Betriebsausstattung: DTM-Team profitiert vom Know-how des Systempartners

Betriebsausstattung

DTM-Team profitiert vom Know-how des Systempartners

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Die Partnerschaft der Hoffmann Group mit Team Rosberg geht übers Sponsoring hinaus. Die Werkzeugspezialisten halfen dem Rennteam, Abläufe weiter zu optimieren.

Jamie Greens Audi strahlt aus dem DTM-Feld heraus. Der Engländer und sein orangefarbener RS5 sind eine der erfolgreichsten Kombinationen der letzten Jahre. Vize-Meister 2015, Dritter der Gesamtwertung 2016. Und der Saisonstart 2017 bringt das große Ziel – endlich DTM-Champion – wieder in Reichweite. Nach sechs Rennen und zwei Siegen liegt die Nummer 53 auf der dritten Meisterschaftsposition – knapp hinter Teamkollege René Rast und Lucas Auer im Mercedes.

Es gibt nur wenige Rennwagen, die aufgrund ihrer Farbgebung eine Art Legendenstatus erlangten – die Jägermeister-Autos gehören dazu, oder die Martini- und die Rothmans-Porsche der 70er- und 80er-Jahre. Der orangene Hoffmann-Audi des Teams Rosberg ist auf dem Weg, eine ähnliche Geschichte zu schreiben. „Unser Auto ist definitiv das schönste im Feld“, sagt Arno Zensen, Greens Teamchef beim Audi Sport Team Rosberg. „Für uns als Team ist es einfach toll zu sehen, dass wir inzwischen eine richtige Fangemeinde haben, wenn ganze Tribünenteile in orange leuchten.“

Als Audi die Hoffmann Group für ein DTM-Sponsoring ab der Saison 2014 gewinnen konnte und dieser neue Partner Rosberg zugeteilt wurde, war Zensen sofort begeistert. „Mir war klar: Hoffmann ist nicht nur ein Sponsor, sondern ein echter Partner, der uns mit seiner Kompetenz und seinen Produkten unterstützen kann.“ Welches Potenzial in der Kooperation steckt, zeigte sich schnell. „Für die Saison 2014 wollten wir einen neuen Service- und Werkstatt-Truck anschaffen“, erinnert sich Zensen. „Dass wir gerade zu dieser Zeit mit einem Experten für Betriebsausstattung und Werkzeuge zusammenkamen, passte perfekt.“

Die im Team von Keke Rosberg – dem Formel-1-Weltmeister von 1982 – für das Projekt Service-Truck Verantwortlichen setzten sich mit den Beratern des Münchener Spezialisten für Werkzeuge und Betriebseinrichtungen zusammen und besprachen, welche Ausrüstungsgegenstände, Werkzeuge und Ersatzteile unterzubringen waren. Oben mussten die Rennautos Platz finden, darunter ein Werkstattbereich und die Ersatzteile. Nachdem die räumlichen Gegebenheiten mit Fahrzeugbauer Hofmann geklärt waren, arbeiteten die Spezialisten der Hoffmann Group aus, welche Schränke gebraucht wurden und wie sie gebaut sein mussten. Volker Walser, Fachberater Betriebseinrichtungen bei den Münchenern, erläutert: „Unsere CAD-Planung liefert dem Kunden ein naturgetreues Bild davon, wie die Ausstattung am Ende in der Realität aussehen wird und wie sie sich ins Fahrzeug oder in die Werkstatt integrieren lässt.“ Die Planung der Innenausstattung des Trucks und der Werkzeugschränke dauerte rund acht Wochen, wobei alle Beteiligten ihre Anregungen, Empfehlungen und Wünsche einfließen ließen.

Neues Wissen für künftige Projekte aller Beteiligten

Die Hoffmann Group lieferte die fertigen Schränke an den Fahrzeugbauer, der die meisten fest in den Sattelaufleger einbaute. Einige wurden mobil integriert, so dass sie im Lkw zwar ihren festen und sicheren Platz haben, aber auch in der Werkstatt oder an der Rennstrecke in der Box genutzt werden können. „Abgesehen davon, dass wir jetzt den Truck haben, den wir brauchen, hat mich besonders beeindruckt, wie alle Beteiligten vom Know-how der anderen profitierten“, berichtet Zensen. „Ich bin mir ziemlich sicher: Bei uns allen wird dieses neue Wissen in künftige Projekte einfließen.“

Die Abläufe am Rennwochenende sind genau vorgegeben, enge Zeitfenster zwingen alle Teammitglieder zu höchster Effizienz. „Im Rennsport muss alles sehr schnell geschehen. Nicht nur auf der Strecke, auch in den Boxen“, betont Jamie Green. Deshalb sind die Ersatzteile und Werkzeuge nach einem ausgeklügelten System untergebracht. „Geschwindigkeit ist dabei der eine Aspekt, Perfektion der andere“, ergänzt Volker Walser. „Erst wenn wir beides zusammenbringen, ermöglicht das dem Team Rosberg den Erfolg. Und letztlich profitiert von diesen Erfahrungen jeder unserer Kunden.“

Das technische Reglement in der DTM ist eng gefasst. Abmessungen, Motoreckdaten und viele Komponenten – etwa das Getriebe, die Bremsen, die Sicherheitszelle oder der Heckflügel – sind in allen Autos identisch. Dennoch sind die Ingenieure und Mechaniker gut beschäftigt. Über zahlreiche Einstellmöglichkeiten – insbesondere im Bereich des Fahrwerks und der Aerodynamik – lassen sich die Autos an die Rennstrecke, die Witterung oder den Fahrstil des Fahrers anpassen.

