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„Kunden profitieren von gebündelten Kräften“

GF AgieCharmilles-Vice-President Bernhard Kasper über die Auswirkungen der neuen struktur
„Kunden profitieren von gebündelten Kräften“

„Mit kürzeren Innovationszyklen und einem dichteren Vertiebs- und Servicenetz helfen wir unseren Kunden, auch künftig international erfolgreich zu sein.“ Bild: GF AgieCharmilles
Agie, Charmilles und Mikron werden zu GF AgieCharmilles. Bernhard Kasper, Executive Vice President und Vertriebschef für Nord-, Zentral- und Osteuropa, erläutert die Hintergründe der neuen Struktur der Fertigungstechniksparte im Georg-Fischer-Konzern.

Herr Kasper, die GF AgieCharmilles-Gruppe hat bisher eine Vereinigung der Marken Agie, Charmilles und Mikron stets abgelehnt. Warum jetzt der Sinneswandel?

Die Mehrmarkenstrategie war bisher aus unserer Sicht richtig. Durch die Globalisierung haben sich jedoch die Rahmenbedingungen geändert. Damit sich unsere Kunden im internationalen Wettbewerb auch künftig Vorteile erarbeiten können, müssen wir unsere Innovationszyklen verkürzen. Vor diesem Hintergrund stünden die immensen Kosten paralleler Entwicklungen in keiner Relation zum Nutzen. Außerdem gibt uns dieser Schritt die Möglichkeit, die Marke weltweit noch stärker zu positionieren. Davon werden alle drei bisherigen Unternehmen profitieren.
Welche Ziele verfolgen Sie damit?
Wir wollen in allen Weltregionen stärker wachsen als der Wettbewerb. Und wir wollen unseren Kunden helfen, stärker zu wachsen als deren Wettbewerb.
Die Bedeutung internationaler Märkte steigt. Heißt das, dass Europa verliert?
Auf keinen Fall. Zum einen verstärken wir unser internationales Engagement weil unsere europäischen Kunden zunehmend international aktiv sind und uns vor Ort brauchen. Zum anderen wollen wir natürlich auch an den Wachstumsmärkten in Asien oder Osteuropa partizipieren. Aber das geht nicht zu Lasten unserer traditionellen Kundenkreise. Im Gegenteil. Die durch die Vereinigung frei werdenden Kapazitäten nutzen wir unter anderem, um unser Vertriebs- und Servicenetz gerade in Europa zu verdichten. Dadurch sind wir näher bei unseren Kunden und können schneller und gezielter auf deren Bedürfnisse reagieren.
Wie wirkt sich die Umstrukturierung für Ihre Kunden aus technischer Sicht aus?
Wir nutzen die Gelegenheit, das Beste der bisherigen Marken zu kombinieren. Wo es bislang Unterschiede gab, werden wir künftige Lösungen jedoch so gestalten, dass sich die Nutzer nicht umstellen müssen und die neuen Systeme mit den bestehenden kompatibel sind.
Der Name Mikron verschwindet. Ist Ihre Frässparte der Verlierer der Neuausrichtung?
Ganz und gar nicht. Mikron hat durch die Eingliederung in die GF AgieCharmilles-Gruppe erheblich gewonnen – unter anderem durch das deutlich größere Vertriebs- und Servicenetz, und das wird jetzt nochmals deutlich wachsen. Die Tatsache, dass wir jetzt ein Unternehmen sind, trägt dazu bei, dass unser Vertrieb künftig noch stärker als bisher verfahrensneutral beraten und dem Kunden die für ihn optimale Lösung anbieten wird. Je nach Anwendung kann das Fräsen durchaus auf Kosten des Senkerodierens profitieren. Dass die Marke Mikron bei uns irgendwann verschwindet, war übrigens von Anfang an klar, denn wir haben die Rechte am Namen nicht auf Lebenszeit gekauft. Natürlich ist ein solcher Schritt ein gewisses Risiko. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass unsere Kunden die Vorteile erkennen werden. Außerdem bleibt der Name Mikron ja in der Maschinenbezeichnung erhalten.

Agie, Charmilles und Mikron vereinigt
Der Georg-Fischer-Konzern, Schaffhausen/Schweiz, vereinigte zum 1. Juli seine bisherigen Marken Agie, Charmilles und Mikron zur gemeinsamen Marke GF AgieCharmilles. Durch die Bündelung der Kräfte will das Unternehmen seine Position als Hersteller von Elektroerosionsmaschinen sowie Hochgeschwindigkeits- und Hochleistungsfräszentren für den Werkzeug- und Formenbau und die Fertigung von Präzisionsteilen weiter ausbauen. Die deutsche Tochter GF Agie Charmilles GmbH hat ihren Sitz in Schorndorf.
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 19
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19.2021
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