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Picken mit allen Sinnen

Knapp kombiniert Pick-to-Light-System mit Pick by Voice
Picken mit allen Sinnen

Im Durchlaufregal werden die A- und B- Artikel mittels Pick to Light kommissioniert und anschließend die C- und D-Artikel vom Fachbodenregal mittels sprachgesteuertem System gepickt (Bild: Knapp)
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Die Kombination zweier Kommissioniersysteme mit der Chargenerfassung soll sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Qualität der Kommissionierung deutlich steigern: Bis zu 400 Auftragszeilen pro Stunde lassen sich bei einer höheren Kommissioniergenauigkeit damit erreichen.

Von unserer Mitarbeiterin Monika Enns monika.enns@konradin.de

„Mit Augen und Ohren lassen sich Kommissionierleistungen von bis zu 400 Auftragszeilen pro Stunde erreichen“, berichtet Dieter Kohlfürst, Produktmanager bei der Knapp Systemintegration GmbH aus dem österreichischen Leoben. Das Unternehmen bietet die Möglichkeit, seine beiden Programm-Module VDP (Kisoft Voice Directed Picking) und PTL (Kisoft Pick to Light) zu kombinieren. Weitere Vorteile sollen sich durch die Integration mit der Chargenerfassung und -verfolgung ergeben. Kohlfürst: „VDP bietet geradezu ideale Möglichkeiten, beim Kommissionieren die Chargennummer der Artikel zu erfassen.“ Bei VDP erfolgt die Information über den angeforderten Artikel über einen Kopfhörer. Der Kommissionierer wird je nach – chargenreiner oder gemischter – Lagerstrategie beim Entnehmen des Artikels aufgefordert, einen Teil der Chargennummer mitzuteilen, etwa die letzte oder die beiden letzten Ziffern. Da das System die möglichen Chargennummern kennt, wird die Entnahme direkt verifiziert.
Folgende Vorteile des kombinierten Einsatzes beider Kommissioniersysteme inklusive der Chargenerfassung in puncto Wirtschaftlichkeit und Qualitätssteigerung ergeben sich daraus:
  • Aufgrund des papierlosen PTL-Prinzips entfallen alle Investitions- und Folgekosten, wie beispielsweise für Drucker, Toner, Papier sowie Wartungskosten und -verträge. Beim PTL-Prinzip (Pick to Light) wird dem Kommissionierer die Information über den angeforderten Artikel und den nächsten Zugriffsplatz über optische Anzeigen oder Displays übermittelt.
  • Die bei den Fachbodenregalen ansonsten aufwendige Verkabelung wird mit Pick by Voice eingespart. Stattdessen lässt sich die Kommissionierung bis hin zum Null-Fehler-orientierten Kommissionieren steigern. Denn die papierlose Kommissionierung kann für die schnelldrehenden A- und B-Artikel ebenso eingesetzt werden wie für die Langsamdreher der C- und D-Kategorie.
  • Ein weiterer Zusatznutzen der Online-Kommissionierung entsteht durch die simultane Null-Durchgangs-Inventur sowie durch die automatisch erfassten Abweichungen und Chargennummern. Die Funk-Infrastruktur des gesamten Kommissionierbereichs kann für die mobilen Terminals genutzt werden, etwa für die Nachschubanforderung.
Laut Kohlfürst lassen sich damit Kommissionierleistungen von bis zu 400 Auftragszeilen pro Stunde erreichen. Bei einer typischen Anwendung werden in einer Kommissionierzone mit Behälterfördertechnik die frontseitigen Durchlaufregale für die A- und B-Artikel mit Pick-to-Light-Technik ausgestattet. Dieses displaygeführte, beleglose Kommissioniersystem sorgt für ein flexibles Zonenmanagement sowie eine variable Gestaltung des Lagerortes, bei dem Folgebehälter automatisch bereitgestellt werden. Die Pick-by-Voice-Kommissionierung kommt für die rückwärtigen Fachbodenregale mit den C- und D-Artikeln zum Einsatz. Durch den Pick-to-Light-Datenkonzentrator als einziger erforderlicher Schnittstelle werden beide Kommissioniersysteme koordiniert. Jeder Kommissionierer ist mit einem Talkman, einem sprachgesteuerten, mit Funk arbeitenden Mobil-Computer für mehrsprachige Arbeitsumgebungen sowie einem Kopfhörer (Headset) ausgestattet. Für den Kommissionierprozess wird der Kundenbehälter in die Pickzone eingeschleust. In den Durchlaufregalen mit den in Behältern bereit gestellten A- und B-Artikeln erhalten die Kommissionierer von den PTL-Displays die jeweiligen Entnahmemengen angezeigt. Sind nach Beendigung der Entnahme im PTL-Bereich auch im Fachbodenregalbereich C- und D-Artikel zum laufenden Auftrag zu picken, wird der Kommissionierer per Zonencontroller optisch informiert und erhält über den Talkman die abzuarbeitenden Aufträge sequenziell so lange angesagt, bis das Auftragsende akustisch per Headset und optisch per Zonen-Controller signalisiert wird.
Bis zu 400 Auftragszeilen pro Stunde werden abgearbeitet
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