Aufgrund von Erfahrungswerten und Simulationen erhalten die Fahrzeuge bereits zu Hause in der Werkstatt ein Basissetup fürs kommende Wochenende. Anpassungen an die aktuellen Umgebungsbedingungen werden jedoch an der Rennstrecke vorgenommen. Rosberg-Team-Koordinator Ramon Hämmerle betont: „Wenn das Auto von der Strecke zurückkommt, hat der Mechaniker oft nur eine oder zwei Minuten Zeit, um eine Einstellung zu verändern oder eine Reparatur durchzuführen. Da muss jeder Handgriff perfekt sitzen und die Werkzeuge müssen sofort griffbereit sein. Ordnung ist bei uns deshalb extrem wichtig.“

Auch diesbezüglich konnte die Hoffmann Group helfen – mit dem eForm-System. In den passgenau ausgeschnittenen Hartschaumeinlagen lagern die Werkzeuge übersichtlich und gut greifbar in den Schubladen. „Wenn hier etwas fehlt, fällt das sofort auf“, sagt Bernd Claassen, Regionalverkaufsleiter der Hoffmann Group. Insofern sei eForm ein wichtiger Baustein der 5S-Methode, mit deren Hilfe Arbeitsplätze sicher, sauber und übersichtlich gestaltet sowie die Produktivität gesteigert werden sollen. Interessenten können die Hartschaumeinlagen im Online-Konfigurator nach ihrem individuellen Bedarf planen. Mehr als 10 000 vorinstallierte Werkzeugkonturen helfen dabei. Auch Rosberg-Teamchef Zensen ist von eForm überzeugt: „Dieses Ordnungssystem erleichtert – in Verbindung mit ergonomischen Werkzeugen – das Leben unserer Mechaniker enorm. So können sie sich auf ihre Arbeit konzentrieren, und das ist eine Voraussetzung für unseren Erfolg.“

Die Werkzeugkisten sind mit den unterschiedlichsten Produkten der Hoffmann-Eigenmarke Garant bestückt. Neben Handwerkzeugen – Schraubendrehern, Drehmomentschlüsseln oder Zangen – lagern hier Elektro- und Luftwerkzeuge zum Fräsen, Bohren und Schleifen sowie Mess- und Prüfmittel. „Früher mussten wir unsere Ausrüstung bei fünf oder sechs Anbietern zusammensuchen, heute finden wir alles im orangenen Katalog“, sagt Zensen. „Und was dort nicht enthalten ist, das beschafft uns die Hoffmann Group.“ Selbst Sprühflaschen um die Autos zu reinigen bekommen die Neustädter von dort. Was den Teamchef besonders begeistert: „Wenn uns an einer Rennstrecke etwas fehlt, können wir das auf den gängigen Kanälen ordern und haben es in der Regel innerhalb von 24 Stunden vor Ort.“

Viele Bauteile eines Rennwagens werden an der Grenze des Erlaubten konzipiert, um die maximale Leistung aus den Fahrzeugen zu kitzeln. Andere Teile arbeiten nur in einem engen Temperaturfenster optimal. „Beim Aufbau und der Abstimmung dieser Autos reden wir von Bruchteilen eines Millimeters“, betont Zensen. Messschieber, Haarwinkel, Infrarot- oder Lasermessgeräte gehören deshalb ebenso zur Pflichtausrüstung wie Waagen. Eher unscheinbar und doch eines der wichtigsten Werkzeuge ist laut Chefmechaniker Armin Joerß eine Knarre aus dem Garant-Sortiment: „Sie ist kompakt, liegt gut in der Hand, und mit ihr kann ich selbst schwierig zu erreichende Schrauben und Muttern schnell und sicher anziehen.“ Zu den teuersten Werkzeugen in den Schränken des Teams Rosberg gehören Druckluftschleifer, mit denen die Mechaniker beispielsweise Karosserie- und Verkleidungsteile aus Kohlefaser so bearbeiten, dass sie optimal passen.

Nur wenn das gesamte Team perfekt arbeitet, hat Jamie Green Chancen auf den Sieg. Schließlich geht es in der DTM um Hundertstel- und Tausendstelsekunden. Um beispielsweise beim Boxenstopp die Räder noch einen Tick schneller wechseln zu können, trainieren die Mechaniker das ganze Jahr über hart. Sowohl am Fahrzeug als auch im Fitnessraum, den Zensen in einer Hallenecke eingerichtet hat. Als Keke Rosberg davon erfuhr, habe er sich einige bissige Kommentare anhören müssen, erzählt der erfahrene Motorsportmanager und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Aber nachdem wir immer wieder die schnellsten Boxenstopps aller Teams schafften und so manche wichtige Position gewonnen haben, meinte Keke trocken ‚Das Budget für den Ausbau des Fitnessraums ist freigegeben‘.“

Die Zusammenarbeit zwischen der Hoffmann Group und Team Rosberg geht längst über die Rennstrecken hinaus. Gemeinsam führen die beiden Partner unter anderem Workshops durch, auf denen sie Zulieferern, Partnern und Kunden demonstrieren, was der Systemlieferant zu bieten hat und wie Anwender den maximalen Nutzen aus dem Angebot ziehen können.

Im Oktober 2010 gründete die Hoffmann Group Foundation gemeinsam mit der Tabaluga Kinderstiftung das Orange House im oberbayrischen Peißenberg, ein Therapie- und Kreativzentrum für benachteiligte Kinder und Jugendliche. „Als die Idee aufkam, uns auch dort mit einer Aktion einzubringen, hat das allen Beteiligten riesigen Spaß und viel Freude bereitet“, erinnert sich Arno Zensen. Und mit Blick auf die erfolgreiche Partnerschaft mit der Hoffmann Group meint der Teamchef: „Wir haben uns gesucht und gefunden.“

Mona Willrett

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