Industrie 4.0: Digitalisierung kommt nur schleppend voran

Industrie 4.0

Digitalisierung kommt nur schleppend voran

Hängeordner sind im Zeitalter der Digitalisierung ein Auslaufmodell. Bild: AjF / Fotolia
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Viele Unternehmen klagen über eine schleppende Digitalisierung. Rechtliche Hürden bei der Nutzung von Daten, Sorgen um die IT-Sicherheit und Fachkräftemangel bremsen die Entwicklung.
Ein digitales Archiv, das einen Keller voll mit Papierakten ersetzt. Drohnen, die in der Landwirtschaft punktgenau Pestizide ausbringen. Digitale Plattformen, mit denen sich neue Kunden erreichen lassen. Die Erkenntnis, dass die Digitalisierung für Unternehmen aus allen Branchen große Chancen bietet, ist bei Geschäftsführern und Vorständen angekommen.
Dennoch beklagen praktisch alle Unternehmen, dass sie bei der digitalen Transformation auf Hürden stoßen. In einer repräsentativen Umfrage unter 503 Firmen aller Branchen gab kein einziges Unternehmen an, dass die Digitalisierung ohne Hemmnisse verlaufe. 7 % wissen es nicht oder können keine Angaben machen. Die Befragung wurde im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Die größten Schwierigkeiten gibt es demnach bei Datenschutz und IT-Sicherheit, beim Personal sowie bei internen Abstimmungen. So geben jeweils 4 von 10 Unternehmen an, dass die Anforderungen an den Datenschutz (38 %) sowie die IT-Sicherheit (37 %) die digitale Transformation behindern. Jeweils 3 von 10 Unternehmen sagen, es fehle an Akzeptanz in der Belegschaft (29 %) sowie geeigneten Fachkräften mit Digitalkompetenz (28 %).
Ähnlich häufig werden fehlende Vorgaben aus der Geschäftsleitung (27 %) und langwierige Entscheidungsprozesse (25 %) beklagt. Und 16 % sehen sich durch eine fehlende Investitionsbereitschaft behindert. Die Unternehmen haben auch klare Erwartungen an die Politik, wie die Digitalisierung in Deutschland beschleunigt werden könnte. Neben einem flächendeckenden Breitbandausbau mit mindestens 50 Mbit/s, den 59 % fordern, stehen ein höheres Engagement bei IT-Sicherheit, etwa mit mehr Mitteln für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), sowie bildungspolitische Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel (je 52 %) im Mittelpunkt.
„Jedes Unternehmen muss für sich eine Digitalstrategie entwickeln. Wenn erst einmal klare Ziele festgelegt sind, wird die Abstimmung im Unternehmen viel einfacher“, ist sich Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sicher. „Teil einer Digitalstrategie sollte auch die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern sein. Wer über qualifiziertes Personal verfügt, der kann auch mit Anforderungen durch den Datenschutz und mit dem zentralen Thema IT-Sicherheit deutlich besser umgehen.“ (ub)
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