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Das Eldorado für den Werkzeugbauer

Euromold: Vom Design über den Prototyp bis zur Serie
Das Eldorado für den Werkzeugbauer

Die Euromold ist zur wichtigsten Messe im Umfeld des Werkzeugbaus geworden: Den Besucher erwartet ein Produkt- und Dienstleistungsangebot rund um Rapid Prototyping und Rapid Tooling.

Von unserem Redaktionsmitglied Norbert Berger

Wenn am 29. November in Frankfurt/M. die Euromold zum siebten Mal ihre Tore öffnet, kann sie auch in diesem Jahr wieder einen starken Zuwachs an Ausstellern verzeichnen. 1444 (1378) Unternehmen stellen ihre Lösungen für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung vor:
RP-Anlagen
Für die im Bereich Rapid Prototyping tätigen Unternehmen ist die Euromold das Highlight des Jahres. Vier ausgewählte Beispiele spiegeln das Innovationspotenzial der Branche wider.
Das erste ist ein 3D-Printer, der sich neben dem Bildschirm des Konstrukteurs aufstellen lässt. Der Z402C von der 4D Concepts Prototyping, Software und Consulting GmbH stellt farbige Prototypen her. Mit diesem Werkzeug können Produktentwickler in einem frühen Stadium Entwurfsmodelle in den späteren Farben fertigen. So lassen sich feine Texturen oder Farbübergänge, die Ergebnisse von Formfüll- und Stofffluss-Simulationen oder Finite-Elemente-Berechnungen körperlich darstellen. „In den USA löst der Vierfarb-Printer den Monochrom-Drucker bereits ab. Farbige Prototypen werden sich auch bei uns als Standard durchsetzen“, ist sich Geschäftsführer Rainer Neumann sicher. Die Anlage stellt Prototypen mit Außenmaßen von bis zu 250 mm x 200 mm x 200 mm her. Im Farbmodus schafft der 3D-Printer bis zu 50 mm Höhe in einer Stunde. Die so aufgebauten Prototypen sind Anschauungsmodelle und Designmuster. Sie gewinnen durch Infiltration mit Wachs oder Kunstharz an Festigkeit und lassen sich mechanisch bearbeiten.
Eine andere Neuheit ist das Fräs- und Bearbeitungszentrum „HSM-Modal“ der Elektronik-Entwicklung GmbH. Es zeichnet sich durch einen großen Arbeitsbereich mit 8 m Breite, 2,5 m Höhe und bis zu 150 m Länge aus, kombiniert mit einer Bearbeitungsgeschwindigkeit von bis zu 150 m/min. Mit der simultanen 5-Achsen-Bearbeitung lassen sich Formen und Modelle aus Kunststoffen, Schäumen, Holz und Leichtmetallen herstellen. Aufgabengebiete sehen die Norddeutschen neben dem Rapid Prototyping auch im Fahrzeug-Design sowie dem Schiff- und Flugzeugbau.
Neuheiten präsentieren auch die EOS GmbH und die Generis GmbH. Mit der EOS P700 lassen sich mit Hilfe von zwei Lasern komplexe Kunststoff-Teile herstellen.
Dagegen basiert die GS 1500 von Generis auf der Ink-Jet Technologie. Die Anlage erzeugt Sandformen- und -kerne für den Metallguss. Die größte Form, die derzeit hergestellt werden kann, beträgt 1500 mm x 750 mm x 750 mm.
Detailliertere Informationen zu beiden Anlagen gibt es nächste Woche in der Ausgabe 48 des Industrieanzeigers im RP-Special.
RP-Werkstoffe
Mit der Werkstoffentwicklung „Laser Form ST-100“ wartet die DTM GmbH auf der Messe auf. Das Metall basiert auf Chrom-Nickel-Stahl mit infiltrierter Bronze und wurde speziell für den Einsatz in Lasersinteranlagen von DTM konzipiert. Der Vorteil des Werkstoffs soll in einer verbesserten Oberflächenqualität liegen, die auf einer geringeren Partikelgröße basiert. Zudem benötigt Laser Form ST-100 nur noch einen Ofenzyklus statt den bisher üblichen zwei. Als weiteren Vorteil nennt der Anbieter die erhöhte Scannergeschwindigkeit in der Sinterstation, die zu einer schnelleren Verarbeitung führt.
Die DSM Somos präsentiert mit Somos 9100 das erste Produkt einer Reihe von Stereolithographie(SL)-Harzen auf Epoxy-Basis. Die Funktionsprototypen verhalten sich weitgehend wie Serienteile aus Polypropylen. Aus Somos 9100 hergestellte Formteile halten auch den Beanspruchungen stand, die beim Herstellen eines Gieß-Werkzeugs mit dem Raumtemperatur-Vulkanisierverfahren (RTV) auftreten. Der Werkstoff ist auf den Einsatz von Argon-Ionen-Lasern abgestimmt, wie zum Beispiel die SLA-500 von der 3D Systems GmbH. Die in nächster Zeit folgenden Typen Somos 9110 und 9120 sind für HeCd- und Festkörperlaser optimiert.
