Sicherheit für Industrie 4.0

Keine Chance für Space Invaders

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Forschung | Für die Umsetzung von Industrie 4.0 in der Fabrik arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammen. Wie der Technologietransfer in puncto Sicherheit umgesetzt werden kann, zeigen Aussteller der Research & Technology in Halle 2.

Die Entwicklung von Industrie 4.0 hängt vor allem an der Frage der Sicherheit ab. „IT-Sicherheit ist ein erfolgskritischer Faktor für praxisorientierte und umfassende Industrie-4.0-Lösungen“, bestätigt Dr. Olaf Sauer vom Geschäftsfeld Automatisierung am Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB (Halle 2, Stand C16).

Wesentliche Aufgaben bestehen darin, Know-how zu schützen, Produktionsnetzwerke sicher zu gestalten und vertrauenswürdige Verbindungen mit anderen Unternehmensteilen sowie der Außenwelt herzustellen. Auch wie künftig die Automatisierungsarchitektur angesichts von Sicherheitsgesichtspunkten gestaltet wird, muss noch erarbeitet werden. Die Sicherheitsfrage ist daher bei der Konzeption, Implementation, Konfiguration und später im eigentlichen Betrieb durchgängig wichtig.
Das IOSB stellt auf der Research & Technology, der internationalen Leitmesse für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, das Verbundprojekt Secure Plug and Work vor. Das Ziel besteht darin, dass sich produktionsnahe Softwarekomponenten über alle Ebenen der Automatisierungsarchitektur hinweg unter Nutzung offener Standards, wie beispielsweise Automation ML und OPC UA, selbst konfigurieren. Automation ML und OPC UA sind beides Normenreihen zur Beschreibung und Modellierung von Produktionsanlagen und -komponenten beziehungsweise zur Kommunikation von industriellen Automatisierungsgeräten und -systemen. Beide Standards sollen nun miteinander vereint werden.
„Die zentrale Idee dabei ist, dass ähnlich zum USB-Standard bei PCs Mechanismen der Selbstbeschreibung in Bezug auf Funktionalität, Identifizierung, Selbstaufbau der Kommunikation und geregeltem Datenaustausch genutzt werden, wenn neue Komponenten, Maschinen oder Anlagen in ein Produktionssystem eingebracht werden oder sich softwarerelevante Änderungen in der Produktion ergeben“, erklärt Sauer. Letztlich dürfen sich nur authentifizierte Komponenten in die Kommunikation der Fabrik einklinken.
Bisherige IKT-Architekturen in Produktionsunternehmen sind jedoch auf diese Anforderung noch nicht ausgerichtet. Um das zu ändern, ist das nahtlose Zusammenspiel zwischen IKT-Kompetenz einerseits sowie produkt- und prozessspezifischem Know-how andererseits erforderlich: Ingenieure, Informatiker und Automatisierungsspezialisten müssen deshalb stärker als bisher zusammenarbeiten. Entsprechend ist auch das Projektkonsortium „Secure Plug and Work“ zusammengesetzt.
Um die Sicherheit auf allen Ebenen möglichst praxisnah zu erproben, etabliert das IOSB derzeit ein besonders ausgestattetes IT-Sicherheitslabor für die industrielle Produktion, in dem Schwachstellen in Produktionsnetzen und Angriffsszenarien gegen Automatisierungseinrichtungen vorab untersucht werden sollen. (sk) •
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