Intralogistik: Gassi gehen 4.0

Intralogistik

Gassi gehen 4.0

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Nach intensiven Tests hat das Logistikunternehmen L.I.T in drei intelligente Kommissionierfahrzeuge vom Typ iGo neo CX 20 des Herstellers Still investiert. Eine erste Bilanz zeigt, dass die Prozesse im Bremer Distributionszentrum effizienter und die Mitarbeiter deutlich entlastet wurden.
Die L.I.T Lager & Logistik GmbH gehört zur L.I.T. AG mit Sitz in Brake und bietet ganzheitliche Logistik-Lösungen rund um die Supply Chain – vom netzwerkgesteuerten Materialfluss und der Beschaffung über den innerbetrieblichen Produktionsablauf bis hin zur Kundenlieferung inklusive Zollabwicklung. Im neuen Distributionszentrum in Bremen werden unter anderem Waren für einen Anbieter von Geschenkartikeln und Wohnaccessoires gelagert und kommissioniert.
Das klassische Kommissionierlager erstreckt sich auf einer Fläche von 21 000 m² und besteht aus den Bereichen Schmalgang-, Breitgang-, Block- und Kommissionierlager. Insgesamt werden hier je nach Saison bis zu 6000 Artikel bevorratet. Das Herzstück ist eine Hochregalanlage mit 30 Regalgängen mit einer Länge von jeweils 100 m. Die Fachlast liegt durchschnittlich bei 3200 kg. Insgesamt lassen sich hier 40 000 Paletten einlagern. Je nach Auslastung arbeitet das Lager ein- oder zweischichtig.
Die größte Herausforderung für die Bremer Logistiker ist es, die Warenströme und Prozesse im Lager so aufeinander abzustimmen, dass die Durchlaufzeiten minimiert, der Ausschuss reduziert und Verschwendung in allen Bereichen vermieden wird. „Der innerbetriebliche Materialfluss ist in unserem Lager so organisiert, dass die einzelnen Bereiche und Abläufe voneinander abhängig sind“, erläutert Thimo Schulz, Kaufmännischer Leiter und Prokurist bei L.I.T. „Das bedeutet, dass unter gewissen Rahmenbedingungen der eine Bereich Rücksicht auf den anderen nehmen muss, was sich negativ auf die Umschlagleistung auswirkt. Um die Prozesse effizienter gestalten zu können, mussten wir sie analysieren, aufeinander abstimmen und Synergien nutzen.“ Und nicht zuletzt sollten die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, der Arbeitsschutz und die Sicherheit im Lager verbessert werden.
Bei all diesen Neuerungen war die Anschaffung zusätzlicher Flurförderzeuge im Kommissionierbereich ein zentraler Punkt. Der Hamburger Intralogistikspezialist Still empfahl dem Logistikunternehmen an dieser Stelle den iGo neo CX 20. „Still hat uns stets kompetent beraten und außerdem haben wir schon viele Produkte der Hamburger im Einsatz“, so Rolf Frerks, Projektleiter Standort Bremen bei L.I.T. „Deswegen haben wir auch diesmal wieder auf Still gesetzt.“ Dabei hat die Bremer in der Vergangenheit nicht immer allein die Technik überzeugt, sondern auch die persönliche und verbindliche Beratung durch den Außendienst von Still. Inzwischen ist der neue Kommissionierwagen im Lager von L.I.T. eine feste Planungsgröße für mittlere und große Kommissionieraufträge.
Die Artikel, die kommissioniert werden müssen, zeichnen sich durch eine heterogene Verpackungsstruktur aus. Die Mitarbeiter müssen deswegen neben kleineren Artikeln oft auch große und schwere Lasten kommissionieren. Das ist mit dem neuen Wagen nun deutlich einfacher geworden, denn das Modell interagiert mit dem Bediener und folgt ihm beim Kommissionieren auf Schritt und Tritt. Der Mitarbeiter kann sich ganz auf seine Aufgabe konzentrieren und ungehindert arbeiten. Bei der Abarbeitung der Aufträge entfällt zudem ein zeitaufwändiges Auf- und Absteigen vom Fahrzeug. „Die Zufriedenheit der Mitarbeiter hat bei uns einen hohen Stellenwert“, versichert Projektleiter Frerks. „Mit dem neuen Wagen können sie konzentrierter arbeiten und werden außerdem entlastet.“
Je nach Wunsch des Bedieners fährt das Gerät ergonomisch bis zur ersten oder zweiten Palettenposition vor. Der Mitarbeiter muss selbst nur noch kurze Strecken mit der Last zurücklegen. Mit der Funktion „Automation on Demand“ kann er jederzeit entscheiden, ob er das Fahrzeug manuell oder autonom einsetzen möchte, um seine Pickleistung zu steigern. Die am Fahrzeug integrierte Personenschutzanlage garantiert dabei, dass Personen im Umfeld des Fahrzeugs und die Umgebung geschützt sind. Der Wagen ist mit einem Laserscanner ausgestattet, der eine Panoramaerkennung über 180 Grad liefert. Mit dieser Technik ist ein vorausschauendes Fahren sicher gestellt. Hindernisse werden früh erkannt und intelligent eingeschätzt. Dadurch wird ein angepasstes und sanftes Fahrverhalten möglich. Eine spontane Vollbremsung, bei der die Ware auf den Gabeln beschädigt werden kann, ist somit ausgeschlossen.
Das Fahrzeug hat so etwas wie ein Kurzzeitgedächtnis, denn es kann sich merken, welche Hindernisse passiert wurden. Das Modell unterscheidet dabei sogar zwischen statischen und dynamischen Hindernissen. Diese Funktion sorgt insgesamt für mehr Sicherheit im Alltag. Hierzu trägt auch der automatische Zugang zum Fahrzeug bei, der über eine so genannte FleetManager-Karte geregelt ist. So kann das Fahrzeug nur von Mitarbeitern genutzt werden, die auch eine Berechtigung haben.
„Wir konnten das Modell gut in unsere Abläufe integrieren und unsere Prozesse im Hinblick auf Industrie 4.0 ein stückweit effizienter gestalten“, versichert Thimo Schulz. „Still hat uns bei der Integration der Fahrzeuge in unsere Lagerstruktur konstruktiv begleitet. Außerdem wurden Software-Updates erstellt, die unser spezielles Lagerlayout und die individuellen Prozesse berücksichtigen.“ (ub)

Der Anwender
Die L.I.T. AG mit Sitz in Brake begann ihre Geschäftstätigkeit 1988 als Spedition. Heute bedient die Gruppe als Logistikdienstleister die gesamte Logistikkette von der Lagerung über den Transport und den kundenspezifischen Services bis hin zur termingerechten Anlieferung. Im Fokus steht dabei die Entwicklung ganzheitlicher Logistikkonzepte, die individuell abgestimmt sind. Die Kunden kommen unter anderem aus der Automobil- und Zulieferindustrie, aus dem Handel und der Industrie. Mit der L.I.T. Speditions GmbH, der L.I.T. Cargo GmbH und der L.I.T. Lager & Logistik GmbH gliedert sich die AG in drei eigenständige Bereiche. Mit 1600 Mitarbeitern erzielte die Gruppe 2016 einen Umsatz von 230 Mio. Euro. Neben dem Hauptsitz in Brake betreibt das Unternehmen Standorte in Bremen, Minden, Rinteln, Holzminden, Lübbenau, Worms, Köln und Münster sowie in Polen, Holland und England.
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