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Hightech von morgen im Blick

Zukunftsforschung: Trends im Fokus
Hightech von morgen im Blick

Zukunftsfeld Mechatronik und Robotik: Deutschland hat die Chance, auf diesem wachsenden Markt eine wichtige Rolle zu spielen Bild: DLR
Heute Wissen, was übermorgen gefragt sein wird: Darin steckt ein Geheimnis erfolgreicher Unternehmen. Auf vielen zukunftsweisenden Technikfeldern sind die Deutschen heute Spitze.

„Zukunft ist kein Schicksal“, sagt Prof. Dr. Hans Graf. Die Gesellschaft müsse das, was kommt, gestalten, fordert der Zukunftsforscher von der Universität St. Gallen. Im Weg stehe dem das kurzfristige Denken der Politik – aber auch der Wirtschaft. „Viele Dinge, die heute im Argen liegen, wurden von der Zukunftsforschung schon vor Jahrzenten beschrieben“, erläutert der Wissenschaftler, „wenngleich wenig geschehen ist.“

Graf beklagte dies kürzlich auf dem Zukunftskongress Tomorrow+, organisiert von den Wirtschaftsförderern von Bayern Innovativ. „Zukünftige Innovationen für unser Leben“, war das Motto der Veranstaltung. Die Weltwirtschaft stehe vor einem Wendepunkt, warnte er: „Erstmals seit rund 200 Jahren übersteigt die Produktionsleistung der so genannten Entwicklungsländer diejenige der OECD-Region.“ Welche Rolle Europa mit „seinen verwöhnten Spaß-, Event- und Rentnergesellschaften im globalen Konzert künftig spielen werde“ sei zu einem hohen Grad vom eigenen Gestaltungswillen abhängig.
Wo Deutschland mithalten kann, hat die Fraunhofer-Gesellschaft untersucht: So ist Deutschland führend in der Lasertechnik, den Optischen Technologien, der Solarenergie sowie in jungen Technologien wie dem Internet der Dinge, der Adaptronik und der so genannten Polytronik, bei der Computer aus Kunststoffen möglich werden sollen. Großes versprechen sich die Forscher zudem von der so genannten weißen Biotechnologie, die pflanzliche Rohstoffe als Ausgangsstoff für chemische Prozesse nutzt. „Wenn wir unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf diese Weise zielgerichtet konzentrieren, stärken wir die heimische Wirtschaft“, sagt Dr. Georg Rosenfeld, Hauptabteilungsleiter Unternehmensentwicklung bei der Fraunhofer-Gesellschaft in München.
Ein Bereich, in dem Deutschland nach Meinung der Fachleute Spitze ist, ist die Mechatronik und Robotik. „Die Robotik kann industrielle Wertschöpfung zurück nach Deutschland holen“, ist sich Prof Dr. Gerd Hirzinger sicher. Der Leiter des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik in Oberpfaffenhofen prophezeit vor allem der Servicerobotik eine große Zukunft. So seien in der alternden Gesellschaft persönliche Assistenten gefragt, ebenso kostengünstige Produktionsassistenten. Hirzinger warnt aber: „Japan und Korea haben sich längst zum Ziel gesetzt, dieses Feld wegen seines enormen Markt- und Arbeitsplatzpotenzials zu beherrschen.“
Tilman Vögele-Ebering tilman.voegele@konradin.de
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