „die Elektronik neu erfinden zu müssen“, ist ein Grundbaukasten entstanden, aus dem heraus sich in kürzester Zeit kundenindividuelle Lösungen erstellen lassen. Zur Losgröße eins gesellt sich ein weiteres Differenzierungsmerkmal, um sich im Wettbewerb abheben zu können: die Lieferzeit. Im Bereich der Elektronik soll sie unterhalb von drei Stunden liegen, formuliert der Geschäftsführer das ehrgeizige Ziel.
Die Anforderungen der neuen Welt setzten einen „harten Schnitt“ voraus
Das Konzept stellt zwar Hardware- wie auch Software-seitig sicher, dass auch die aktuellen Lösungen skalierbar und damit zukunftsfähig werden. Getreu dem SEW-Ansatz „Bewährtes erhalten und Neues schaffen“, bestätigt Technik-Geschäftsführer Soder jedoch, dass mit Movi-C „ein harter Schnitt erfolgt“ sei. Dies sei nötig gewesen, um die Anforderungen der neuen Welt abdecken zu können. Im Gegensatz zur Vorgängerversion lasse sich die neue Systemgeneration dank modularer Software immer wieder erweitern. Dies gelingt, indem Module zu Objekten werden, die sich beliebig konfigurieren und zusammensetzen lassen. „Mit diesen Softwareeinheiten sind wir viel anpassungsfähiger für die Herausforderungen der Zukunft“, verweist Johann Soder auf die Möglichkeit, wesentlich mehr Anwendungen adressieren zu können als zuvor.
Nur so sei es möglich, dass sich die Komponenten von der Steuerungsebene bis hinab zum Muskel beispielsweise über Einkabellösungen selbst erkennen und konfigurieren und so für kurze Inbetriebnahmezeiten sorgen. Das Stichwort dabei sei „konfigurieren statt programmieren“, sagt Soder und betont, dass auch dies eine Art Absicherung beinhalte: Das System konfiguriert sich selbst nach Plug&Work-Manier. So gesehen umfasst die Absicherung neben dem Kriterium 7+7+7 auch die schnelle Anpassungsfähigkeit. Aber erst, wenn Anlagenparameter stetig erfasst werden, um zukünftige Ausfälle zu prognostizieren und zu vermeiden.
Predictive Maintenance und Analytics lauten die Schlüsselbegriffe dafür. Wer die volle Zukunftsfähigkeit seiner Systeme sicherstellen will, darf sich diesem Schritt nicht verschließen. „Nur wenn wir auf Maschinen und Anlagen zugreifen und die Daten über deren Lebenszyklus abrufen können, wissen wir, was zu jedem Zeitpunkt von der Erstinbetriebnahme bis heute gelaufen ist“, formuliert Udo Aull das Angebot des Fabrikausrüsters. Was für viele Betreiber derzeit noch ein hochsensibler Bereich ist, könne sich zu einem Mehrwert für den Kunden und seiner Daten entwickeln, verspricht Aull.
Darin unterstützen soll eine Maßnahme, die bei SEW-Eurodrive hausintern für Optimierung und Effizienzsteigerung sorgt. Die WiePro genannte Beratungseinheit soll künftig abgekoppelt vom Produktgeschäft Consultingleistungen für Kunden anbieten, erläutert Verkaufs-Geschäftsführer Aull ein weiteres Puzzle-Teil dieser Strategie.
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