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C-Artikel über das Internet auswählen und bestellen

Cacontent: Software verwaltet Beschaffungskataloge
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Mittlerweile trennt sich im Internet-Handel die Spreu vom Weizen. Der Vorteil: Endlich geraten auch jene Unternehmen ins Blickfeld, die sich bisher weniger schillernd, dafür aber erfolgreich auf den B2B-Märkten etabliert haben.

Andrea Lehr ist Journalistin in Frankfurt

Zunächst stand das Business-to-Consumer-Segment im Fokus der Diskussionen um die Zukunft des E-Commerce. Schnell wurde jedoch klar, dass unter anderem fehlende Sicherheiten im Zahlungsverkehr sowie ein schnell wachsender Wettbewerb die Margen im B2C-Handel gegen Null gehen ließen. Dann wurde Business-to-Business zum Erfolgsgarant für eine neue Generation von E-Commerce-Anbietern ausgerufen. Wieder entstanden eine ganze Reihe neuer Geschäftsideen und virtueller Marktplätze. Schon klagen einige Business-Portale über mangelnde Kundschaft. Allerorten Katzenjammer?
Unter allen Handelsformen im Internet hat sich die elektronische Beschaffung von Waren und Gütern in den letzten zwei bis drei Jahren am stärksten und erfolgreichsten weiter entwickelt. Eines der E-Business-Konzepte, mit dem Unternehmen heute schon Profite erwirtschaften, ist die elektronische Beschaffung (E-Procurement) von sogenannten C-Artikeln via Internet. Der Erfolg von E-Procurement ist in der Tatsache begründet, dass bei dieser Form des Geld- und Warenverkehrs sowohl Ein- als auch Verkäufer bemerkenswerte Gewinne realisieren: Der Einkäufer profitiert von dem enormen Einsparpotenzial, das in der Senkung der Transaktionskosten im internen Bestellwesen liegt.
Zusätzlich ergeben sich durch den Eintritt in virtuelle Einkaufsgenossenschaften Möglichkeiten, Rabatte in Anspruch zu nehmen. Lieferantenseitig vereinfachen sich die internen Geschäftsprozesse, wenn der Warenkatalog in eine elektronische Form überführt und beispielsweise an die interne Lagerhaltung angebunden wird. Durch die Nutzung von E-Business erweitert sich der Kundenkreis.
Eines der Internet-Unternehmen, die schon heute erfolgreiche E-Procurement-Systeme beim Kunden einführen, ist die in Mainz-Kastel beheimatete Cacontent GmbH. Das Unternehmen zeichnet sich durch eine besondere Kompetenz bei der Analyse der Geschäftsprozesse bei der internen Beschaffung aus. Gleichzeitig entwickelte das Unternehmen gemeinsam mit dem Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) einen Internetstandard für Warenkataloge (BMEcat), der die Basis der virtuellen Kommunikation der Datensysteme beim elektronischen Einkauf bildet.
Die E-Procurement-Software ProcureCA, mit der ein Kunde auf die elektronischen Warenkataloge zugreift, liefert das Internet-Handelshaus gleich mit. Die Aufgaben der Software: Sie soll die Materialbeschaffungskosten beim Kunde senken, die Geschäftsprozesse bei Kunden und Lieferanten vereinfachen sowie in der Lage sein, Rabatte durch Pooling zu realisieren.
ProcureCA ist eine Client-Server-Intranet/Internet-Anwendung zur Gestaltung von Katalogartikel-Beschaffungsprozessen. Mit dieser Software können Bedarfsträger oder interne Kunden über Internet-Browser wie beispielsweise Netscape oder Internet-Explorer aus verschiedenen multimedialen Katalogen direkt ihren Bedarf decken. Die Anwendung arbeitet lieferantenunabhängig. In ProcureCA können beliebig viele unterschiedliche Lieferanten und deren Kataloge in ProcureCA abgebildet werden.
Softwarelösung ermöglicht dezentralen Einkauf von C-Teilen
Dabei ist ProcureCA mehr als ein Internet-Shopping-System. Es ist verfügbar im Intranet, im Internet und Extranet und bietet dem Anwender eine vollständige Kontrolle. Alle benötigten Lieferantenkataloge werden zentral verwaltet. So kann auch der dezentrale Einkauf von Tochtergesellschaften und Niederlassungen über einen zentralen Knotenpunkt gesteuert und kontrolliert werden. Über bereits definierte Schnittstellen kann die Software in die Unternehmens-DV (Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung, SAP) eingebunden werden.
