Mobilität Cluster entwickelt Plattform für Zukunftsszenarien

Mobilität

Cluster entwickelt Plattform für Zukunftsszenarien

Bis 2020 steht ein Wandel bevor, wie ein Projekt des Spitzenclusters It‘s OWL zeigt: Neue Technologien steigern die Produktivität im Maschinenbau und die Fahrzeugwirtschaft muss umdenken. Bild: Fraunhofer IEM
Anzeige
Im Projekt "Vorzug" des Spitzenclusters It‘s OWL haben Forscher und Firmen gemeinsam Szenarien über die Entwicklung ausgewählter Zielmärkte wie Maschinenbau und Fahrzeugtechnik erarbeitet. Auf einer Diensteplattform können Unternehmen diese in Kürze einsehen.
Welche Anforderungen werden Kunden zukünftig an Maschinen und Fahrzeuge haben? Wie können Unternehmen Trends frühzeitig erkennen und daraus die richtigen Schlüsse für ihre Geschäfts- und Produktstrategien ziehen?
Viele Unternehmen setzen sich derzeit nicht systematisch mit Trends und deren Auswirkungen auf ihre Produkte auseinander, sondern halten an der Fortschreibung bewährter Innovationskonzepte fest und bauen auf ihre gute Reaktionsfähigkeit. Angesichts dynamischer Technologie- und Marktentwicklungen sowie der zunehmenden Komplexität von Produkten und Produktionsverfahren ist dies jedoch nicht ausreichend.
An dieser Stelle setzt das Projekt Vorzug des Spitzenclusters Intelligente Technische Systeme Ost-Westfalen-Lippe (It‘s OWL) an. Gemeinsam mit Unternehmen haben die Beratungsfirmen SCMI und Unity sowie das Heinz Nixdorf Institut in Workshops Szenarien ermittelt, wie die Zielmärkte Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugwirtschaft und Energietechnik in Zukunft aussehen könnten.
Folgende Ergebnisse prognostiziert das Konsortium bis 2020: Die Gesellschaft ist geprägt von Technikinteresse und -akzeptanz, sowohl im Berufsalltag als auch im Privatleben. Intelligente Technologien gelten in allen Bereichen als Schlüssel auf dem Weg zu den Systemen von morgen. Das Marktpotenzial ist hoch, der Markt ist durch einen starken Wettbewerb gekennzeichnet. Der Staat hat durch aktive Unterstützung Rahmenbedingungen geschaffen und Anschubförderung leistet, wo es notwendig ist. Datenschutz ist kein kritisches Thema mehr, sondern erfolgreich umgesetzt – beispielsweise durch Richtlinien zum Schutz geistigen Eigentums.
Im Maschinen- und Anlagenbau haben sich die Anwendungen für intelligente Technologien vervielfacht, um die komplexen Anforderungen zu erfüllen, erwarten die Projektmitglieder weiter. Kosten-Nutzen-Aspekte stehen im Vordergrund und Assistenzsysteme entlasten die Beschäftigten.
Pilotprojekt seniorengerechtes Fahren
Die Fahrzeugwirtschaft soll sich bis 2020 in Richtung eines interaktiven, vernetzten und adaptiven Fahrzeugs entwickeln, heißt es. Die Elektromobilität hält verstärkt Einzug in die Gesellschaft. Zur Realisierung von Mobilität greifen die Menschen auf verschiedene Konzepte zurück: vom eigenen Fahrzeug über Sharingkonzepte bis zur multimodalen Kombination von öffentlichen Personennahverkehrsangeboten.
In ersten Pilotprojekten haben die Projektpartner das Referenzszenario auf Produkt- und Geschäftsstrategien von Clusterunternehmen adaptiert.
Mit dem Automobilzulieferer Hella wurde beispielsweise ermittelt, wie ältere Autofahrer unterstützt werden können, sich komfortabel und sicher mit ihrem PKW zu bewegen. Dazu wurden Tätigkeiten und Verhaltensabläufe während einer Autofahrt untersucht, etwa wie der Schulterblick oder das Lenken mit Fahrsituationen wie Überholen oder Bremsen verbunden sind. Um die Probleme und Anforderungen von älteren Fahrern bei einer Autofahrt möglichst realistisch beurteilen zu können, wurde ein sogenannter Alterssimulationsanzug verwendet, der die nachlassende Mobilität der Gelenke sowie die eingeschränkte auditive und visuelle Wahrnehmung simuliert.
Dabei identifizierten die Partner besondere Anforderungen an die Sitzposition, die Bedienung und die Lesbarkeit von Instrumenten, Assistenzfunktionen sowie das Ein- und Aussteigen. Daraufhin haben sie gemeinsam mit dem Zulieferer Lösungsansätze entwickelt, die in Produkt- und Servicekonzepte überführt wurden.
Trendradar für Unternehmen
Die Szenarien für die Zielmärkte und die Ergebnisse der Pilotprojekte können sich Unternehmen in einem IT-basierten Dienstesystem ansehen. Im Fokus steht eine Trendplattform, auf der die Clusterunternehmen relevante Trends scannen sowie deren Zeithorizont und Einfluss auf ihre Produkte und Produktionsverfahren ermitteln und bewerten können. Eine Technologie-Roadmap liefert Aussagen über zu erwartende Entwicklungen neuer Technologien. Auf Basis von Expertenaussagen wurde die Marktreife dieser Technologien aus der Perspektive der Leitanbieter und des Leitmarkts für die drei Zielmärkte ermittelt.
Weitere Informationen zur Plattform und die Möglichkeit zur Registrierung finden interessierte Unternehmen unter: www.its-owl.de/vorzug. (nu)
Die Diensteplattform befindet sich derzeit noch in der Testphase, interessierte Unternehmen können sich jedoch bereits für die Nutzung registrieren lassen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.its-owl.de/vorzug. (nu)

Mobilität in der Zukunft
40327286
Anzeige

Industrieanzeiger

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Themenseite Schläuche

Auf unserer Themenseite finden Sie alle Informationen über Schläuche.

Tipps der Redaktion

Unsere Technik-Empfehlungen für Sie!

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Aktuelle Whitepaper aus der Industrie

Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de