Startseite » Allgemein »

Nachbarland Frankreich ist Handelspartner Nr. 1

Deutsche Investoren sind im Hexagon gefragt
Nachbarland Frankreich ist Handelspartner Nr. 1

Anzeige
Deutschland ist wichtigster Handelspartner Frankreichs in Europa. Der Verband Invest in France mit seiner Frankfurter Niederlassung unterstützt deutsche Unternehmen bei ihren Investitionsvorhaben in das französische Nachbarland.

Terence Zeyer ist Mitarbeiter der Frankfurter Niederlassung von Invest in France

Die deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen sind traditionellerweise stark, und durch die Schaffung des EU-Binnenmarktes sowie die Einführung des Euro wird dieses Verhältnis noch weiter verstärkt. Deutsche Unternehmer betrachten Frankreich als ein ideales Land, um sich dort Niederlassungen aufzubauen. Deutschland ist in der Tat einer der ersten Industrieinvestoren im Hexagon. Für das Jahr 1998 wurden 81 Investitionen im Industriesektor oder im Bereich der Dienstleistungen für die Industrie seitens deutscher Unternehmer bekanntgegeben, was insgesamt 6272 neue Arbeitsplätze und eine Gesamtinvestition von umgerechnet rund 895 Millionen Mark bedeutet. Diese Bilanz bestätigt einen starken Anstieg seit 1996 – damals wurden 51 Investitionen mit 2134 neu geschaffenen Arbeitsplätzen gezählt – und 1997 mit 70 Investitionen und 4328 neuen Arbeitsplätzen. Diese Zahlen stellen Deutschland an zweite Stelle der ausländischen Investoren hinter den USA und kommen zu den auf 1100 Industriestandorte verteilten 185000 Arbeitsplätzen noch hinzu.
Die Investoren sind vor allem Unternehmen des Mittelstandes, die in Frankreich einen neuen Markt oder wettbewerbsfähige Produktionskosten suchen. Die Deutschen sind vorsichtige Investoren, wenn sie den Rhein überqueren. Sie bevorzugen aus Gründen der geographischen und kulturellen Nähe das elsaß-lothringische Grenzgebiet, zögern aber zwischenzeitlich auch nicht mehr, an entfernteren Standorten zu investieren, um sich den Märkten, neuen Partnern oder Rohstoffquellen zu nähern. Die Mehrzahl der Projekte wird heute in Form von Standortgründungen realisiert, die, nach statistischen Angaben, durchschnittlich 40 Arbeitsplätze und Investitionen in Höhe von 20 Millionen Mark erbringen. Als Dienstleistung informiert Invest in France über die Modalitäten einer Investition und über die französischen Regionen.
Der Verband Invest in France Network (IFN) wurde 1992 auf Initiative der Delegation für Raumordnung und Raumplanung (Datar) gegründet. Er vereinigt die Akteure der Regionalentwicklung, die Industrieunternehmen der öffentlichen und privaten Hand, die betroffenen Behörden und Finanzinstitute. Zusammen mit der Datar und ihren Büros im Ausland, die Invest in France Agencies, stellt der Verband das nationale Werkzeug zur Förderung, Akquisition und Aufnahme produktiver ausländischer Investitionen in Frankreich dar.
Zum Verband gehören:
1. Invest in France Agencies (IFA): hierbei handelt es sich um 18 Büros der Datar im Ausland: acht Büros in Europa, vier Büros in Nordamerika und sechs in Asien.
Die IFAs haben eine präzise Aufgabe: Standortmarketing und Projektbegleitung. Sie positionieren sich als die „one face to the client“.
  • 2. Datar: Die Delegation für Raumordnung gewährleistet in Paris die allgemeine Planung der Vorgänge, prüft die Finanzierung der Projekte und handelt öffentliche Zuschüsse aus. Sie arbeitet eng mit dem Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, der Direktion der Außenhandelsbeziehungen, der Zollgeneraldirektion und dem Industrieministerium zusammen.
  • 3. Großunternehmen und Umstrukturierungsgesellschaften
Zahlreiche französische Unternehmen tragen durch ihren Beitritt zum Datar – Invest in France Network zu einer optimalen Aufnahme der Investoren bei: Adréspatiale, Charbonnages de France, Crédit Lyonnais, Electricité de France , Crédit National, Elf, France Télécom, GIAT, Rhone Poulenc, Thomson, Usinor Sacilor, Cogéma. Einige von ihnen, die im Hexagon-Verband vereinigt sind, wirken an der durch das Netz getriebenen Aufnahmedynamik mit. Ihre Umstrukturierungsgesellschaften bieten eine die Dienstleistungen der Datar ergänzende, technische und finanzielle Hilfeleistung.
