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Doppelmembranpumpen als Farbdosier-Künstler

Bis zu 18 Farben müssen exakt dosiert werden
Doppelmembranpumpen als Farbdosier-Künstler

Ölfreie Doppelmembranpumpen haben sich in zahllosen Anwendungen bewährt, besonders beim Fördern sensibler Medien (Bild: Lutz-Pumpen)
Sie können verschiedenste Medien schonend fördern und lassen sich stufenlos regeln. Damit werden Doppelmembranpumpen zum Aggregat der Wahl für Mischsysteme mit bis zu 18 Farben. Pulsationsdämpfer sorgen für einen gleichmäßigen Förderstrom.

Stefan Bartosch arbeitet im Bereich Product Care bei der Lutz-Pumpen GmbH & Co. KG, Wertheim

Doppelmembranpumpen sind ein Meilenstein im Produktprogramm der Lutz-Pumpen GmbH & Co. KG in Wertheim: Der Spezialist für Fass-, Behälter- und Containerpumpen, der in diesen Tagen sein 50jähriges Bestehen feiert, entwickelt sich immer mehr zum Systemlieferanten. Aus diesem Grunde hat er auch den Vertrieb von druckluftbetriebenen, ölfreien Doppelmembranpumpen aufgenommen und kann mit ihnen ein komplettes Fluidmanagement anbieten.
Die ölfreien Doppelmembranpumpen haben sich durch ihren blockadefreien, stufenlos regelbaren Betrieb in zahllosen Anwendungen bewährt. Neben aggressiven, verschmutzten oder leicht entzündlichen Flüssigkeiten fördern sie abrasive Medien mit hoher Viskosität schonend und sicher. Diese Eigenschaften schätzt auch die Farben- und Lackindustrie, die tagtäglich sensible Medien in unterschiedlichster Form verarbeiten muss. Lutz Doppelmembranpumpen werden beispielsweise in Farbmischsystemen für den Folien- und Papierdruck eingesetzt. Die Anlagen dosieren die einzelnen Farbkomponenten im Zusammenspiel mit der Wägetechnik und der Prozessteuerung.
Die primäre Aufgabe der Verdrängerpumpen ist es, die Dosierköpfe der Mehrkomponentenanlagen mit bis zu 18 verschiedenen Farben zu beschicken. Nebenbei müssen die Farben homogenisiert und über eine Ringleitung im Umlauf gehalten werden. Dadurch bleiben sämtliche Bereiche im System (Rohrleitungen, Pumpen, Lagerbehälter und Armaturen) mit Medium durchspült, was unerwünschte Pigment-Ablagerungen verhindert.
Die selbstansaugenden Pumpen fördern die Farbkomponenten über eine Saugschlauch-/Saugrohrkombination direkt aus den Lagerbehältern in die Versorgungsleitung. Das übliche Anfüllen und Entlüften durch normalsaugende Pumpen entfällt. Kommt es zum Stillstand des Systems, verhindern Fußventile im Saugrohr ein Zurücklaufen der Farben. Je nach Produktbeschaffenheit und Anlagendimensionierung bauen die Pumpen bis zu 6,8 bar Systemdruck auf, arbeiten aber auch bei geringen Drücken und niedriger Hubfrequenz zuverlässig dank der patentierten, ölfreien Ventiltechnik. Eine gesonderte Überwachung erübrigt sich, weil druckluftbetriebene Doppelmembranpumpen von Haus aus trockenlaufsicher sind und bei Betrieb gegen geschlossene Armaturen automatisch stehen bleiben.
Neben wasserlöslichen und lösemittelhaltigen Farben werden auch UV-Lacke verarbeitet. Selbst viskose und teils hochgradig abrasive Farben lassen sich problemlos fördern, solange der Planer die Aggregate ausreichend dimensioniert und verschleißfeste Werkstoffe vorsieht.
Ein Umstand zwingt zum Handeln: Prinzipbedingt erzeugen oszillierende Verdrängerpumpen einen pulsierenden Förderstrom. In einer Anwendung wie der Farb- und Lackdosierung gefährden solche rhythmisch auftretenden Druck- und Durchflussschwankungen aber die Qualität und Reproduzierbarkeit der Farbmischungen erheblich. Abhilfe schaffen Pulsationsdämpfer. Sie speichern und entladen einen Teil des im Hubrhythmus der Pumpe erzeugten Volumens. Das im Dämpfer befindliche Luftpolster wird dabei abwechselnd komprimiert und entspannt. Richtig dimensioniert und montiert, kompensieren Pulsationsdämpfer die von den oszillierenden Flüssigkeitsmassenkräften hervorgerufenen Druckspitzen nahezu vollständig. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiger Förderstrom.
Die chemische Beständigkeit der mit dem Medium in Berührung kommenden Pumpenteile darf nicht in Vergessenheit geraten. Je nach Medien-Zusammensetzung muss der passende Werkstoff ermittelt werden. Während PP, PVDF und Nylon für wasserlösliche Farben in Frage kommen, erfordern brennbare, lösemittelhaltige Lacke eine nach Atex 100a zugelassene Pumpe mit leitfähigem Gehäuse aus Edelstahl, Aluminium oder Nylon-C (Zündschutzart Ex II 2 G c T4). Passend dazu stehen Membrane, Ventilkugeln und Ventilsitze aus Geolast, Santopren, FKM oder PTFE zur Verfügung.
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 19
Ausgabe
19.2021
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