SL 7540 ist die Bezeichnung eines Materials von 3D Systems. Die Materialeigenschaften gleichen denen von thermoplastischen Stoffen wie Polypropylen. Bauteile aus SL 7540 sollen sich problemlos weiterverarbeiten lassen und Funktionstests und Designprüfungen standhalten.
Werkzeugmaschinen
Gamma 1208 ist die neue HSC-Fräsmaschine der Rolf Wissner GmbH mit einem Verfahrweg von 1200 mm x 800 mm x 700 mm. Die Maschine in stabiler Portalständerkonstruktion ist als Monoblock in Hybridbauweise gebaut und erreicht eine Beschleunigung von 1,5 g. Neben dem dreidimensionalen Arbeiten gibt es die Möglichkeit, die Anlage mit einer vierten Achse zu betreiben, die als manuelle Anstellachse oder gesteuerte Achse in Form einer ausschwenkbaren Spindel konfiguriert wird. Vorzugsweise kommt die hauseigene Steuerung HSC 3000 zum Einsatz. Sie zeichnet sich durch einen Lageregeltakt von 0,5 ms und einem Drehzahlregeltakt von 0,125 ms aus. Optional lassen sich Steuerungen wie Heidenhain 426M oder Fidia 1C einsetzen.
Die Lang GmbH & Co. KG hat die CNC-Gravier- und Fräsmaschine im Messegepäck. Mit ihrem Arbeitsbereich von 420 mm x 320 mm x 100 mm ist sie für die Fertigung von Kleinteilen und -formen geeignet. Durch den steifen und schwingungsdämpfenden Aufbau aus Guss und Stahlelementen eignet sie sich auch für die Herstellung von Prägestempeln, Elektroden aus Kupfer, Messing und Stahl sowie von flachen Teilen wie Schildern und Frontplatten. Im eingetauchten Zustand verfährt der Gravierkopf mit einer Geschwindigkeit von 3 m/min. Die Zustell- und Positioniergeschwindigkeit im ausgetauchten Zustand beträgt 6 m/min. Es lassen sich Hochfrequenzspindeln mit bis zu 1,6 kW Leistung und maximal 6000 min-1 für Werkzeuge mit einem Durchmesser von bis zu 6 mm liefern. Als Option stehen ein 5-fach-Werkzeugwechsler, eine automatische Werkzeuglängenvermessung, eine Werkstückkühlung und eine Absaugvorrichtung zur Verfügung. Die Maschine in Tischausführung wiegt 350 kg und kann Werkstücke bis 40 kg auf dem T-Nuten-Tisch aufnehmen.
Werkzeugfabrik
Mit dem Schrumpfgerät ISG3000 der Otto Bilz GmbH lassen sich sowohl Hartmetall als auch HSS-Werkzeuge in den gleichen Aufnahmen ein- und ausschrumpfen. Die benötigte Leistung wird prozessorgesteuert dem jeweiligen Werkzeugdurchmesser angepasst. Durch die partielle Erwärmung des Spannbereichs ist eine schnelle Abkühlung des Werkzeugs und der Aufnahme möglich. Für den Anschluss des Geräts sind ein Drehstrom-Anschluss und Druckluftzufuhr nötig.
Service
Eine komplette Ausstellerliste befindet sich unter www.euromold.de nach einem Klick auf den Button Online-Katalog. Hier die im Text angeführten Unternehmen:
4D Concepts GmbH, Groß-Gerau, Tel. 06152/92310, https://www.4dconcepts.de 8.0, Stand A 72
Elektronik-Entwicklung GmbH, Schöneberg, Tel. 04344/30550Halle 9.0, Stand G12
EOS GmbH, Planegg, Tel. 089/856850, www.eos-gmbh.de Halle 8.0, Stand F70/E71
Generis GmbH, Augsburg, Tel. 0821/7483-100, www.generis.de Halle 8.0, Stand F154/E155
DTM GmbH, Hilden, Tel. 02103/95770, www.dtm-corp.com Halle 8.0, Stand G92/F105
DSM Somos, USA- 197120 Newcastle DelawareTel. 001/302/3285435, www.dsmsomos.com Halle 9.1, Stand B25
3D Systems GmbH, Darmstadt, Tel. 06151/3570, www.3dsystems.com Halle 8.0, Stand G70/F71
Rolf Wissner GmbH,
Göttingen, Tel. 0551/505090Halle 8.0, Stand B32
Lang GmbH & Co. KG, Hüttenberg, Tel. 06403/70090, www.lang.de Halle 8.0, Stand F157
Otto Bilz GmbH & Co., Ostfildern, Tel. 0711/34801-85Halle 8.0, Stand P86
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 19
Ausgabe
19.2021
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