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Mit virtuellen Prototypen Abläufe optimieren

Neuer Prozessor beschleunigt Produktentwicklung
Mit virtuellen Prototypen Abläufe optimieren

Die HP-Visualisierungs-Lösungen versetzen Entwickler in die Lage, buchstäblich in CAD-Modelle einzutauchen, um Verbesserungen vorzunehmen. Fehler können so korrigiert werden, ohne physische Prototypen bauen zu müssen (Bild: HP)
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Anläßlich der Autofact Technology Solutions in Detroit präsentierte Hewlett-Packard Company (HP), Fort Collins/ USA, einen neuen Prozessor. Er bildet die Grundlage für die HP-Produkte Visualize Center und Visualize Workgroup, deren Ziel das Beschleunigen der Produktentwicklung ist.

Von unserem Redaktionsmitglied Johannes Gillar

Die im amerikanischen Detroit stattfindende Veranstaltung Computer Technology Solutions (die frühere Autofact) bietet ein breites Spektrum Computer-basierter Werkzeuge, die Unternehmen helfen sollen, ihre Produktentwicklungszyklen zu optimieren. Die Ausstellung und das begleitende Kongreß-Programm richten sich laut Veranstalter SME – Society of Manufacturing Engineers – an Fertigungsingenieure aus dem Maschinenbau, der Automobil- oder der Zulieferindustrie.
Zwar ist das Messe-Ereignis im Herzen der amerikanischen Autoindustrie relativ klein, aber die Innovationsdichte ist dafür um so höher. 300 Aussteller präsentierten in der Cobo Hall am Detroit-River ihre Produkte. Dabei wurden mehr als 250 Neuheiten angekündigt. Und auch das Verzeichnis der ausstellenden Unternehmen liest sich wie ein Who is Who der Computerindustrie: Vertreten waren zum Beispiel Adobe, Applicon, Cimdata, Compaq, Hewlett-Packard, IBM, Intergraph Computer Systems, Microsoft, Parametric Technology, Silicon Graphics, Tecnomatix Technologies oder Unigraphics Solutions.
Die Sirius Systems Corp. aus dem kalifornischen San Jose präsentierte neue Module für ihre Virtual Manufacturing Suite. Bei diesem Software-Paket handelt es sich um eine Reihe von 3D-volumenmodellbasierten Software-Programmen zum Simulieren von NC-Maschinen und Bearbeitungsprozessen. Das Modul NC Optimizer analysiert NC-Werkzeugwege und korrigiert entsprechend Vorschub und Geschwindigkeit beim Fräsen, wodurch die Bearbeitungszeit laut Hersteller erheblich reduziert wird. Ebenfalls neu ist das Modul NC to Solid, das Anwendern die Möglichkeit bietet, CAD-Volumenmodelle aus NC-Daten zu erzeugen. Die Version 5 seiner CAD/CAM/CAE-Software Catia stellte IBM vor. Die Software ist plattformunabhängig und eignet sich sowohl für Microsofts Windows NT als auch für Unix.
Gleich eine ganze Reihe an Neuheiten präsentierte Hewlett-Packard (HP). Highlight waren die Visualisierungs-Lösungen des Computer-Spezialisten. Mit Visualize Center und Visualize Workgroup sind Projektteams in der Lage, buchstäblich selbst in die CAD-Modelle einzutauchen, um Verbesserungen vorzunehmen. Diese Lösungen ermöglichen Entwicklern virtuell durch originalgroße Fahrzeuge, Flugzeuge oder Gebäude zu laufen. Der Vorteil: Entwicklungsfehler können in Echtzeit korrigiert werden, ohne physische Prototypen bauen zu müssen. „Der Hauptvorteil dieser Lösung ist jedoch, daß sie nur halb so teuer ist wie bisherige Lösungen“, betont Thomas Volk, Marketing Manager der Hewlett-Packard Company in Fort Collins/USA. Zielgruppe für die schnelle Visualisierungs-Lösung sind Fertigungsunternehmen in den Bereichen Luftfahrt, Automobilindustrie und deren Zulieferern. Bereiche also, in denen Zeit- und Kostendruck extrem hoch sind.
Die Basis für die Visualisierungs-Lösung bildet der neue Risc-Prozessor PA 8500, den HP ebenfalls auf der Autofact vorstellte. Dieser Chip verbessert laut Volk die Leistung der bisherigen HP-Prozessoren um 70 bis 100 %. Dadurch würde das Visualisieren am Großbildschirm in Echtzeit erst möglich. Eingesetzt werden soll der neue Prozessor in den HP C-Klasse- Visualize-Workstations. Stolz ist Marketier Volk auf die Einfachheit, mit der die C200- und C240-Workstations mit dem PA 8500 aufgerüstet werden können. „Die Anwender müssen lediglich die System-Platine austauschen, um die Leistung ihrer Rechner zu erhöhen“, erklärt Thomas Volk. Mit dem Aufrüsten beginnen will HP ab Januar 1999.
Doch die Entwickler von HP denken bereits weiter. Da die Anwender immer mehr Rechenleistung fordern, wird die Risc(Reduced Instruction Set Computer)-Technologie bald an ihre Grenzen stoßen. Daher entwickelt der Hardware-Spezialist zusammen mit Chip-Hersteller Intel den sogenannten Merced-Chip, der echte 64-bit-Grafikleistung bieten wird. Nach Einschätzung von Barry Crume, Produkt-Marketing-Manager der HP Workstation Systems Division, werden CAD-Anwendungen im Jahr 2000 diese 64-bit-Architektur benötigen.
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