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Beweglich wie eine Hand

Durch seine kompakte Bauweise kann der neue Crossbar-Roboter mehr Teile pro Minute befördern Bilder: Schuler
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Der neue Crossbar-Roboter von Schuler ist leichter, kompakter und schneller als sein Vorgänger. Das Modell sorgt dafür, dass geformte Bleche innerhalb der Pressenlinie sicher und direkt von einer Stufe zur nächsten transportiert werden.

„Durch seine kompakte Bauweise und die hochdynamischen Servomotoren kann der neue Crossbar-Roboter mehr Teile pro Minute befördern“, erklärt Reiner Dörner, Leiter Produktmanagement, Entwicklung & Projektierung bei Schuler Automation in Gemmingen. Lag die Ausbringungsleistung einer mit dem Vorgänger-Modell ausgerüsteten Pressenlinie bei maximal zwölf Teilen pro Minute, sind jetzt bis zu 14 Teile pro Minute möglich. Noch befindet sich der Nachfolger in der Testphase, die Freigabe soll in den nächsten Monaten erfolgen.

Die Maschinen werden hängend montiert und ähneln in ihrer Bewegung und in ihrem Freiheitsgrad einem menschlichen Arm. Allerdings greift der Roboter die Bleche nicht mit den Fingern, sondern nimmt sie mit Unterdruck und Saugern auf, positioniert sie gegebenenfalls neu und gibt sie wieder ab. Möglich wird dies durch eine moderne Steuerungstechnik, die perfekt auf die Pressen abgestimmt ist. Eingelernt wird der Roboter über ein mobiles Handbediengerät.
In Frage kommen die Crossbar-Roboter für die Automatisierung neuer Pressenlinien, sind aber auch im Rahmen einer Retrofit-Aktion zum Nachrüsten von bestehenden Anlagen geeignet. Seit der Einführung vor fünf Jahren wurden weltweit bislang über 80 Modelle an verschiedene Autobauer und Zulieferer verkauft. Unter anderem an Volkswagen in Hannover, wo die Karosserieteile des Porsche Panamera gepresst werden. Weitere Crossbar-Roboter gingen neben Deutschland in die USA, nach Schweden, Brasilien, Indien und China.
Wie sein Vorgänger basiert das Gerät auf einem praxiserprobten sechsachsigen Standard-Roboter, den die Ingenieure von Schuler um ein weiteres Gelenk ergänzt haben, dem so genannten Crossbar mit dem daran befestigten Tooling. Dieses nimmt am Ende die Bleche auf. „Zusammen bilden die Komponenten sozusagen die Hand des Roboterarms“, erklärt Reiner Dörner. Mit der hängende Fahrbahn erhöhen sich die Zahl der Achsen von sechs auf acht und damit auch der Bewegungsspielraum. Das ist vor allem beim Transport von großen Teilen wie etwa dem typischen Porsche-Kotflügel ein echter Vorteil. Die maximale Traglast beträgt 90 kg. Nach Abzug des Toolings bleibt ein Höchstgewicht von 60 kg für die Teile.
Für viele ältere Pressenlinien kann eine Nachrüstung mit Crossbar-Robotern zu einem echten Quantensprung in der Produktivität führen. Oft werden hier noch die Teile zwischen zwei Pressen von einem Feeder entladen, vorübergehend abgelegt und von einem anderen Feeder in die nächste Stufe geladen. Die neuen Roboter transportieren die Teile auf direktem Wege und ersetzen dadurch jeweils zwei Geräte einschließlich Tooling plus Ablagestation. „Durch die hängende Fahrbahn kann der Abstand zwischen den Pressen ohne Probleme zehn Meter betragen“, versichert Reiner Dörner. „Und der Zwischenraum bleibt für Wartungsarbeiten frei zugänglich.“ ub
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