Die beiden Firmengründer, Christian Konhäuser und Manuel Delvo, entwickelten auf der Basis einer hausinternen Analyse der Abläufe im Beschaffungswesen die Beschaffungssoftware. Die Vorteile der Lösung liegen nach Ansicht des Unternehmens auf der Hand: Eine Vielzahl von Transaktionen bei der Bestellung eines Artikels fallen dadurch entweder nicht mehr an oder werden online mit großer Zeitersparnis abgewickelt. Ein einzelner Bleistift, der einschließlich der Kosten einer aufwendigen Einkaufsprozedur sage und schreibe 280 DM kostet, schlägt nun mit nur noch 35 DM zu Buche. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße fallen bei der Materialbeschaffung Transaktionskosten an, die durch eine überlegte E-Procurement-Lösung enorme Einsparpotenziale beinhalten.
Kern der elektronischen Beschaffungslösung von Cacontent liegt darin, Auswahl- und Bestellvorgänge für C-Artikel sowohl auf Kunden- als auch auf Lieferantenseite zu rationalisieren und online abzubilden. Konkret bedeutet dies, dass der Einkauf von C-Artikeln innerhalb eines Unternehmens dezentralisiert auf die Mitarbeiter verteilt wird, die den Bedarf tatsächlich haben. Diese Mitarbeiter außerhalb des zentralen Einkaufs werden mit einem festgelegten Online-Budget ausgestattet. Mit diesem können sie die benötigten Artikel online in einem genau definierten Warenkatalog zu einem vom zentralen Einkauf ausgehandelten Preis bestellen.
Der zentrale Einkauf wird durch die Beschaffungslösung von der zeitraubenden Kleinarbeit beim Bearbeiten einzelner Bestellungen durch einzelne Mitarbeiter entlastet und kann sich wieder qualifizierten, nicht standardisierbaren Aufgaben zuwenden, beispielsweise der strategischen Verhandlung von Großrabatten sowie dem Einkauf teurer Maschinen und Anlagen.
Cacontent tritt am Markt als Internet-Handelshaus auf. Es handelt Preise aus und gibt die Rabatte entsprechend der bestellten Menge an die Unternehmen weiter. Im Gegenzug berät und unterstützt das Unternehmen die Lieferanten beim Übertragen ihrer Katalogdaten in das richtige Format.
Christian Konhäuser, Cacontent GmbH: „E-Procurement ist für Einkäufer das Medium der Zukunft“
Christian Konhäuser, Mitbegründer und Geschäftsführer der Cacontent GmbH, über Zukunftschancen des E-Procurement und über die Anwender der Beschaffungslösung ProcureCA.
?Wer sind die Anwender von ProcureCA?
! Interessant ist die Lösung für alle Unternehmen, die im großen Stil Katalogartikel einkaufen. Es melden sich auch kleine und mittelständische Betriebe, die von den günstigen Einkaufsmöglichkeiten auf unserem elektronischen Marktplatz profitieren möchten. Und nicht zuletzt setzen sich Unternehmen mit uns in Verbindung, die festgestellt haben, dass die Prozesskosten der Materialbeschaffung die eigentlichen Einkaufspreise bei weitem übersteigen.
?Wodurch finanziert sich Cacontent?
!Cacontent finanziert sich aus Verkaufserlösen. Gleichzeitig unterstützen und beraten wir Lieferanten bei der Erstellung elektronischer Produktkataloge und bei der Überführung ihrer Artikeldaten in den Internetstandard BMEcat. Als Application Service Provider vermieten wir zusätzlich die von uns programmierte Beschaffungssoftware ProcureCA an einkaufende Unternehmen.
?Wie werden sich E-Procurement und E-Business Ihrer Einschätzung nach in der nächsten Zeit entwickeln?
!E-Procurement ist das Medium der Zukunft. Einkäufer auf der ganzen Welt werden die Beschaffung zukünftig über das Internet abwickeln. Cacontent hat sich im wachsenden B2B-Umfeld zum Ziel gesetzt, europaweit zum Marktführer beim Betrieb von E-Procurement-Anwendungen zu werden. Wir gehen davon aus, dass der gemeinsam von uns und dem BME entwickelte Katalogstandard BMEcat in Europa zum gültigen Standard wird.
?Gibt es ein Unternehmen, das Sie besonders gerne als Kunden hätten?
!Ja, bei den großen Versicherungen würde ich gerne einmal eine Analyse der C-Artikel-Beschaffung machen. Ich glaube, dass hier enorme Einsparpotenziale liegen.
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