Lineartechnik: Workout in virtuellen Welten

Lineartechnik

Workout in virtuellen Welten

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Bei nichtlinearen Bewegungen ist Lineartechnik gefragt, die hohe Lasten sicher bewegt und optimal auf die Anwendung abgestimmt ist. Die Curviline von Rollon macht dies möglich.

Johannes Scholl steigt auf den Apparat, setzt eine Virtual Reality-Brille auf und hebt ab. Er gleitet über einen schmalen Fluss, vorbei an einem spektakulären Bergmassiv. Kurz vor einer Wolkenfront verlagert er sein Gewicht und geht in den Sturzflug über. Doch im Gegensatz zu seinem historischen Vorbild Ikarus endet das Abenteuer des Industriedesigners nicht im Wasser. Scholl ist der kreative Kopf hinter dem Leichtmetallrahmen, der auf einen massiven Ständer montiert und entlang seiner Querachse um 50 Grad frei schwenkbar ist. Schon eine leichte Muskelspannung genügt und die Sensoren des in alle Richtungen beweglichen Gestells übertragen die neue Körperlage in die Flugsimulation. Das ermöglicht nicht nur atemberaubende Aussichten, sondern auch das Training aller Muskelgruppen.

„Icaros erlaubt es dem Nutzer, verschiedene dynamische Positionen in der Rollachse und Kippachse einzunehmen“, erläutert Geschäftsführer Johannes Scholl das Prinzip. Der zweite Geschäftsführer von Icaros, Michael Schmidt, ergänzt: „Die primäre Herausforderung für Design und Konstruktion bestand darin, dass selbst bei schnellen Lastwechseln und Schwerpunktverlagerungen jederzeit eine reibungsarme und weiche Bewegung gewährleistet sein muss.“ Deshalb suchten sich die beiden Geschäftsführer für die Lineartechnik einen ausgewiesenen Experten und entschieden sich für den Komplettanbieter Rollon.

Die Düsseldorfer Spezialisten empfahlen für diese Aufgabe aus ihrem umfangreichen Portfolio Curviline Bogenführungen mit Radiallagern. Das System ist elektrolytisch verzinkt und setzt sich aus einer Schiene sowie einem oder mehreren Läufern zusammen. Curviline eignet sich für Anwendungen, bei denen sowohl geradlinige als auch gebogene Bewegungen erforderlich sind – wie es bei dem Fitnessgerät der Fall ist. Normalerweise kommen die Bogenführungen im industriellen Umfeld und beim Bau von Schiffen und Schienenfahrzeugen zum Einsatz. Entsprechend robust sind sie ausgeführt, um Schutz vor Korrosion nach ISO 2081 zu gewährleisten. Sie eignen sich für Maschineneinhausungen, Türsysteme oder Verpackungsstationen. In letzteren gewährleisten sie den gleichmäßigen Lauf gerundeter Sicherheitstüren. 60 bis 90 kg bringt eine Echtglasscheibe auf die Waage – eine Gewichtsklasse, die e auch die meisten Benutzer von Icaros besitzen.

Sportliche Herausforderung

Die Bogenführungen von Rollon sind in verschiedenen Versionen mit konstanten und variablen Radien in den Schienenbreiten 16,5 und 23 mm verfügbar. Eine einzelne Schiene kann sowohl gebogene als auch gerade Teilstücke aufweisen. Abhängig vom Anwendungsfall ermöglichen die stahlverzinkten Schienen Verfahrwege von über 3000 mm und die Läufer Geschwindigkeiten bis 1,5 m/s. Vier paarweise angeordnete Rollen halten die Vorspannung über die gesamte Schienenlänge. Die beweglichen Rollenaufnahmen und der paarweise Einsatz von konzentrischen und exzentrischen Rollenzapfen sorgen auch bei komplizierten Schienenverläufen für einen gleichmäßigen Lauf. Das Einstellen des Läuferkorpus erfolgt durch einfaches Verstellen der Rollenzapfen – spielfrei oder mit Vorspannung auf die Schiene.

Weiche Bewegungen bei schnellen Lastwechseln

Für Icaros realisierte Rollon die Schiene maßgeschneidert mit Wunsch-Radius und in Wunsch-Länge. Zusammen mit der Kippachse bildet die Curviline-Bogenführung das Herzstück des Trainingsgerätes. Es ermöglicht dem Sportler, sich in zwei Achsen frei zu bewegen – ohne dass große Kräfte zur Positionsveränderung benötigt werden.

Das Prinzip: Während Unterarme und Schienbeine auf dem Stahlgestell aufliegen, gilt es durch geschicktes Balancieren das Gleichgewicht zu halten. Der Bogen mit dem Radiallager in Bauchhöhe erlaubt, dass sich der komplette Rahmen durch eine Verlagerung des Schwerpunkts nach rechts oder links neigt. Dank der präzisen Bewegungsübertragung entscheiden während des Trainings nur wenige Zentimeter über die Lage im Flugsimulator. Sind Hüfte und Oberkörper zu weit vorne, kippt der Sportler mit dem Kopf Richtung Boden. Eine nach hinten gerichtete Hüfte bewirkt das Gegenteil. Eine Beugung nach rechts oder links neigt das Gerät in die entsprechende Richtung. Johannes Scholl: „Alle Neigungswinkel werden von einem Controller mit integrierten Sensoren erfasst. Der Controller sorgt dafür, dass die eigens dafür entwickelte Spielumgebung auf einem Virtual Reality- Headset dargestellt wird. Auf diese Weise interagiert der Nutzer mit seinem ganzen Körper in der virtuellen Welt.“

Angefangen hat alles 2011 mit einer Idee für Scholls Diplomarbeit. Daraus ist ein Start-up mit serienreifem Produkt geworden. Seit 2015 arbeitet die Icaros GmbH am Flug durch virtuelle Welten. „Icaros soll das klassische Fitnesstraining revolutionieren. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Workout und Gaming zu verschmelzen, um Spieler und Sportler zu begeistern und zu motivieren“, so Michael Schmidt. Und der Erfolg gibt ihnen Recht: Die ersten 50 Vorserien-Exemplare sind bereits fast alle verkauft.

Klaus Hermes, Marketingleiter Rollon GmbH, Düsseldorf

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