Auslandsmarkt Iran: Maschinenbauer warnen vor Wachstumsbremsen

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Auslandsmarkt Iran

Maschinenbauer warnen vor Wachstumsbremsen

Die deutschen Maschinenexporte in den Iran sind im vergangenen Jahr dennoch um 37 % auf 759 Mio. Euro gestiegen Bild: luzitanija/Fotolia.
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Die deutschen Maschinenexporte in den Iran haben 2016 deutlich zugelegt. Trotz des Aufschwungs sieht die Branche weiterhin zahlreiche Handelshürden.

Bei den Präsidentenwahlen im Iran am 19. Mai wird auch darüber entschieden, ob der Kurs einer wirtschaftlichen und – vorsichtigen – politischen Öffnung des Landes fortgesetzt werden soll. Die Maschinenbauer in Deutschland wollen diesen Prozess laut dem Branchenverband VDMA weiterhin als verlässliche Geschäftspartner begleiten, auch wenn sich längst nicht alle Hoffnungen seit Inkrafttreten des Nuklearabkommens erfüllt hätten. Denn noch immer gebe es viele praktische Hürden, welche den Aufschwung zwangsläufig abbremsen. Die deutschen Maschinenexporte in den Iran sind im vergangenen Jahr dennoch um 37 % auf 759 Mio. Euro gestiegen. „Das ist unter diesen Umständen ein respektables Ergebnis“, sagt Ulrich Ackermann, Leiter VDMA Außenwirtschaft.
Auch die Iran Oil Show Anfang Mai in Teheran brachte ermutigende Signale. „Weniger Kontakte, aber deutlich mehr Substanz“, lautete die Bilanz vieler deutscher Aussteller. Als Haupthindernisse wurden unverändert fehlende Finanzierungen genannt sowie teilweise gravierende Schwierigkeiten bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Noch immer seien viel zu wenige internationale Banken im Irangeschäft aktiv.
Sollte die Präsidentenwahl den wirtschaftlichen Öffnungskurs des Irans bestätigen, kommt die Politik in Zugzwang. Dann müsse die EU in wirtschaftlicher Hinsicht liefern, mit Gütern, Technologien und auch der einen oder anderen Investition, so der VDMA. „Dies würde zudem den auf Konfrontationskurs liegenden Hardlinern beider Seiten den politischen Teppich unter den Füßen wegziehen“, betont Ackermann.
Manche Hemmnisse könne die Wirtschaft laut VDMA selbst bekämpfen, beispielsweise die oft überzogene Compliance-Praxis im Zahlungsverkehr oder die Flut unnötiger Absicherungsanträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Dies gehe jedoch nicht ohne Politik und Behörden. Dabei sieht der Verband konkreten Handlungsbedarf: In Deutschland politisches Vertrauen schaffen und die Eigenverantwortung der Unternehmen respektieren und fördern. Auch die schlechte Visa-Situation an der völlig überlasteten deutschen Botschaft in Teheran müsse endlich spürbar verbessert werden. „Dies ist seit Jahren ein ernstes Hindernis sowohl für die wirtschaftlichen als auch zivilgesellschaftlichen Beziehungen zwischen dem Iran und Deutschland“, resümiert Ackermann. (bö)
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