Comvac

Mehr als bloße Luft

ComVac:_Internationale_Leitmesse_der_Druckluft-_und_Vakuumtechnik,_Halle_26
Zur Comvac 2017 stellten 257 Unternehmen aus, davon rund 80 % aus dem Ausland. Bild: Hannover Messe
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Druckluft- und Vakuumtechnik stehen alle zwei Jahre auf dem Programm der Hannover Messe. Erneut sind neben der Halle 26 wieder ein Teil der Halle 25 und das Freigelände damit belegt. ❧

Sabine Koll

Die Comvac wächst weiter: Bereits im Sommer vergangenen Jahres war die Halle 26 laut Deutscher Messe komplett ausgebucht. Dabei tragen insbesondere Unternehmen aus China, Deutschland und der Türkei zum starken Wachstum bei. Deshalb weichen viele Aussteller in den südlichen Teil der benachbarten Halle 25 sowie auf das Freigelände aus.

„Zur ComVac 2019 rechnen wir mit einem Zuwachs von 15 Prozent gegenüber 2017“, sagte Benjamin Low, Global Director Comvac bei der Deutschen Messe, im Herbst. „Dabei dürfen sich die Besucher auf viele Neuentwicklungen freuen. Hochdruckluft vereinfacht beispielsweise komplexe Prozesse in der chemischen und petrochemischen Industrie, und Speicherkraftwerke setzen Druckluft ein, um die Energieversorgung aus Sonne und Wind zu sichern. Für die Aussteller sind die Synergien zu den benachbarten Themen der Antriebs- und Fluidtechnik besonders interessant.“

Auf der Comvac steht Industrie 4.0 im Mittelpunkt, beispielsweise im Bereich Predictive Maintenance oder bei maßgeschneiderten Gesamtlösungen wie Leasing oder der Abrechnung pro Einheit. Energieeffizienz und Ressourceneffizienz bleiben weiterhin wichtige Themen. Zu den angemeldeten Ausstellern zählen führende Branchenplayer wie Aerzener Maschinenfabrik, Boge Kompressoren, Beko Technologies, Gebr. Becker, Kaeser Kompressoren oder Leybold. Nicht dabei sind in diesem Jahr hingegen die „Branchen-Schwergewichte“ Atlas Copco und Gardner Denver.

Start-up Altairnative setzt auf Druckluft- statt auf Blockheizkraftwerke

Neben den großen Playern tummeln sich auch Neulinge auf der Messe: So hat Altairnative (Halle 26, Stand A64) aus Mühlhausen in Thüringen ein neues Verfahren für die energieeffiziente Produktion von Druckluft entwickelt. Während andere Firmen üblicherweise ein Blockheizkraftwerk aufbauen, um mit dessen Strom die Kompressoren anzutreiben, setzt Altairnative auf Druckluft-Heizkraftwerke (DHKW), bei denen ein mit Erdgas betriebener Verbrennungsmotor die Kompressoren versorgt. Der Vorteil: Bei diesem Verfahren gibt es nahezu keine Wirkungsgradverluste mehr, da die entstehende Wärme fast vollständig genutzt wird.

Der Prototyp des DHKW von Altairnative wurde vor zwei Jahren erstmals vorgestellt. Mittlerweile sind sechs verschiedene Modelle verfügbar, vom kleinen D-Föhn bis großen D-Tornado mit einer Leistung von 300 kW. Laut Hersteller amortisieren sich die Geräte, die zu Preisen ab etwa 100.000 Euro angeboten werden, nach rund zwei bis vier Jahren. Die Anlagen werden vom Start-up-Unternehmen jeweils an die Bedürfnisse des Kunden angepasst.

Das Wachstum der Leitmesse der Druckluft- und Vakuumtechnik spiegelt die Marktentwicklung wieder: Laut einer Analyse des Marktforschungsunternehmens Global Market Insights wird der Druckluftmarkt bis 2024 einen Wert von 11 Mrd. US-Dollar übertreffen. Die kumulierte jährliche Wachstumsrate wird demnach bei mehr als 6 % liegen. Die rapide industrielle Ausweitung im asiatisch-pazifischen Raum werde den Markt für Druckluft besonders stark beeinflussen, so Global Market Insights. Zum Beispiel werden kontinuierliche Verbesserungen in den chemischen und pharmazeutischen Industrien in China und Indien das Wachstum vorantreiben.



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