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Ganzheitlicher Ansatz senkt Energiekosten

Energiemanagement: Industriepark halbiert CO2-Emissionen
Ganzheitlicher Ansatz senkt Energiekosten

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Die Freudenberg Service KG hat die CO2-Emissionen des Industrieparks Weinheim innerhalb von 15 Jahren halbiert. Mit ganzheitlichen Energiemanagement-Konzepten will der Standortbetreiber auch in Zukunft das Klima schützen.

Rund 40 Produktions- und Dienstleistungsgesellschaften sind im Industriepark Weinheim angesiedelt. Der Standortbetreiber, die Freudenberg Service KG, kümmert sich um alle infrastrukturellen Einrichtungen und bietet eine umweltverträgliche und wirtschaftliche Versorgung des Standortes mit Energie. Heinz Mergel, Leiter der Industrieparkbetriebe der Freudenberg Service KG, und sein Team stellen das ganzheitliche Energiemanagement, das beispielhaft von anderen Industrieunternehmen in Deutschland eingesetzt werden kann, auf drei Säulen:

  • Energiebeschaffungsstrategien optimieren
  • Industriekraftwerk modernisieren
  • Energieeffizienzprojekte umsetzen
„Es ist der ganzheitliche Ansatz, der den Erfolg des Konzeptes ausmacht“, unterstreicht Heinz Mergel. „Wir nutzen alle technischen, wirtschaftlichen und politischen Möglichkeiten, die zur Energieeinsparung und zur optimierten Energieerzeugung beitragen. Dabei sind wir immer auf der Suche nach neuen Ideen“.
Beispielsweise werden die hohen Schwankungen des Strompreises mit dem Einkauf von Teilmengen zu unterschiedlichen Zeitpunkten bestmöglich genutzt, im Gegensatz zu einem Vollversorgungsvertrag zu einem festen Zeitpunkt. Der größte Teil des Strombedarfs wird jedoch über das Industriekraftwerk auf KWK-Basis mit Gas- und Dampfturbinentechnik abgedeckt. Zusätzliche Bedarfsmengen werden mit einem Portfolio-Management von der Strombörse in Leipzig über einen externen Dienstleister beschafft. Dieser Dienstleister veräußert umgekehrt auch den Überschussstrom aus dem eigenen Kraftwerk. Dies bedeutet hohe Flexibilität und wirtschaftliche Strombeschaffung für den Industriepark.
Ein zentrales Element in Weinheim war das Umstellen der Dampf- und Stromversorgung auf reine Erdgasfeuerung in der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK). Heute kann Freudenberg fast 100 % des jährlichen Strombedarfs aller Unternehmen im Industriepark selbst decken – insgesamt rund 110 000 MWh. Während der eine Block des Kraftwerks beispielsweise gwartet wird, liefert der andere weiter Strom und Dampf.
Auch der Kohlendioxidausstoß wurde durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme um 50 % reduziert. „Das eigene Kraftwerk zu betreiben, bedeutet größere Unabhängigkeit vom Strommarkt, erhöhte Versorgungssicherheit, einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz und wirtschaftliche Energiepreise“, betont Heinz Mergel.
Ein beispielhaftes Projekt für effiziente Energienutzung wurde bei der Lederer GmbH realisiert. Der Unternehmensteil der Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik mit 160 Mitarbeitern setzt beispielsweise Produktionsabwärme statt Erdgas ein. Damit beheizt sie unter anderem ihre Gebäude und reduziert die elektrische Zusatzheizung auf wenige Stunden im Jahr. Das spart pro Jahr 13 000 Euro ein. Die erforderlichen Investitionen von etwa 19 000 Euro haben sich bereits nach eineinhalb Jahren amortisiert.
Nicht nur der Bezug, auch das Bereitstellen von Energie kostet Geld. Um diese Kosten gering zu halten, setzen die Unternehmen der Freudenberg-Gruppe auf Lastmanagement: Es gleicht den Stromverbrauch über das Jahr hinweg aus und vermeidet teure Lastspitzen. Denn mitunter sind es nur wenige Minuten, in denen ein Unternehmen wesentlich mehr Energie verbraucht als bei normalem Betrieb. Bestimmte Anlagen lassen sich dann kurzfristig abschalten, ohne den Betriebsablauf oder die Produktqualität zu beeinträchtigen. su
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