Etikettendrucker sichern die Logistik-Kette bei Daimler-Chrysler

Ein Druckkopf produziert 50 km Strichcode

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Auch die Logistik-Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Ein nicht identifizierbarer Barcode hat weitreichende Folgen. Ein Produkt, dessen Etikett bei der Warenannahme nicht zu lesen ist, kann nicht verwendet werden – auch wenn es sonst völlig in Ordnung ist.

Von unserem Redaktionsmitglied Uwe Böttger

Bei dem schwäbischen Autobauer Daimler-Chrysler sorgen Etikettendrucker für einen reibungslosen Ablauf in der Produktion. Achsen, die im Harburger Werk des Herstellers produziert werden, transportiert ein LKW zur Endmontage nach Hambach oder Rastatt. Barcode-Etiketten dokumentieren, daß die Achsen das Harburger Werk in einwandfreiem Zustand verlassen haben.
In Harburg werden die Hinterachsen der A-Klasse sowie die Vorder- und Hinterachsen des Smart montiert. Alle Achsen, die an der Endabnahme nicht beanstandet werden, erhalten ein Etikett. Darauf steht in Barcode und Klarschrift eine ID-Nummer, mit der die Achse eindeutig identifiziert ist. Anhand dieser ID-Nummer ist es möglich, der Achse die Mess- und Prüfergebnisse der Endabnahme zuzuordnen. Diese Informationen werden später mit den Daten der Endmontage zusammengeführt und der Fahrgestellnummer zugeordnet. Auf diese Weise wird die Qualität lückenlos von der Achsmontage in Harburg bis zur Endmontage in Hambach und Rastatt dokumentiert. Eine Achse, deren Etikett dort bei der Warenannahme nicht lesbar ist, kann nicht verwendet werden – auch wenn das Produkt ansonsten völlig in Ordnung ist.
Früher waren in Harburg Drucker im Einsatz, die sich als zu störanfällig erwiesen haben. Hinzu kam das Problem, dass das Druckbild nicht den Anforderungen entsprach. Schließlich wurden die Printer durch TTX 650 Drucker von Avery Dennison ersetzt. Diese Geräte arbeiten zuverlässig und kommen mit einem geringen Wartungsaufwand aus.
Ein nicht lesbares Etikett unterbricht die Logistik-Kette
Dank der selbstreinigenden Thermoleiste entfällt das regelmäßige Reinigen des Druckkopfes. Bei jedem Farbbandwechsel wird automatisch ein patentiertes Reinigungsband am Druckkopf vorbeigezogen. Dies verstärkt den Reinigungseffekt.
Die Laufleistung des Druckkopfes beträgt rund 50 km. Durch die automatische Etiketteneinfädelung und eine Farbbandlänge von 600 m pro Rolle wurden die Rüstzeiten optimiert. Ein Printer an der Achslinie für die A-Klasse ist zusätzlich mit einer Scanner-Option ausgestattet. Dieses Zubehör-Gerät überprüft das Barcode-Etikett gleich nach dem Drucken. Wenn ein Fehler festgestellt wird, kann der Druck wiederholt werden.
Einige Etiketten waren unmittelbar nach der Installation der TTX-Drucker unlesbar. Die Ursache war jedoch schnell gefunden. Das Etikett wurde manuell aufgebracht und mit einer wischenden Bewegung angedrückt. Dabei kann es vorkommen, daß die Druckfarbe verschmiert. Avery Dennison empfahl hier eine bessere Farbbandqualität. Danach trat das Problem nicht mehr auf.
Am Anfang waren auch Photozellen durch Staub, der mit der Umgebungsluft angesaugt wurde, blind geworden. Auch dies konnten die Echinger beheben, in dem sie geeignete Filter einbauten. Seither laufen die Drucker störungsfrei. Die normalen Wartungs- und Bedienungsarbeiten, wie zum Beispiel das Einlegen von Verbrauchsmaterial und das Auswechseln des Druckkopfes, werden von den Daimler Chrysler-Technikern an Ort und Stelle vorgenommen.
Eher selten sind umfassende Wartungen erforderlich. Zum Beispiel dann, wenn eine Platine komplett ausgetauscht werden muss. In diesem Fall wird das Problem direkt vor Ort vom Kundendienst der Echinger gelöst.
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