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Eine Hand plant und baut die ganze Fabrik

Generalunternehmer erstellt individuelle Komplettkonzepte
Eine Hand plant und baut die ganze Fabrik

Generalbauunternehmer bauen Produktionsanlagen schlüsselfertig. Einige sorgen jedoch nicht nur für termin- und kostengerechte Auftragsabwicklung. Sie unterstützen und beraten Bauherren auch, wenn es darum geht, den Produktionsablauf oder den Materialfluss zu planen oder zu verbessern.

Gerold Urmelt ist Planungsleiter bei Voss + Graue

Das Fatale an Planungsfehlern ist, dass sie oftmals erst bei laufender Produktion auffallen. Die Vielzahl von Details, die berücksichtigt und durchdacht werden müssen, damit im Betrieb alles reibungslos funktioniert, bereitet vielen zukünftigen Bauherren schlaflose Nächte. Sind doch Bauinvestitionen immer auch Investitionen in die Zukunft des Unternehmens. Nur die dauerhaft gesicherte Funktionalität aller Einzelprozesse garantiert die Leistungsfähigkeit des Gesamtgefüges und damit die Qualität der Produkte.
Der Dachsteinhersteller Nelskamp GmbH, mit Hauptsitz in Schermbeck, ging bei der Errichtung von zwei neuen Standorten in Berlin und Hünxe auf Nummer Sicher und legte die Bauvorhaben in die Hände eines Generalbauunternehmens. Mit der Vergabe an die in Coesfeld-Lette ansässige Voss + Graue GmbH & Co. KG wurde für den Bauherren eine Reihe von Vorteilen nutzbar: Sämtliche Leistungen, die zur Realisierung der Baumaßnahme notwendig sind – von der kompletten Planung über die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutz-Gesetz bis hin zur Fertigstellung – kommen aus einer Hand. Für die gesamte Dauer des Projekts hat der Bauherr mit dem Generalbauunternehmen nur einen Ansprechpartner, der sämtliche Einzelgewerke koordiniert, die bauliche Qualität in jeder Stufe der Leistungsstellung kontrolliert und Termintreue gewährleistet – alles zum vereinbarten Festpreis.
Für den Neubau der Produktionsanlagen des Baustoffherstellers Nelskamp arbeiteten Planer und Ausführung systemorientiert. „Angepasst an die verschiedenen Produktionsphasen der Dachsteinherstellung wurde eine klar gegliederte Werksstruktur definiert“, beschreibt Voss+Graue-Planer Thomas Hommel den Ansatz. Mit dem Ziel, den Materialfluss für die Produktion zu optimieren, ordnet das Flächenkonzept die vorgeschalteten Funktionen Rohmateriallagerung, Transport und Aufbereitung in unmittelbarer Nähe des Betriebsgebäudes an. Die Anordnung des Materiallagers in der Nähe des Mischturms erlaubt den Transport des Materials per Förderband.
Das Herzstück der neuen Anlagen in Berlin und Hünxe bildet der Produktionsbereich. Der hochautomatisiert verlaufende Herstellungsprozess erforderte ein Funktionskonzept, das die Produktionsschritte effizient hintereinander schaltet und zugleich Steuer- und Kontrollinstanzen zur innerbetrieblichen Qualitätssicherung vorsieht. Diese findet an intelligent eingeplanten Schnittstellen im Herstellungsprozess statt. Dadurch kann das Unternehmen im Störfall unmittelbar eingreifen und Fehlproduktionen vermeiden.
Schon bei weit weniger komplexen Bauvorhaben, etwa einem Einfamilienhaus, muss eine Vielzahl verschiedener Handwerksleistungen in Auftrag gegeben und zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Kommt es dabei an nur einer Stelle zu Verzögerungen, kann der gesamte Ablauf ins Stocken und der geplante Fertigstellungstermin ins Wanken geraten. Tritt dieser Fall beim Bau einer Produktionseinrichtung ein, treffen die Folgen den Bauherrn besonders hart. Schließlich soll sich die Investition möglichst schnell amortisieren. Dazu muss der neue Standort jedoch termingerecht den Betrieb aufnehmen. Der alte Grundsatz „Zeit ist Geld“ hat insbesondere beim Industriebau nichts von seiner Aktualität verloren.
„Gewährleistungspflicht für alle Gewerke, Festpreis und Festtermin sind die Basisleistungen eines Generalunternehmens, die den Bauherrn spürbar entlasten“, erläutert Hommel. „Als wichtiger Faktor kommt für uns die unbedingte Qualitätssicherung von Anfang an hinzu. Sie beginnt schon in der ersten Planungsphase. Wir berücksichtigen dabei sämtliche Aspekte, die für die innerbetriebliche Logistik und funktionsgebundenen Einrichtungen relevant sind.“ Ein straff organisiertes Projektmanagement sorge dann für die deckungsgleiche und effiziente Umsetzung der entwickelten Konzeption.
Industrieanzeiger
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7.2022
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