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Mit Tool Management wird künftig das Geld verdient

Präzisionswerkzeughersteller Mapal: Als Global Player erfolgreich
Mit Tool Management wird künftig das Geld verdient

Dr. Dieter Kress, Geschäftsführender Gesellschafter Mapal: „Präzisionswerkzeuge machen durchschnittlich nur vier Prozent der Fertigungskosten aus, beeinflussen aber 96 Prozent der Herstellkosten.”
Auf ein gelungenes Jahr 1997 blickt Mapal-GeschäftsführerDr. Dieter Kress zurück. Konnte der Präzisionswerkzeughersteller den Umsatz doch um über zehn Prozent auf jetzt rund 200 Mio. DM steigern.

Mit der Umsatzentwicklung bei der Mapal Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG kann der Geschäftsführende Gesellschafter, Dr. Dieter Kress, zufrieden sein. Erreichten die Aalener 1997 doch ein Plus von über zehn Prozent. Das ist deutlich mehr als der Durchschnitt der Branche zu verzeichnen hatte. Insgesamt setzte Mapal mit 1200 Mitarbeitern (+ 60) über 200 Mio. DM um. Drei Viertel der Beschäftigten sind in Deutschland tätig. „Mapal steht nach wie vor zum Standort Deutschland”, betont der Firmenchef. Das zeige auch die hohe Zahl von Auszubildenden am Firmensitz Aalen. Von knapp über 700 Mitarbeitern sind hier rund 50 Auszubildende.

Im laufenden Jahr soll der Umsatz mit sechs bis acht Prozent ebenfalls überdurchschnittlich wachsen. Um das zu erreichen, genügen innovative Produkte allein nicht. Genauso wichtig ist, den Weg hin zum globalen Anbieter und Dienstleister konsequent weiter zu beschreiten. „In der Werkzeugindustrie scheint der Wandel das Normale zu werden”, so die Erfahrung des Firmenchefs.
Generell ist die Präzisionswerkzeugbranche in Deutschland eine typisch mittelständische Industrie, geprägt durch eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Unternehmen. Anders ist dagegen die Struktur der Abnehmer: Etwa die Hälfte aller Präzisionswerkzeuge geht in die Automobilbranche, überwiegend große Firmen, die weltweit agieren. Und diese Unternehmen verlagern ihre Produktion verstärkt in andere Länder. Dr. Kress: „Das heißt für die deutschen Werkzeughersteller, daß sie den Abnehmern folgen müssen. Das ist aus vielerlei Gründen nicht einfach.” Auf der anderen Seite kann das aber auch sehr positive Folgen haben. Dr. Kress bezeichnet es sogar als einmalige Chance für den Mittelstand, neue Märkte zu erschließen – und dies unter Mithilfe und Unterstützung beim Start durch die Kunden. „Eine sehr komfortable Situation, die es auszunutzen gilt und nicht zu bejammern ist.”
Hilfreich sind in diesen Fällen Kooperationen mit anderen Unternehmen. „Leider neigen gerade Mittelständler dazu, diese Möglichkeit sehr skeptisch zu sehen”, so die Erfahrung von Dr. Kress. „Sie empfinden dies als Einschränkung ihrer unternehmerischen Freiheiten.” Bei Mapal sieht man das anders. So arbeitet Mapal bereits in Brasilien und Singapur mit Partnern zusammen. In Ungarn ist Mapal eine Kooperation mit einem weiteren deutschen Hersteller von Präzisionswerkzeugen, einer Handelsfirma aus Österreich sowie einem Spezialisten aus Ungarn eingegangen. Dr. Kress: „Das ermöglichte uns, ein neues Produkt zu vermarkten und dabei das Risiko zu minimieren.”
Das neue Produkt heißt Tool Management. Dahinter verbirgt sich, daß für den Kunden Opel in Ungarn die gesamte Werkzeugversorgung für die Produktion von etwa einer halben Million Motoren pro Jahr gemanagt wird. „Das beinhaltet mehr als nur die Lieferung von Werkzeugen und Spannmitteln”, erläutert Dr. Kress. „Tool Management gibt dem Kunden darüber hinaus Unterstützung in Form umfassender Dienstleistungen.” Dazu gehört das Projektmanagement für komplexe Werkstücke wie Bearbeitungsplanung, Werkzeugkonzeption und -dokumentation, Aufrüst- und Einstellpläne sowie eine Reihe von Dienstleistungen im Produktionsbereich. Hierzu zählt etwa die Werkzeugdisposition und -lagerung, der Schleif- und Einstellservice sowie das Verfolgen und Umsetzen gemeinsam vereinbarter Verbesserungsziele. „Mapal wird nicht mehr nach der Anzahl gelieferter Werkzeuge bezahlt, sondern nach gefertigten Werkstücken”, erläutert Dr. Kress. „Das ist ein riesiger Unterschied. Wir haben in so einem Fall die gesamte Verantwortung, absolut freie Hand, aber auch die Verpflichtung, jedes Jahr billiger zu werden.” Gö
Über neue Produkte von Mapal finden Sie mehr im Industrieanzeiger Nr. 7. Er erscheint am 9. Februar.
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