Fertigung:Neues von der Hausmesse bei DMG Mori

Fertigungstechnik

Neues von der Hausmesse bei DMG Mori

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Von der additiven Fertigung über das Laserstrukturieren bis zum klassischen Zerspanen reichte das Themenspektrum auf der Hausmesse von DMG Mori in Pfronten. ❧

Mona Willrett

Zu Beginn des EMO-Messejahres 2019 präsentierte DMG Mori vom 22. bis 26. Januar in Pfronten 70 Hightech-Maschinen, 20 davon mit Automation. Mit den Schwerpunkten seiner diesjährigen Hausausstellung bei Deckel Maho stellte der japanisch-deutsche Konzern die Wertschöpfungsketten in verschiedenen Branchen in den Fokus. Exemplarisch standen dafür die Technology Excellence Center „Aerospace“ und „Die & Mold“. Durch frühzeitiges Einbinden seiner Prozessspezialisten in die Produktentwicklung oder die Planung neuer Produktionseinheiten beim Kunden konzipiert der Maschinenbauer ganzheitliche Fertigungslösungen für unterschiedlichste Anwendungen. Welche Bandbreite dabei abgedeckt wird, zeigte insbesondere das Excellence Center Die & Mold. Das Werkstückspektrum reicht hier vom 10-mm-Stempel bis zur 6000 mm großen Werkzeugform.

Nicht nur im Werkzeug- und Formenbau ergänze die additive Fertigung spanende Prozesse inzwischen perfekt und eröffne ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten, sagte Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori AG, im Rahmen der Hausmesse. In vielen Unternehmen sei das Potential der Technologie zwar bereits erkannt, oft fehle jedoch noch das nötige Wissen, um die Bauteile verfahrensgerecht gestalten und so das Potenzial der Technologie ausschöpfen zu können. Mit ihrem neuen Beratungsansatz soll hier die DMG Mori Academy Abhilfe schaffen und Kunden beim Aufbau des entsprechenden Know-hows unterstützen sowie die Prozessketten rund um die Maschinen des Konzerns etablieren.

Mit höherer Präzision additiv fertigen

Thönes ist sich sicher, dass seinem Unternehmen mit den jüngsten Entwicklungen im Bereich der additiven Fertigung ein großer Schritt gelungen ist. Die kontinuierliche Weiterentwicklung in diesem Bereich belegten unter anderem die jüngst vorgestellte Lasertec 12 SLM und die innovative Software-Lösung Optomet. Mit einem Fokusdurchmesser von 35 µm sei die Maschine viermal genauer als der aktuelle Industriestandard und erlaube eine deutlich feinere Auflösung der Strukturen sowie wesentlich dünnere Wanddicken. Gleichzeitig bietet die Pulverbettmaschine ein für diese Präzisionsklasse laut DMG Mori großes Bauvolumen von 125 mm x 125 mm x 200 mm.

Mit einer Beteiligung von 30 % am indischen Software-Entwickler Intech erschließt sich der Maschinenbauer den Zugang zu wichtigem Software- und Technologie-Know-how für die generative Produktion. Intech hat sich auf Additive Manufacturing sowie damit verbundene Software-Lösungen spezialisiert – einschließlich der künstlichen Intelligenz für diesen Bereich. Ein erstes Resultat der Zusammenarbeit ist die Optomet-Software, die Intech für die Lasertec-SLM-Baureihe anbietet. Die Software verfügt über sich selbst anpassende und lernende Algorithmen. Sie kalkuliert erforderliche Prozessparameter innerhalb von Minuten vorab. Außerdem soll sie nicht nur deutlich bessere Oberflächen ermöglicht, sondern auch in die Lage versetzen, Materialeigenschaften wie die Härte, Porosität oder Elastizität reproduzierbar zu optimieren.

Laser erzeugt schnell perfekte Strukturen

Mit den Maschinen der Lasertec-Shape-Baureihe können Werkzeugbauer geometrisch definierte Strukturen auf der Oberfläche von Spritzgussformen, Pressstempeln oder sonstigen Freiformflächen herstellen sowie Beschriftungen einbringen. Als neues Mitglied der Baureihe feierte die Lasertec 125 Shape in Pfronten Premiere. Sie ist fürs Texturieren großer Formen mit Durchmessern bis 1250 mm und bis 700 mm Höhe konzipiert. Die Werkstück dürfen maximal 2600 kg wiegen. Anwendern aus allen Bereichen des Werkzeug- und Formenbaus bietet diese Technologie völlige Designfreiheit – prozesssicher und reproduzierbar.

Die Dynamik der Lasertec 125 Shape resultiert aus der DirectDrive-Technologie und wird durch den optionalen Highspeed-Z-Shifter nochmals verbessert. Er steigert die Verfahrgeschwindigkeit in Z-Richtung von 1,5 auf bis zu 5 m/s. Die Texturierungsqualität bleibt dabei laut DMG Mori erhalten. Das Ergebnis seien bis zu 69 % kürzere Prozesszeiten und somit geringere Kosten pro Bauteil. Der Laser arbeitet mit einer Pulsfrequenz von 1000 kHz. Ein hochgenauer Scanner mit digitalem Messsystem und Scangeschwindigkeiten von bis zu 30 m/s rundet die Hardware ab.

Fräszentrum für anspruchsvolle Jobs

Als zweites Highlight in Pfronten präsentierte DMG Mori erstmals das vertikale Highspeed-Bearbeitungszentrum DMP 70. Die kompakte Produktionsmaschine ist für Anwendungen in der Medizintechnik, in der Aerospace-Industrie, bei Job Shoppern sowie anderen anspruchsvollen Bereichen konzipiert. Gegenüber ihrem Vorgänger Milltap 700 soll sie ein um 10 % höheres Zerspanvolumen erreichen und anspruchsvolle Werkstücke um 30 % schneller bearbeiten. Zudem benötigt sie mit einer Aufstellfläche von 4,2 m² 10 % weniger Platz. Mit Verfahrwegen von 700 mm x 420 mm x 380 mm eignet sich die DMP 70 für ein vielfältiges Teilespektrum. Ein breites Maschinenbett aus Grauguss und 35 mm breite Linearführungen stehen für Stabilität. Für Präzision sorgen zudem direkte Absolut-Wegmesssysteme im Standard und ein durchdachtes Kühlkonzept. Insgesamt sei die Neue 60 % genauer als die Milltap 700, teilte der Maschinenbauer mit. Mit Eilgängen von 60 m/min, einer Beschleunigung von bis zu 2 g und einer Span-zu-Span-Zeit von 1,5 s bearbeitet sie komplexe Werkstücke hochdynamisch. Automationslösungen wie das Werkstück-Handling WH 3 Cell, mit dem die DMP 70 zur Hausausstellung präsentiert wurde, lassen sich flexibel von rechts, links oder von vorne anbinden.

Digitalisierung und Automation

Als strategische Zukunftsfelder sieht DMG Mori weiterhin die Digitalisierung und die Automatisierung. Thönes betonte, auch hier schreite die Entwicklung rasch voran. Bis zur EMO im Herbst werde es möglich sein, das gesamte Maschinenportfolio entsprechend auszustatten. Unter dem Motto Integrated Digitization forciert der Maschinenbauer die durchgängige digitale Vernetzung auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette – von der vorgelagerten Fertigungsplanung über die digitale Überwachung der Produktion bis hin zu digitalen Serviceleistungen, etwa in der Wartung.

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