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Flittern und Schuppen keine Chance

Chemisches Entgraten entfernt Überflüssiges sauber und zuverlässig
Flittern und Schuppen keine Chance

Mit dem innovativen Verfahren des chemischen Entgratens lassen sich selbst Massenteile sauber, reproduzierbar und wirtschaftlich glätten. Grate bis zu einigen Zehntel Millimetern Größe werden zuverlässig beseitigt.

Die OTL Oberflächentechnologie Laubach GmbH, Laubach, präsentiert ein neuartiges, rein chemisches Verfahren zum rationellen Entgraten von Metallteilen. Die laut Anbieter preisgünstige, stromlose Technik eignet sich auch für Massenartikel, wie sie beispielsweise in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem Blechwerkstücke wie Stanzteile. Das Verfahren soll sehr gleichförmig und reproduzierbar arbeiten, und enge Toleranzen sollen sich zuverlässig einhalten lassen.

Das chemische Entgraten bewirkt eine Feinentgratung und Glättung der Kanten und Flächen der Bauteile aus C-Stahl. Nach dem Tauchen erfolgt der Materialabtrag an allen benetzten Oberflächen – und dies weitgehend unabhängig von Größe und Form der Teile. Der Werkstoff wird durch chemische Auflösung von der Oberfläche entfernt, die dabei eingeebnet, geglättet und poliert wird. Nach Angaben des Anbieters beseitigt das Verfahren Grate bis zu einigen Zehntel Millimetern Größe zuverlässig.
Anders als bei mechanischen Schleif- und Polierverfahren, beginnt die Einebnung im Mikrobereich und erfasst erst mit zunehmender Behandlungsdauer auch größere Strukturen, die verrundet und an der Oberfläche geglättet werden. An Ecken und Kanten ist der Abtrag um ein Mehrfaches verstärkt, weshalb diese Bereiche bevorzugt abgebaut werden.
Das Verfahren bietet sich an zum
  • Feinst- bis Grobentgraten sowie zum Einebnen von Kanten und Flächen,
  • Entfernen von Flittern, Schuppen, Partikeln und Materialüberlappungen,
  • Glätten von Oberflächen zur Minimierung von Reibung und Verschleiß,
  • Herstellen metallisch reiner Oberflächen,
  • chemischen Glänzen und Polieren,
  • Vorbehandeln vor Beschichtungsverfahren wie PVD, CVD und anderen.
Bearbeiten lassen sich Teile mit bis zu 1 dm2 Oberfläche in ungehärtetem oder gehärtetem Zustand. Das Verfahren eignet sich für Stähle mit einem Kohlenstoffgehalt von maximal 1,3 % – bis 0,4 % C-Anteil werden glänzende Oberflächen erzielt. Die metallischen Legierungsbestandteile können bis zu 1,2 % ausmachen, der Silizium-Gehalt kann bis zu 1 % betragen. Je feinkörniger und homogener das Gefüge, desto besser sind die zu erzielenden Ergebnisse.
Da der Werkstoffabtrag ganz ohne Belastung des Teils erfolgt, lassen sich ohne Probleme auch weiche und biegeempfindliche Werkstücke bearbeiten. An der Oberfläche der Teile wird lediglich Sauerstoff freigesetzt, so dass jede Gefahr einer Wasserstoffversprödung zuverlässig ausscheidet.
Kostenseitig ist das chemische Entgraten mit klassischen mechanischen Entgratverfahren vergleichbar. Im Unterschied zu diesen fällt jedoch kein Ausschuss an, wie er zum Beispiel bei dünnen Teilen entstehen kann, die sich durch mechanische Bearbeitung erwärmen und verbiegen. Darüber hinaus lassen sich tiefsitzende und abgeschirmte Kanten und Grate verrunden, was mit anderen Verfahren in der Regel nicht möglich ist.
Als positiven Nebeneffekt erhält die glänzende, polierte Oberfläche der Werkstücke einen temporären Korrosionsschutz. Dieser entsteht dadurch, dass die Teile im Anschluss an das Entgraten mit einem gleichmäßigen hydrophoben Überzug versehen werden. Für weitere Nacharbeit lässt sich dieser dünne Film durch herkömmliche alkalische Reinigung wieder entfernen. re
Selbst tiefsitzende und abgeschirmte Kanten lassen sich verrunden
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 19
Ausgabe
19.2021
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