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Fanuc setzt auf Geschwindigkeit

Neuer Handling-Roboter mit weniger Masse
Fanuc setzt auf Geschwindigkeit

Das neue Modell hat einen längeren Arm als sein Vorgänger, wodurch sich auch der Arbeitsbereich vergrößert Bild: Fanuc
Stark, schnell und leicht. So umschreibt der Roboter-Spezialist Fanuc sein neues Modell LR Mate 200iD. In allen sechs Achsen werden höhere Geschwindigkeiten als bei der Vorgängerversion erreicht. So schafft das Gerät einen üblichen Pick-and-Place-Zyklus in flotten 0,3 Sekunden.

„Leistung, Ausstattung und Zuverlässigkeit sind die Merkmale des neuen Modells“ so Olaf Kramm, Geschäftsführer Fanuc Robotics Deutschland. „Das praxisorientierte Konzept, höhere Achsgeschwindigkeiten und die gesteigerte Traglast sollen für mehr Produktivität sorgen.“ Die höheren Achsgeschwindigkeiten resultieren aus geringeren Massen und optimierten Antrieben. In einem Pick-and-Place-Standardzyklus ist der neue LR Mate um 35 % schneller als sein Vorgängermodell. Die Leistung wurde dabei mit einer Traglast von 1 kg ermittelt. Bei der Abstimmung von Antrieben und Steuerungsfeatures kommt dem Hersteller seine hohe Fertigungstiefe zugute. Alle Antriebs- und Steuerungskomponenten stammen aus eigener Produktion und unterliegen der eigenen Qualitätskontrolle. Durch die steife Konstruktion kann der Roboter am Handgelenk höhere Massen handhaben. Das Handgelenk ist dabei so ausgelegt, dass der Massenschwerpunkt bei 5 kg nun 227 mm vom Handflansch entfernt liegen darf. Bisher waren es 163 mm. Die maximale Traglast ist beim neuen Modell von 5 auf 7 kg gestiegen und der Arm ist etwas länger ausgelegt. Die Reichweite beträgt nun 717 mm. Damit wird auch der Arbeitsbereich größer, denn der neue Roboter greift nicht nur weiter nach vorne, sondern erreicht auch Positionen, die näher am Roboterfuß liegen. Außerdem kann er weiter ausholen und deckt hinter sich einen größeren Arbeitsraum ab. Der Anwender profitiert schließlich auch von der schlanken Silhouette, die nur noch 235 mm breit ist. Bislang waren es 250 mm.

Der Roboter ist etwa so groß wie ein menschlicher Arm. Eine einfache Rechnung rundet die Analogie ab: Laut Arbeitsschutz darf ein Mensch üblicherweise 15 kg heben. So entsprechen 7 kg Traglast knapp der Hälfte der zugelassenen Masse. Diese Überlegungen spielen eine Rolle, wenn manuelle Tätigkeiten automatisiert werden sollen. Abläufe und Größenordnungen von Arbeitsstationen lassen sich leicht übertragen. Verbessert wurden auch die Anschlussmöglichkeiten für die Energie- und Prozessversorgung. Zusätzlich lassen sich Versorgungslösungen für Pneumatikventile, eine Ethernet-Kamera oder servomotorische Greifer einbauen. Dadurch sollen intelligente Roboteranwendungen weiter vereinfacht werden. Dank der innenliegenden Medienführungen sind die Kabel besser geschützt. Kabelbrüche und damit verbundene Betriebsstörungen lassen sich auf diese Weise reduzieren. In seiner ersten Version reicht der LR Mate 200iD bereits für die meisten Applikationen aus. Hierzu zählen das Be- und Entladen von Werkzeugmaschinen, Montageaufgaben oder Pick-and-Place-Anwendungen. Varianten in höheren Schutzarten oder mit längerem Arm werden die Serie schrittweise ergänzen. ub
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