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Die Durchschnittsfalle lauert

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Die Durchschnittsfalle lauert

Olaf Stauß
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Mit 16 Jahren war er als Punk unterwegs, mit 24 promovierte er und mit 35 wurde er zum jüngsten Uni-Professor Wiens in der Genetik. Und jetzt steht er auf dem Podium des Engel-Symposiums 2012, zu dem der Spritzgießmaschinenbauer im Juni 2500 Kunden aus aller Welt erwartet. Dort warnt Markus Hengstschläger vor der „Durchschnittsfalle“. Weil Engel Austria in den letzten beiden Geschäftsjahren den Umsatz mehr als verdoppelte, die globalen Marktanteile ausbaute – kurz, überdurchschnittlichen Erfolg verbuchte – sollten wir vielleicht hinhören. Hengstschläger nennt sein Gedankenexperiment: „Ein Lehrer sagt seiner Klasse: Ein Ball wird kommen, aber ich weiß nicht woher. Stellt euch so auf, dass ihr ihn fangt.“ Und fügt hinzu, was er für die typisch europäische Antwort hält. Politiker gründen eine Expertenkommission um herauszufinden, woher der Ball kommen wird, einigen sich schließlich auf das arithmetische Mittel und sagen den Kindern, sie sollen sich alle in der Mitte postieren. In Europa zähle nur noch die Mitte, aber sie bringe keine Innovation hervor, bemängelt der Biologe. Demgegenüber kenne er erfolgreichere Systeme, um die unklare Zukunft zu meistern. Individualität und Flexibilität. Die Evolution, die von Unterschieden lebt. Wenn ein Schüler schlechte Noten hat und nur in einem Fach „sehr gut“ ist, soll die Mutter jubeln, denn ihr Kind hat Talent. Dort soll sie es mit allen Mitteln fördern, und nicht in den anderen Fächern, damit es Durchschnitt wird. „Meine Damen und Herren, nur wenn jemand alle Energie dort einsetzt, wo seine Talente sind, kann er Höchstleistungen bringen. Und die brauchen wir in Europa.“ Und wieso hören wir das auf dem Engel-Symposium? Geht es um Kindererziehung, Mitarbeiterführung oder Politik? Einerlei, vielleicht auch um alles. Wir sollten darüber nachdenken.

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