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PLM macht aus einem vier Cent Gewinn

Messe CAT.Pro: CAx-Systeme bleiben noch zentrales Thema
PLM macht aus einem vier Cent Gewinn

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Das Hauptinteresse der CAT.Pro-Besucher galt den CAx-Lösungen. Den Unterschied zwischen einem oder vier Cent Gewinn je umgesetzten Euro machen aber durchgängige Prozesse aus – auf Basis des Product Lifecycle Management.

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Corban michael.corban@konradin.de

5050 Besucher – vergleichbar viele wie im Vorjahr – besuchten in Stuttgart die CAT.Pro, Fachmesse für innovative Produktentwicklung, Daten- und Prozessmanagement. Zusammen mit den 150 Ausstellern hatte die Stuttgarter Messe Stuttgart International insbesondere das Thema Product Lifecycle Management (PLM) in den Vordergrund gestellt. 80 % der Besucher gaben allerdings an, sich über Systeme zur Produktdatenerzeugung informieren zu wollen, also vor allem die C-Techniken. Rund ein Drittel – Mehrfachnennungen waren möglich – interessierten sich für die Produktdaten-Verwaltung und -Organisation über Lösungen für das Produkt- Daten-Management (PDM).
Welche Bedeutung den Themen rund um die durchgängige Produktdatennutzung in Unternehmen zukommt, zeigte nach Angaben der Messe Stuttgart die Sonderschau der Stuttgarter Daimler-Chrysler AG zum Thema Digitale Fabrik, an der auch die Projektpartner beteiligt waren. „Wir bauen keine Fabrik mehr, die wir nicht vorher komplett am Bildschirm in 3D simuliert haben“, berichtete Peter Csavajda, Leiter Digitale Fabrikplanung bei der Mercedes Car Group in Sindelfingen. „Damit sparen wir beim Bau von neuen Fertigungshallen viel Geld, weil teure nachträgliche Anpassungen entfallen.“ Zudem könne man schneller mit neuen Modellen auf dem Markt sein.
Dass das Product Lifecycle Management mit durchgängigen Prozessen zu Zeit- und Kostenvorteilen führt, wurde auch in der Studie Benefits of PLM sichtbar. „Fortgeschrittene PLM-Anwender wirtschaften rentabler als PLM-Nachzügler“, erläuterte Prof. Dr. Michael Abramovici, Leiter des Lehrstuhls für Maschinenbauinformatik (ITM) an der Ruhr-Universität Bochum, anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen der CAT.Pro. Die Studie, unterstützt vom Bereich Business Consulting Services (BCS) der Stuttgarter IBM Deutschland GmbH, zeigte auf, dass PLM-Vorreiter je umgesetzten Euro im Schnitt vier Cent Gewinn erwirtschaften, PLM-Nachzügler dagegen nur einen Cent. Befragt wurden dabei 30 Unternehmen der Automobilindustrie aus Österreich und Deutschland.
Die ITM-Forscher stellten fest, dass die Nachzügler größere Fixkosten bewältigen müssen und weniger flexibel auf die sich verändernden Marktbedingungen reagieren können. „Langfristig“, so Abramovici, „können die PLM-Vorreiter so stärker investieren und ihre Position ausbauen.“
Prämiert wurden im Rahmen der Messe auch die Gewinner des Wettbewerbs „PDM produktiv“ in der Kategorie Best Practice, bei dem es darum ging, die Potenziale des PDM in der mittelständischen Industrie aufzuzeigen. Ausgeschrieben wurde der Preis von der Karlsfelder Compass Systems GmbH zusammen mit der Karlsruher Procad GmbH & Co. KG und der Microsoft GmbH aus Unterschleißheim. Für gut laufende PDM-Implementierungen wurden drei Unternehmen ausgezeichnet:
  • Die BDT Büro- und Datentechnik GmbH & CO. KG aus Rottweil mit ihrem Projekt „Planung und Realisierung eines globalen PLM-Prozesses“.
  • Das Maschinenbau-Unternehmen BHS-Sonthofen GmbH aus Sonthofen mit dem Beitrag „PDM-Einführungs- und Umsetzungsstrategien“.
  • Die J.A. Becker & Söhne Neckarsulm GmbH & Co. KG aus Erlenbach mit dem Thema „Einführung- und Ausbau eines PDM-Systems mit ERP-Kopplung“.
Die ausschreibenden Firmen zeigten sich mit dem Wettbewerb sehr zufrieden und wollen auch im kommenden Jahr ihr PDM-Netzwerk weiter aufbauen.
PLM-Erfolg ist abhängig von definierten Zeithorizonten
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