Startseite » Allgemein »

Hersteller und Kundeim Gedankenaustausch

Exeron-Multiform: Erodierspezialist veranstaltet Technologietag
Hersteller und Kundeim Gedankenaustausch

Der Arbeitsraum der komplett in Deutschland gefertigten Drahterodiermaschine Exeron D 603 ist von allen Seiten frei zugänglich. Die maximale Werkstückgröße beträgt 900 mm x 580 mm x 300 mm (Bilder: Exeron-Multiform)
Anzeige
Der Technologietag des Erodiermaschinenfertigers Exeron-Multiform hatte den Werkzeug- und Formenbau zum Thema. In diesbezüglichen Fachgesprächen kann das Unternehmen die Wünsche und Anregungen seiner Kunden erfahren.

Von unserem Redaktionsmitglied Dr. Bernhard Reichenbach

Ihren traditionellen Technologietag für Anwender von Erodiermaschinen veranstaltete kürzlich die Exeron-Multiform GmbH an ihrem Stammsitz im Schwarzwald-Ort Fluorn-Winzeln. Das Unternehmen produziert, vertreibt und betreut Systeme für das Senk-, Draht- und Ultraschallerodieren sowie Startlochbohrmaschinen und Sonderanlagen.
Den zahlreichen Teilnehmern der Veranstaltung wurde ein zweigeteiltes Programm geboten: Neben Vorträgen zum Themenkomplex Werkzeug- und Formenbau hatte der Gastgeber auch eine Ausstellung entsprechender Fertigungssysteme und Peripheriekomponenten organisiert. Das Spektrum der Referate reichte von Entwicklungstrends in der HSC- und der Mikrobearbeitung über Bewertungsmaßstäbe bei Drahterodiermaschinen bis hin zur Fertigungsplanung. Ein Tagungsband mit allen Vorträgen ist beim Veranstalter erhältlich (Tel. 07402/9213-0).
Für Dr.-Ing. Rüdiger Haas, den Geschäftsführer des gastgebenden Unternehmens, liegen Sinn und Zweck eines derartigen Treffens vor allem in der Information des Kunden über Branchentrends und aktuelle technische Entwicklungen. „Darüber hinaus sind wir sehr daran interessiert“, merkt er an, „im Fachgespräch mit den Kunden deren Wünsche und Anregungen zu erfahren, um marktgerechte Produkte entwickeln zu können.“
Die Exeron-Multiform GmbH ist ein junges Unternehmen mit langjähriger Erfahrung – ein scheinbarer Widerspruch, der sich aus der Geschichte der Firma ergibt. Sie entstand erst Mitte des Jahres durch die Übernahme der Multiform Erodiertechnik GmbH, Wolfratshausen, durch die in Fluorn-Winzeln ansässige Walter-Exeron GmbH, eine Tochter der Mafell AG, Oberndorf. Voraussetzung für diese strategische Entscheidung von Walter-Exeron war die Zusicherung der Muttergesellschaft, die Werkzeugmaschinensparte konsequent auszubauen.
Die Partnerschaft gestalte sich bislang sehr positiv und bringe verschiedene Vorteile mit sich, berichtet der Geschäftsführer. So werden in dem neuen Unternehmen „Know-how, Erfahrung und Leistungsvermögen zweier Spezialisten auf dem Gebiet der Funkenerosion zusammengefaßt“, führt er aus. „Das Ergebnis ist ein gemeinsames, bereinigtes Programm moderner Erodiermaschinen und damit ein gebündeltes Marktpotential.“
Die beiden bisherigen Produktionsstandorte werden beibehalten und sollen ausgebaut werden, wobei jedoch Wolfratshausen für die kleineren Systeme zuständig ist. Hier fertigen die verbliebenen 30 Mitarbeiter im ersten Geschäftsjahr voraussichtlich 36 Maschinen, wobei die Produktion bis Kalenderjahresende bereits verkauft ist. Damit erzielen die Bayern einen Umsatz von rund 10 Mio. DM. In Fluorn-Winzeln produzieren 75 Beschäftigte im gleichen Zeitraum fast 70 Maschinen, der Verkaufserlös liegt bei 25 Mio. DM. Rund 60 % des Gesamtumsatzes erzielt das Unternehmen in Deutschland.
Zielgruppe ist nicht der Low-cost-Bereich
„Der deutschsprachige Raum steht bei uns auch weiterhin im Vordergrund“, merkt Haas an. Zielgruppe sei jedoch nicht der Low-cost-Bereich. Der Grund: Die Schwarzwälder setzen auf – nicht ganz billige – deutsche Wertarbeit. Dieser Philosophie folgend, präsentierten sie im vergangenen Jahr zur Emo die erste ausschließlich in Deutschland gefertigte Drahterodiermaschine Exeron D 603.
Das primäre Geschäft von Exeron-Multiform sei allerdings „nicht die Stand-alone-Maschine von der Stange“, so der Firmenchef. „Das überlassen wir anderen.“ Das Unternehmen will seinen Kunden vielmehr umfassende Lösungskonzepte bieten. „Dabei ist uns der persönliche Kontakt sehr wichtig“, betont Haas. Kundennähe sieht er auch als ein probates Mittel an, um der Funkenerosion neue Bereiche zu erschließen. „Wir arbeiten darauf hin, Erodiermaschinen künftig als vollwertige Fertigungssysteme in bestehende CAD/ CAM/CIM-Konzepte integrieren zu können.“
Anzeige
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 8
Ausgabe
8.2021
LESEN
ABO
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Tipps der Redaktion

Unsere Technik-Empfehlungen für Sie

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Aktuelle Whitepaper aus der Industrie

Unsere Partner

Starke Zeitschrift – starke Partner

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de