QualitätssicherunG: Mobile Messtechnik löst Probleme vor Ort Messen, wo andere nur montieren

QualitätssicherunG: Mobile Messtechnik löst Probleme vor Ort

Messen, wo andere nur montieren

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Mit einem mobilen Messarm konnte der Automobilzulieferer Eberspächer im Abgastechnik-Produktionszentrum in Neunkirchen die Produktqualität auf ein neues Niveau heben.

„Wir müssen einfach in der Lage sein, auch vor Ort Messdaten zu erfassen“, betont Ralf Ingo Müller,Teamleiter Metrology im Abgastechnik-Produktionszentrum von Eberspächer in Neunkirchen. „Die mobile Messtechnik bietet uns die Chance, Fragestellungen vor Ort relativ einfach und schnell zu lösen.“

Das Abgastechnik-Produktionszentrum ist mit 1900 Mitarbeitern das größte Werk des Automobilzulieferers Eberspächer, der seinen Hauptsitz in Esslingen hat. Die Produktion hat eine relativ hohe Fertigungstiefe. Die Saarländer fertigen Tiefziehteile, können Rohre umformen und deren Ende bearbeiten und besitzen eine moderne Schweißtechnik. Alle Produkte vom Einzelteil bis zum kompletten Abgassystem lassen sich am Standort herstellen und über die Vor-Ort-Montagewerke Just in Sequence zum Kunden liefern.
In Neunkirchen hat Qualität eine hohe Priorität. Einen wichtigen Beitrag liefert der Dienstleistungsbereich Material & Engineering und Metrology. Hier werden das Verhalten und die Eignung neuer Materialien getestet. Die Messtechnik spielt dabei eine zentrale Rolle. Ingo Müller setzt auf einen mobilen Messarm des Herstellers Faro: „Wir haben bereits Mess-Systeme von Faro in Produktionsstätten in Südafrika, Nordamerika, Frankreich, England und Deutschland im Einsatz. Wir planen, den Faroarm als weltweites Standard-Mess-System bei uns festzuschreiben.“ In Neunkirchen ist seit Anfang 2005 der Faroarm der Platinum-Serie mit einem Messbereich von 3 m im Einsatz. Das Produkt ist in sechs oder sieben Achsen beweglich, besitzt einen internen Massenausgleich und ist daher auch für schwer zugängliche Stellen geeignet. Über vier Taster am Messgriff wird der Arm gesteuert, akustische Rückmeldungen geben dem Anwender Auskunft über den Mess-Status. Überlastungs-Sensoren in jedem Gelenk warnen, wenn der Arm überhöhten Handhabungs-Kräften ausgesetzt ist und sichern dadurch das Messergebnis.
In den letzten beiden Jahren konnte sich der Faroarm bei Eberspächer bereits in mehreren Aufgabenstellungen bewähren: So zum Beispiel bei geometrischen Untersuchungen im Prototypenbau. Der Messarm kann über den kompletten Produktlebenszyklus der Abgasanlage, aber auch bei der Prozessoptimierung und Betriebsmittelanalyse eingesetzt werden. Die Saarländer nutzen das Produkt stationär im Messraum ebenso wie mobil im Werk, in der Produktion, in den Vor-Ort-Montagewerken oder beim Kunden.
„Der Messarm ist stabil, gut ausbalanciert und robust“, fasst Messtechniker Karsten Korb seine Erfahrungen mit dem Faro-Produkt zusammen. „Zudem ist er wartungs- und bedienerfreundlich.“ Der größte Vorteil ist für Korb allerdings die Flexibilität des Messarms: „Bei den Messungen sind wir weder auf eine Örtlichkeit noch auf ein Bauteil festgelegt. Außerdem bietet uns der Faroarm durch seine offene Schnittstellen-Architektur die Möglichkeit, verschiedene Software-Varianten zu adaptieren.“
Im Rahmen ihrer Prüfstrategien nutzen die Eberspächer Messtechniker auch noch Prüflehren, die aussagekräftige und genaue Ergebnisse liefern. Auf diese Weise wird in erster Linie die Fertigungsqualität in den Vor-Ort-Montagewerken überwacht, denn mit den Prüflehren lassen sich Teile stichprobenartig, attributiv beurteilen. Für Prozessoptimierung und Bemusterungen ist die attributive Prüfung aber nicht mehr aussagekräftig genug. Dafür brauchen die Neunkircher die Messdaten des Faroarms. Messarm und Prüflehren ergänzen sich zudem, denn die Prüflehren sind so konzipiert, dass sie mit dem Mess-System adaptiert werden können. Die Saarländer können sich mit dem Faroarm über drei Punkte in die Prüflehre einmessen und Messdaten teilespezifisch erfassen.
In Zukunft wollen die Automobilzulieferer die Zusammenarbeit mit den Stuttgarter Messprofis noch vertiefen. So sollen Flächen möglichst schnell und mit einer hohen Punktdichte erfasst werden. Für diese Anwendungen ist der Scanarm von Faro vorgesehen. Mit berührungslosen Laser-Messungen wollen die Saarländer dann Flächendaten bereits in der Prototypenphase aufnehmen und in das CAD-System überspielen. Auf diese Weise sollen zusätzliche Messdaten für die Prüfstände gewonnen werden. Des Weiteren soll im nächsten Jahr die so genannte Farorail angeschafft werden. Dabei handelt es sich um eine lineare Verfahreinheit, mit der der Messbereich des Faroarms auf maximal 6 m erweitert werden kann.

Vom Krümmer bis zum Endrohr

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Die international tätige Unternehmensgruppe J. Eberspächer GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Esslingen zählt zu den führenden Systementwicklern und -lieferanten für Abgastechnik und Fahrzeugheizungen. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 6000 Mitarbeiter in 16 Ländern. Im Abgastechnik-Produktionszentrum im saarländischen Neunkirchen arbeiten 1900 Menschen. Zu den Kunden gehören nahezu alle europäischen Automobil- und Nutzfahrzeughersteller. Bei der Abgastechnik liegt der Schwerpunkt der Schwaben auf dem Pkw-Segment. Zum Produktportfolio gehören komplette Abgasanlagen vom Krümmer bis zum Endrohr, aber auch einzelne Komponenten wie Katalysatoren, Rußfilter oder Schalldämpfer. Mit einem Marktanteil von rund 20 % ist Eberspächer der größte konzern-unabhängige Hersteller von Abgasanlagen in Europa. Zu den Kunden zählen unter anderem BMW, DaimlerChrysler, Fiat, General Motors, Opel und Porsche.

Kosteneffizienz
Die Zeit der goldenen Messräume geht zu Ende. Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, Bauteile umständlich durch die Hallen zu transportieren, um sie im wohltemperierten Messraum zu prüfen. Heute kommt die Messtechnik zum Bauteil und nicht umgekehrt. Mobile und trotzdem hochgenaue Messtechnik wie zum Beispiel der Faroarm macht es möglich.

Sound aus dem Akustiklabor

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Nicht nur aus ökologischen Gründen hat die Abgasanlage an Bedeutung gewonnen. Auch optische und akustische Aspekte spielen dabei eine Rolle – gerade bei einem emotionalen Produkt wie dem Auto. So hat die Gestaltung der Endrohre eine hohe Priorität im Designprozess. Und der Klang wird mittlerweile in speziellen Akustiklabors kreiert. Hohe technologische Kompetenz dokumentieren zudem die Entwicklungen, mit denen die Schadstoffemission reduziert wird. Ein aktuelles Beispiel ist der Rußpartikelfilter für Dieselfahrzeuge.
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