4. Örtliche Akteure
Sie bieten den ausländischen Investoren eine für den Abschluß der Projekte, die Wahl und Einrichtung der Standorte wesentliche Hilfe vor Ort.
Auf dem Gebiet werden tätig:
Die Kommissariate für Industrialisierung und Wirtschaftsentwicklung, wobei es sich um eine Aktion zur Förderung und Valorisierung des Gebietes handelt. Diese Kommissariate arbeiten eng mit der Delegation für Raumordnung zusammen.
Die den Gebietskörperschaften oder Industrie- und Handelskammern (CCI) unterstehenden örtlichen Wirtschaftsförderungsbüros arbeiten die an das Gebiet angepasste Entwicklungsstrategien aus.
Wurde ein geeignetes Investitionsprojekt gefunden, erhalten Unternehmen bei Bedarf umfangreiche Subventionen zur Erleichterung ihres Vorhabens. Der französische Staat begrüßt Investitionen durch Ausländer in Frankreich in fast allen wirtschaftlichen Bereichen. Insbesondere ausländische Investitionen werden gefördert, die Arbeitsplätze schaffen, Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit sich bringen oder zur Entwicklung einer wirtschaftlich schwachen Region beitragen. Die EU, die französische Regierung, die Gebietskörperschaften wie Regionen,
Außerdem werden auch die Steuervergünstigungen in Betracht gezogen, da sie für neugegründete Unternehmen interessant sind: beispielsweise Körperschaftssteuer- und Gewerbesteuerbefreiung auf bestimmte Zeit und Gebiete. Dazu zählen auch vergünstigte Darlehen, Vorschüsse und Vergütungen. Die Regionen können solche Beiträge und Finanzierungsbeihilfen gewähren. Auch Departements und Kommunen sowie bestimmte Umstrukturierungsgesellschaften gewähren eine Reihe finanzieller Hilfen, die von der EU abgestimmt sind.
Als besonders bedeutende Subvention gilt die Raumordnungsprämie Prime à l’Aménagement du Territoire (PAT). Diese Prämie wird für Projekte gewährt, die innerhalb drei Jahren 20 Millionen FF Gesamtinvestitionen betätigen und 20 Arbeitsplätze schaffen. Zusätzlich zur PAT können auch lokale Zuschüsse gewährt werden, zum Beispiel der Fonds zur Entwicklung der kleinen und mittelständischen Unternehmen (FDPMI). Dazu werden auch Regionale Beschäftigungsprämien wie Prime Regionale à l’Emploi (PRE) oder Prime Régionale à la Création d’Entreprises (PRCE) gewährt, zur Arbeitsplatzbeschaffung oder Unternehmensgründung. Förderungen für Forschung und Entwicklung aber auch Fortbildung von Arbeitnehmern stehen zur Verfügung.
Hilfen für Investoren: Invest in France Agency (IFA)
Invest in France Agency in Frankfurt vertritt in Deutschland offiziell alle regionalen und lokalen französischen Wirtschaftsförderungsverbände sowie die Datar. Die IFA Deutschland ist die Außenstelle der französischen Raumordnungsbehörde Datar (Délégation à l’Amenagement du Territoire et à l’Action Régionale), die mit der Wirtschaftsförderung und der Ansiedlung von Investitionen in den französischen Regionen beauftragt ist. Unternehmen erhalten Auskünfte über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld Frankreichs, über Arbeitsbedingungen und Steuervorteile, Finanzierungsmöglichkeiten und Förderungsmaßnahmen des französischen Staates sowie Standortvorschläge und Standortanalysen.
Auch bei der Partnersuche in Frankreich leistet IFA Hilfestellung: Durch seinen offiziellen Status können enge Kontakte zu den regionalen und örtlichen Förderverbänden Frankreichs hergestellt werden. Die Dienstleistungen von Invest in France sind kostenlos und streng vertraulich
Invest in France Agency, Reuterweg 47, 60323 Frankfurt am Main, Tel. 069/170023-0, Fax 069/170023-23
Anzeige
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 25
Ausgabe
25.2020
LESEN
ABO
Video aktuell

Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Tipps der Redaktion

Unsere Technik-Empfehlungen für Sie

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Aktuelle Whitepaper aus der Industrie

Unsere Partner

Starke Zeitschrift – starke Partner

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de