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Durch neues Konzept produktiver und genauer

Neue Fertigungszelle reduziert Span-zu-Span-Zeit gegen Null
Durch neues Konzept produktiver und genauer

Reduzierte Nebenzeiten und gesteigerte Produktivität bei erhöhter Genauigkeit, das verspricht der Hersteller der neuen Horizontalen Fertigungszelle HFZ 04. Erreicht werden soll dieser Fortschritt durch die Portalbauweise und das Gegenspindelprinzip mit einem schnellen Werkzeugwechsel.

Von Chefredakteur Dr. Rolf Langbein

Zur Emo in Hannover will er sie erstmals der interessierten Öffentlichkeit vorstellen: Die neue Horizontale Fertigungszelle HFZ 04. Dieter Slowik, alleiniger Geschäftsführer der SSB Maschinenbau GmbH in Bielefeld, blickt nicht ohne Stolz auf das jüngste Produkt seines Hauses. Der erfahrene Entwickler, der in seiner rund 30-jährigen Laufbahn schon viele Problemlösungen entwickelt hat, ist überzeugt vom Erfolg seines Konzeptes.
„Wir Sondermaschinenbauer müssen viel denken“, sinniert Slowik, „und kommen daher auf Ideen, auf die andere kaum kommen können.“ So auch auf das jetzt realisierte Gegenspindelprinzip, mit dem er drei Hauptforderungen erfüllt: Die Nebenzeiten zu reduzieren, die Produktivität zu erhöhen und durch hohe Stabilität die Genauigkeit zu verbessern. Das Prinzip, das in ähnlicher Weise in Fertigungsstraßen praktiziert wird, hat Slowik auf die spezifischen Anforderungen einer Fertigungszelle zugeschnitten.
Der Grundaufbau in Portalbauweise bringt die hohe Stabilität der Maschine. Dabei ist der einteilige Unterbau als spannungsarm geglühte Schweißkonstruktion ausgeführt. Die Ständer dagegen sind wie auch die Führungsschlitten, der Spindelkasten und die Tischplatte aus hochwertigem Guss GG25 gefertigt. Geschlossen wird das Portal durch zwei Querbalken, ebenfalls aus Guss, die beide Ständer stabil miteinander verbinden.
Voraussetzung für die deutlich reduzierten Nebenzeiten war die Anordnung der Werkzeugmagazine auf dem Kopf der Ständer. So hat jede Spindel ihr eigenes Werkzeugmagazin mit 28 Werkzeugplätzen. Zum Wechsel fährt der Spindelkasten mit hoher Geschwindigkeit rauf zum Magazin und die Werkzeuge werden ohne Wechsler im Pick-up-Verfahren direkt ausgetauscht. Dieser schnelle Wechsel und die Gegenspindel machen es möglich, dass immer ein Werkzeug im Eingriff ist, die Span- zu Span-Zeit geht daher gegen Null. Da auch mit beiden Spindeln gleichzeitig gearbeitet werden kann, erhöht sich die Produktivität nochmals erheblich.
„Die Motorspindeln sind ausgereifte Module“, hebt Slowik hervor. Er bezieht sie von der Step-Tec AG in der Schweiz. Sie erreichen Drehzahlen bis zu 12 000 min-1. Auch der NC-Rundtisch ist eine Zulieferkomponente und kommt von der Rückle GmbH in Römerstein-Böhringen. Dagegen hat Slowik den Wechsler im eigenen Hause entwickelt und gebaut.
Die Maschine kann in zwei Größen geliefert werden, und zwar mit 500er- oder 630er-Paletten. „In Sonderausführung können wir allerdings auch eine Version mit Tausender-Paletten anbieten“, steckt Slowik den Rahmen der Machbarkeit ab. Um dabei auch die Kosten im Auge zu behalten, ist das Konzept der Maschinen auf gleichartige Komponenten ausgelegt.
Der NC-Rundtisch und die beiden Spindeln ermöglichen eine ökonomische 4-Seiten-Bearbeitung. In Zusammenhang mit der werkstatt-programmierbaren 6-Achsen-CNC-Bahnsteuerung Sinumerik 840 D bietet die Maschine dem Anwender eine hohe Flexibilität.
Eine erste Fertigungszelle HFZ 04 steht bei einem Kunden und sammelt wertvolle Erfahrungen für Hersteller und Anwender. Daher wird auf der Emo kein Prototyp, sondern eine ausgereifte Maschine zu sehen sein. Vor vier Jahren hatte Slowik keine Maschine, die er zur Emo hätte ausstellen können. Dafür hatte er aber viel Zeit, sich vom Stand der Technik ein umfassendes Bild zu machen. „Nach diesem Emo-Besuch ist die Idee für das neue Konzept gereift“, blickt der Tüftler zurück.
Wichtige Erfahrungen hatte Dieter Slowik zehn Jahre lang in einem Ingenieurbüro sammeln können. Stets hatte seine Aufgabe im Konzipieren von Sonderlösungen bestanden. Darauf aufbauend gründete er 1983 die SSB Maschinenbau GmbH, die heute 50 Mitarbeiter aufweist. „Wir wollen Maschinen für die rationelle Fertigung konzipieren und bauen“, umreißt er die Zielsetzung seines Unternehmens. Und da kann er wahrhaftig auf eine Vielzahl von erfolgreichen Beispielen verweisen. Das letzte, die horizontale Fertigungszelle HFZ 04, wird er zur Emo in Hannover präsentieren.
Industrieanzeiger
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19.2021
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