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Gemischtes Doppel aus Mensch und Roboter

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Gemischtes Doppel aus Mensch und Roboter

Cockpitmontage: Der Werker steuert die Maschine ohne Kraft, der Roboter bewegt sich auf einer virtuellen Linie, die er nicht verlassen kann (Bild: DaimlerChrysler)
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Die Kooperation zwischen Robotern funktioniert immer besser. Doch wie steht es um die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter?

In der Vergangenheit war die Zusammenarbeit von Werker und Roboter aus sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich. Neu entwickelte System erlauben es Mitarbeitern nun erstmals, in den Aktionsbereich des Roboters zu treten und die Maschine manuell zu führen.

In der Serienproduktion der Mercedes-Benz C-Klasse in Sindelfingen unterstützen die Maschinen die Werker in der kraftaufwändigen Federbeinmontage. Der Roboter holt die schweren Federbeine automatisch aus dem Ladungsträger und bringt sie zum Montageplatz. An dieser Stelle übernimmt der Werker mit einem Joystick die Kontrolle über den Roboter.
Auch bei der Cockpitmontage soll in Zukunft die Kooperation zwischen Mensch und Roboter greifen. Entsprechende Versuchsanordnungen laufen bereits im Werk Sindelfingen. Der Roboter bewegt sich dabei auf einer virtuellen Linie, von der er keinen Millimeter abweichen kann. So gelangt das Modul punktgenau zum Einbau. Eine Beschädigung des Fahrzeugs durch Bedienfehler ist dabei ausgeschlossen. Mit der gleichen Technik lassen sich auch andere schwere Teile einbauen – zum Beispiel Autositze.
Bislang wurden große und schwere Teile mit mechanischen Handhabungsgeräten transportiert. Dabei war auch Muskelkraft gefragt. In dem gemischten Doppel aus Mensch und Roboter steuert der Werker die Maschine ganz ohne Kraftaufwand. „Für unsere Mitarbeiter ist das eine große Erleichterung“, versichert Günter Walz. „Diese Arbeit können auch ältere Beschäftigte problemlos durchführen.“ Im Hinblick auf die älter werdende Industriebelegschaft – Stichwort Rente mit 67 – haben die Teams aus Mensch und Roboter nach Ansicht von Walz eine große Zukunft vor sich.
Bei diesen Anwendungen ist der Roboter nicht mehr von einem Sicherheitskäfig umschlossen. Das wäre ja auch Unsinn, denn wie sollte dann der Mitarbeiter flexibel an die Maschine herankommen? Für den notwendigen Schutz sorgt statt dessen eine so genannte „sicher reduzierte Geschwindigkeit“ des Roboters und eine überwachte Handsteuerung.
Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter eignet sich generell für Abläufe, bei denen sich aus Kostengründen eine vollständige Automatisierung nicht lohnt oder weil der fertigungstechnische Ablauf zu komplex ist. ub
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