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Kapazität mieten statt Maschinen kaufen

Werkzeugmaschinen für kurzfristigen Bedarf beschaffen
Kapazität mieten statt Maschinen kaufen

Kaufen ist out. Es gibt CNC-Dreh- und -Fräsmaschinen für den kurzfristigen Kapazitätsbedarf auch zu mieten, inklusive Full-Service. Der Vorteil für den Mittelständler ist eine sichere Kalkulationsgrundlage.

Klaus Dieter Hennecke ist freier Fachjournalist in Olpe

Ein typischer Fall: Ein Auftrag kommt, aber passende Maschinenkapazitäten fehlen. Die geeigneten Fertigungsressourcen sind auf Wochen ausgelastet. Für einen zeitlich begrenzten Auftrag zu inves-tieren, lohnt sich nicht. Bei Kauf oder Leasing braucht es für eine tragfähige Amortisationsrechnung ebenfalls eine längerfris-tige Auslastungsperspektive.
Für solche Fälle gibt es jetzt Alternativen, wie das Beispiel der Hommel Unverzagt-Gruppe (HUG) in Köln zeigt: Unter dem geschützten Label Flexirent vermietet das Maschinen-Vertriebs- und -Serviceunternehmen ab sofort moderne CNC-Dreh- und Fräsmaschinen für den individuellen Kapazitätsbedarf.
HUG-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Johann-Georg Riecker umreißt die Idee so: „Jeder Betrieb kann CNC-Maschinenkapazität mit Full-Service für eine vertraglich vereinbarte Stundenzahl mieten.“ Dabei werden die Preise laut Rieker nicht nach Kalendertagen, Wochen oder Monaten berechnet, sondern ausschließlich nach Hauptschalter-Ein-Stunden (HES). Es fallen nur dann Kosten an, wenn die Maschine eingeschaltet ist und Deckungsbeiträge erwirtschaftet. Der Vorteil: Diese Miete ist eine exakte Kalkulationsgrundlage, um die Stundensätze und die Stückkosten zu berechnen.
Bei dem Mietmodell kommt ein Servicepaket dazu, das mit einer einmaligen Pauschale berechnet wird. Diese Pauschale orientiert sich am Listenpreis der Maschine und liegt zwischen 2900 und 5000 Euro. Das Leistungsspektrum beinhaltet zum Beispiel den Transport, die endgültige geometrische Ausrichtung und die Inbetriebnahme sowie eine Einweisung. Dazu gehört auch die datenbankgestützte Service-Hotline. Inklusive sind zudem Maschinen- und Feuerversicherung sowie Inspektion und Wartung. Riecker: „Unser Ziel ist es, dass die Kunden mit unseren Maschinen Geld verdienen.“ Und ein wesentlicher Schlüssel für den Erfolg seien eben die Finanzierungskonzepte und der Kundendienst.
Das Angebot gilt für die Mehrzahl der Maschinen von Colchester, Fadal, Hwacheon, Okamoto, Okuma sowie Nakamura-Tome. Basis für die Berechnung der monatlich in gleichbleibender Höhe zu entrichtenden Mietzahlungen sind die gültigen Maschinenverkaufspreise. Diese sind in drei Preisklassen unterteilten: bis 75 000 Euro, 150 000 Euro und 300 000 Euro. Je mehr Stunden das gebuchte Paket umfasst, desto günstiger wird die Miete.
Eine Beispielrechnung: Bei einer Mietdauer von 2000 Stunden für eine Maschine aus Klasse 1 berechnen sich je Hauptschalter-Ein-Stunde Mietkosten von 13,83 Euro; in der Klasse 2 sind es 13,68 Euro und 13,32 Euro in Klasse 3.
Bei 4000 gebuchten Stunden reduziert sich die Miete je Betriebsstunde in den drei Klassen auf 9,09 Euro, 9,06 Euro und 8,57 Euro. Bei 6000 Stunden sind es nur noch 7,34 Euro, 7,33 Euro oder 6,97 Euro.
Bei einer sogenannten En-bloc-Miete von mindestens 4000 Stunden hat der Anwender Anspruch auf eine neue Maschine. Auch bei einer Mietdauer von 2000 Hauptschalter-Ein-Stunden erhält der Unternehmer eine Maschine, die in Funktion und Leistung einer Neuwertigen entspricht. Die kürzeste Mietdauer beträgt 2000 Stunden.
Industrieanzeiger
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