Elektronik sorgt für optimierten Warentransport

Barcode und Transponder stellen die Lagerlogistik

Sind die Stabler mit Identifikationssystemen versehen und über ihre RS 232- Schnittstellen mit einem Teklogix-Datenfunksystem verbunden, lassen sich Fahrwege optimieren sowie Leerfahrten und Wartezeiten vermeiden (Bild: Baumer Ident)
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Berührungslose Identifikationssysteme auf Transponderbasis sorgen dafür, daß Waren rechtzeitig und in der georderten Menge zum Kunden kommen. Wie sie das Produktionszwischenlager organisieren, zeigt das Beispiel eines Unternehmens der Papierindustrie.

Bob Forslund ist Mitarbeiter der Baumer Ident GmbH, Weinheim

Es gibt sie kaum noch, die homogenen, gleichen Produkte, die in großen Stückzahlen gefertigt werden. Papierfabriken, wo der Kunde zwischen unzähligen Sorten wählen kann, machen hier keine Ausnahme. Für einen reibungslosen Fluß in der Logistik sorgen Transponder.
Diese Systeme werden eingesetzt, um gestapelte Papierrollen oder einen Lagerplatz zu identifizieren. OIS-BC-Barcodeleser und das festcodierte Transpondersystem OIS-L liefern die Informationen, die per Datenfunk online zwischen Staplerfahrzeugen und Lagerverwaltungsrechner übertragen werden. Die Staplerfahrzeuge sind mit modernen Identifikations- und Datenübertragungssystemen ausgerüstet und so zu intelligenten Umschlagmaschinen geworden.
Um die voluminösen und bis zu 1000 kg schweren Güter im Bodenlager zu bewegen und zu lagern, müssen sowohl Abläufe als auch Aufbau und Kennzeichnung anders organisiert werden als beispielsweise in Flach- oder Hochregallagern. Barcodierungen auf dem Hallenboden weisen Nachteile auf: Beispielsweise können sie durch Schmutz verdeckt sein. Ebenso unpraktikabel ist es in den meisten Fällen, die Lagerplätze durch Koordinaten in Klarschrift zu kennzeichnen, da so die gleichen Schwierigkeiten wie mit Barcodes auftreten.
Diese Probleme lassen sich mit elektronischen Datenspeichern – sogenannten Transpondern – – lösen. Ihre Übertragungsreichweite ist von der üblichen Verschmutzung eines Hallenbodens oder einer vorhandenen Eisenarmierung weitgehend unabhängig. Sie können auch ohne optischen Kontakt gelesen werden. Darüber hinaus werden sie per Kernlochbohrer und Epoxyharz-Verguß so geschützt in den Hallenboden eingelassen, daß weder mehrere Tonnen schwere Stapler noch die Lagergüter selbst sie beschädigen können.
Über hundert Lagerplätze nehmen in der Papierfabrik die Rollen auf, die aus der Produktion kommen, und dienen als Zwischenpuffer für die Weiterverarbeitung. Jeder dieser Stellplätze ist mit fixcodierten Transpondern Typ 76 LD 19 eindeutig gekennzeichnet. Sie enthalten einen laserprogrammierten Festcode mit 64 bit. Auf bis zu 40 bit wird die Nutzinformation, beispielsweise die Stellplatznummer, als Unikat fest und unveränderlich dargestellt. Die verbleibenden 24 bit sichern die Datenübertragung.
Barcodeleser am Papierrollenstapel immer auf der Höhe
Um die Transpondernummer auszulesen, besitzt jeder Stapler eine Antenne, die an der Unterseite des Gabelbaums befestigt ist. Das Antennenfeld dieser Leseeinheit wurde den Erfordernissen angepaßt und auf 70 cm x 35 cm vergrößert. Dadurch kann die Stellplatz-Identnummer sicher ausgelesen werden, auch wenn das Fahrzeug weniger exakt positioniert ist. Die Energie für den Lesevorgang wird induktiv während der Positionierung des Staplers an den im Boden eingelassenen, batterielosen Transponder übertragen. Der Lesevorgang erfolgt im Frequenzbereich von 125 kHz. Der Controller des OIS-L-Lesegerätes ist in einem separaten Gehäuse auf dem Dach des Staplers installiert – zusammen mit der Auswerteeinheit des Barcodelesesystems, das die Paletten identifiziert, auf denen die Papierrollen sitzen.
Die Papierrollen sind in der Lagersteuerung über ihren Barcode mit der Strichkodierung auf der Palettenkante verbunden. Pro Fahrzeug ist ein CCD-Scanner EVS 128 aus der Barcodeleser-Systemfamilie OIS-BC montiert. Er ist in einem Schutzrahmen zwischen den Auflageflächen der Hubgabel angebracht. Der Vorteil: Der Scanner verfährt mit dem Lastaufnahmemittel und liest das Etikett auch bei gestapelten Rollen immer aus kürzester Entfernung und unter optimalem Blickwinkel. Dies trägt wesentlich zu einer schnellen Identifikation bei, ohne daß der Staplerfahrer absteigen muß.
Das Lesegerät kann alle gängigen Barcodetypen identifizieren und verfügt dank CCD-Technologie über ein gutes Lesevermögen.
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