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Branche steht vor radikalem Wandel

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Branche steht vor radikalem Wandel

Im Geschäft mit Fahrzeugkomponenten ist mit deutlichen Gewinnverlagerungen zwischen den Segmenten und teilweise auch auf neue Anbieter zu rechnen. Bild: ZF Friedrichshafen
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Automobilzulieferer | Den weltweiten Lieferanten stehen revolutionäre Veränderungen bei Technologien und neuen Mobilitätskonzepten bevor. Eine neue Studie von Roland Berger und Lazard analysiert die Trends einer Branche, die im Vorjahr noch Rekordgewinne eingefahren hat, deren Aufwärtstrend jetzt aber ins Stocken gerät.

Ein tendenziell rückläufiges Umsatzwachstum und revolutionäre Veränderungen bei neuen Technologien und Mobilitätskonzepten bereits in naher Zukunft – die Entwicklung der weltweiten Automobilzulieferer ist von einer deutlich höheren Unsicherheit geprägt. Um ein Bild über den aktuellen Zustand sowie Trends und Herausforderungen der Branche zu erhalten, haben die Marktbeobachter von Roland Berger und Lazard mehr als 600 internationale Zulieferer analysiert. Die zentralen Ergebnisse versammelt die neue „Global Automotive Supplier Study 2016“. Demnach haben die Unternehmen 2015 mit einem Rekordwert von 7,4 % Ebit-Marge erneut ein sehr gutes Jahr erlebt. „Wenn man sich die Rekordgewinne ansieht, erscheint die Lage der internationalen Automobilzulieferer auf den ersten Blick sehr gut“, sagt Felix Mogge, Partner bei Roland Berger. Doch die Volatilität in der Branche hat erheblich zugenommen und das Umsatzwachstum hat sich deutlich verlangsamt. Laut der Studie wird die globale Fahrzeugproduktion in diesem Jahr und darüber hinaus mit rund 2 % jährlich nur mäßig zulegen.

Für 2016 steht neben einer möglichen Abkühlung des Marktes vor allem der sich abzeichnende Umbruch der Branche auf der Agenda der Zuliefererunternehmen. „Die aktuellen Entwicklungen zeigen sehr deutlich, dass die globale Automobilindustrie vor dem größten Umbruch ihrer Geschichte steht“, sagt Lazard-Direktor Christof Söndermann. Disruptive technologische Trends und völlig neue Geschäftsmodelle für die Automobilnutzung würden den Zulieferern in den nächsten zehn Jahren sicherlich gute Chancen versprechen– doch es bestehe auch enorme Unsicherheit, wann und wo genau sich diese Chancen ergeben würden. Das Marktvolumen für Fahrzeugkomponenten wird der Studie zufolge von rund 700 Mrd. Euro 2015 auf über 850 Mrd. Euro im Jahr 2025 steigen.
Dabei sei jedoch mit deutlichen Gewinnverlagerungen zwischen den Segmenten und teilweise auch auf neue Anbieter zu rechnen, heißt es. So nimmt die Elektromobilität weiter Fahrt auf. Die Studienautoren gehen davon aus, dass der Markt für E-Fahrzeuge in den nächsten zehn Jahren um das Sieben- bis Zehnfache zulegen wird. Zulieferern für Elektroantriebe winken beträchtliche Wachstumschancen, und jene von Fahrassistenzsystemen und automatisierten Fahrfunktionen befinden sich in einem Markt, der um das Fünffache wachsen und bis 2025 ein globales Volumen von fast 30 Mrd. Euro erreichen dürfte. Allerdings sei der Markt auch durch härteren Wettbewerb gekennzeichnet.
Jedenfalls müssen sich die Zulieferer auf stärkere Konkurrenz durch neue Anbieter von außerhalb der Branche gefasst machen. Aktives Portfoliomanagement wird deshalb weiter an Bedeutung gewinnen. Doch intensiver Wettbewerb um attraktive Übernahmeziele sowie hohe Kaufpreise machen Wachstum durch Zukäufe schwierig. Laut der Studie kommt es darauf an, weit über die nächste Fahrzeuggeneration hinauszudenken, Szenarien zu planen und die eigene Produktentwicklung innovativer zu gestalten.
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