Energiemanagement: Detaillierter Energieverbrauch steigert Effizienz

Energiemanagement

Detaillierter Energieverbrauch steigert Effizienz

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Der Automobilzulieferer GF Automotive setzt ein Energiemanagementsystem von Siemens ein und steigert so seine Effizienz gemäß DIN EN ISO 50001.

Es brummt, blitzt, surrt, funkt, wummert, blendet. Am Produktionsstandort Altenmarkt in Österreich stellt GF Automotive, eine Division des Georg-Fischer-Konzerns, hochwertige Formteile aus Druckguss für die Automobilbranche her: Ölwannen, Zylinderkopfhauben, Türinnenteile und Verdeckteile werden hier unter anderem gefertigt. Dafür bedarf es vieler Maschinen und zugehörig vieler Mitarbeiter in mehrschichtigen Arbeitsmodellen. Das Produktionsverfahren ist dementsprechend energieintensiv für den Automotive-Zulieferer. Neben Produktqualität und Analagenverfügbarkeit legt der Hersteller den Fokus auf einen energieeffizienten Betrieb. Um dafür die unterschiedlichen Energieströme wie Strom, Wasser, Gas und Druckluft detailliert erfassen und auswerten zu können, nutzt das Unternehmen das skalierbare Energiemanagementsystem Simatic B. Data von Siemens, das die Anforderungen gemäß der Norm DIN EN ISO 50001 für Energiemanagement-Prozesse erfüllt.

Energiemanagementsystem als Grundlage für Energieaudit

„Damit legen wir die Basis zur Erhöhung der Energieeffizienz“, erklärt Bernhard Thaler, Energiebeauftragter bei GF. „Außerdem schaffen wir so die Grundlage, das in Österreich und Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Energieaudit gemäß DIN EN 16247 auch intern ableisten zu können, statt alle vier Jahre externe Zertifizierer in Anspruch nehmen zu müssen“, ergänzt der Energiebeauftragte.

Virtueller Server und virtuelles Netzwerk senken Infrastruktur-Kosten

Die skalierbare und damit werksübergreifend einsetzbare Lösung läuft auf einem virtuellen Server und die Datenübertragung erfolgt über ein virtuelles Netzwerk. Dadurch werden die Kosten für die Infrastruktur laut Anwender gering gehalten. Die aktuellen Verbrauchswerte stehen über direkten Zugriff auf den B.Data-Client oder aus der Ferne über die B.Data-Web-Clients permanent und in Echtzeit zur Verfügung. Per automatischer E-Mail gehen definierte Berichte sowie mögliche Störmeldungen an die Verantwortlichen, sodass diese stets optimal informiert sind und bei Bedarf schnell reagieren können.

Stabiles Netzwerk für optimale Datenerfassung

Für die Messtechnik- und Energiedatenerfassung wurden beim Anwender Schaltkästen an den Druckgussmaschinen und Schmelzöfen montiert, die die dezentrale Peripherie Simatic ET 200SP mitsamt der Computer Processing Unit (CPU) und Interfacemodul beinhalten. Die Integration ins Unternehmensnetzwerk erfolgt über Industrial Ethernet. Für das Erfassen des elektrischen Energieverbrauchs werden Stromwandler an die auf die Peripherie aufgesteckten Energy-Meter-Module angeschlossen. Zum Messen der Volumenströme nutzt der Gussbauteilefertiger die Messwertaufnehmer Sitrans F von Siemens, die in der Rohrleitung zwischengeflanscht werden und digitale Impulse senden. „Der Vorteil dieses Aufbaus ist, dass selbst bei einer Unterbrechung des Datennetzwerks die Messwerte in der CPU der ET 200SP weiter gesammelt werden und der Energieverbrauchswert damit konsistent gehalten werden kann“, erklärt Manuel Kerschbaumsteiner, Teamleiter elektrische Instandhaltung bei GF Automotive. Automatische Plausibilitätsprüfungen im Energiemanagementsystem sichern die Datenqualität.

10 % höhere Energieeffizienz und weniger CO2-Emissionen als Ziele

Weitere Vorteile sind die Offenheit bezüglich der Schnittstellen, die Systemdurchgängigkeit über die herstellereigene Engineering-Umgebung Totally-Integrated-Automation- (TIA) Portal und der einfache Import von ASCII-Daten aus Fremdsystemen. Mit dem umfangreichen System ist der Automobilzulieferer laut eigenen Aussagen auf einem guten Weg, seine Nachhaltigkeitsziele bis 2020 zu erreichen: Steigern der Energieeffizienz, Senken der CO2-Emissionen und Reduzieren der nicht wiederverwertbaren Produktionsabfälle um jeweils 10 %. (nu)


Der Anbieter: Siemens

  • Mischkonzern
  • Divisionen: Power and Gas, Wind Power, Power Generation Services, Energy Management, Building Technologies, Mobility, Digital Factory, Process Industries and Drives, Healthcare, Financial Services
  • Gründungsjahr: 1847
  • Hauptsitze: München und Berlin
  • Mitarbeiter: 351 000 weltweit, 113 000 in Deutschland
  • Standorte: in mehr als 200 Ländern
  • Umsatz in 2016: rund 79,6 Mrd. Euro

Weitere Informationen zur Lösung finden Sie unter: www.siemens.de/bdata


Der Anwender: GF Automotive

  • Technologiekonzern als Division der Georg Fischer AG
  • Fokus: Know-how in den für die (Groß-)Serienfertigung relevanten Gießverfahren (Sand-, Druckguss) und Werkstoffen (Eisen, Aluminium, Magnesium)
  • Branchen: Automobilindustrie und deren Zuliefer, Industrie, Konsumgüter
  • Hauptsitz: Schaffhausen, Schweiz
  • Mitarbeiter: rund 5500 weltweit
  • Standorte: 11 Produktionsstandorte in Europa, USA, Asien, Fertigungspartnerschaften in Nordamerika, Japan, Indonesien, 2 Standorte für F & E in China und der Schweiz
  • Umsatz in 2016: mehr als 1,2 Mrd. Euro
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