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Präzise, zuverlässig und preiswert

Neues 3- und 5-Achsen-Zentrum mit einfacherer Ausstattung
Präzise, zuverlässig und preiswert

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Bearbeitungszentren | Mit dem Fräszentrum C 250 bringt Hermle eine solide und präzise Maschine auf den Markt, die auch für Einsteiger in die Gosheimer 5-Achsen-Welt interessant ist. Eine einfachere Ausstattung sorgt für einen attraktiven Preis. ❧ Mona Willrett

Eines der Highlights auf die diesjährigen Hausausstellung der Gosheimer Berthold Hermle AG war das neue Bearbeitungszentrum C 250. Als Motivation für die Entwicklung eines kleineren Einsteigermodells nannte Vorstandsmitglied Franz-Xaver Bernhard den Erfolg der 2012 eingeführten C 400. „Vom größeren Modell unserer Einsteiger-Baureihe sind mittlerweile rund 600 Stück am Markt. Viele davon bei Neukunden.“

Zusammen mit der C 400 bildet die C 250 eine eigene Baureihe, die unterhalb der zweistelligen Reihe mit den Modellen C 12, C 22, C 32, C 42, C 52 und C 62 angesiedelt und diesen laut Bernhard hinsichtlich Präzision und Zuverlässigkeit ebenbürtig ist. Potenzielle Kunden müssten lediglich hinsichtlich der Dynamik und der Optionsvielfalt Einschränkungen akzeptieren. Bernhard betonte, dass in den Maschinen die gleichen Komponenten verbaut würden und die Montage durch die gleichen Mitarbeiter erfolge. „Selbstverständlich erfüllt auch das neue Modell unsere hohen Standards, aber für viele Anwendungen reicht die etwas reduzierte Ausstattung völlig aus.“
Die C 250 ist konzipiert fürs zuverlässige Fertigen präziser Teile für den Maschinenbau, die Zuliefer- und Automobilindustrie, den Motorsport, den Werkzeug- und Formenbau sowie für die Feinwerk-, Medizin oder Energietechnik. Laut Bernhard war die Einsteiger-Baureihe ursprünglich eher für Märkte gedacht, in denen Frästechnik aus Gosheim noch nicht etabliert ist. Dass die bislang verkauften C 400 fast zur Hälfte an deutsche Kunden gingen, habe ihn ein wenig überrascht.
Da noch immer Hunderte Maschinen des Modells C 600 im Einsatz sind, die irgendwann ersetzt werden müssen, lautete eine der Vorgaben an die Entwickler der C 250: Das neue Modell muss auf den Platz der älteren C 600 passen, einem ähnlichen Konzept folgen, aber neueste Technologie bieten.
Wie die C 400 ist die Neue in der bewährten modifizierten Gantryausführung ausgelegt und hat ein Maschinenbett in Mineralgussausführung. Sie ist wahlweise als 3- oder 5-Achsen-BAZ erhältlich. Der integrierte starre Aufspanntisch kann in der 3-Achsen-Ausführung mit bis zu 1100 kg schweren Werkstücken mit maximalen Abmessungen von 600 mm x 550 mm x 450 mm beladen werden. Auf dem NC-Schwenkrundtisch der 5-Achsen-Ausführung können die Anwender bis zu 300 kg schwere Werkstücke mit einem maximalen Durchmesser von 450 mm und einer Höhe von 355 mm hochpräzise bearbeiten. Die Verfahrwege im mit Edelstahl verkleideten Arbeitsraum messen 600, 550 und 450 mm in X-, Y- und Z-Richtung. Die Linearachsen beschleunigen mit 6 m/s2. Die C-Achse tourt mit 40 min-1, die A-Achse mit 25 min-1. Eine große Türöffnung gewährleistet eine einfache und sichere Kranbeladung.
Die C 250 hat ein integriertes Werkzeugmagazin für 30 Werkzeuge. Optional können zwei Zusatzmagazine mit 50 oder 88 zusätzlichen Plätzen adaptiert werden. Das Bedienpult lässt sich zur Werkzeugbeladestelle schwenken, so dass der Bediener die Kenndaten direkt in die Werkzeugtabelle in der Steuerung eingeben kann.
Eine der Einschränkungen hinsichtlich der Optionsvielfalt betrifft die Steuerung. Hermle bietet die C 250 ausschließlich mit der TNC 640 von Heidenhain an. Die Konzentration auf eine Steuerung spare Kosten, weil die Adaption und Pflege eines zweiten Systems entfalle, begründete Bernhard. Eine zweite Steuerung anzubieten und damit zu fräsen, sei noch relativ einfach. „Will man aber bei jeder denkbaren Operation und Frässtrategie das Maximum aus Hard- und Software herausholen – und das ist unser Anspruch –, dann wird´s doch recht aufwändig.“ Serienmäßig sind die komplette Programmier-Funktionalität der TNC 640 und ein Bedienpult mit großem 19“-TFT-Farb-Flachbildschirm. Optional können Kunden auch ein ergonomisch einstellbares Komfort-Bedienpult ordern. In die Steuerung integriert sind die bewährten Hermle-Setups, die den Bediener bei den unterschiedlichsten Fräsoperationen unterstützen. Auch der Einsatz der Hermle-Steuerungstools TMC (Tool-Management-Control), WDS (Wartungs-Diagnose-System) und HIMS (Hermle Information Monitoring Software) ist an der C 250 gewährleistet.
Neben der C 250 präsentierte der 5-Achsen-Fräs-Spezialist eine neue Spindelgeneration für die Großmaschinen C 52 und C 62. Eine hydraulische Lagervorspannung sorgt ab jetzt bei allen Maschinen dieser Modelle – abhängig von der Spindeldrehzahl – stets für die ideale Vorspannung der Lager.
An den vier Tagen der Hausausstellung führten die Schwaben mehr als 2800 Besucher durch ihr Technologie- und Vorführzentrum sowie die Produktion. Über 20 interessante Werkstücke aus unterschiedlichen Branchen demonstrierten die Leistungsfähigkeit der Maschinen aus Gosheim. Zum Thema Industrie 4.0 wurden Hermle-Setups für das Maschinen-Tuning in Abhängigkeit von der Zerspanungsaufgabe, Hermle-Reglerfunktionen zur Steigerung der Präzision und Produktivität durch intelligente Einstellung der Maschinendynamik und Hermle-Steuerungstools, die den Bediener unterstützen und für mehr Transparenz sorgen, präsentiert.
Investitionen in die Zukunft
Um den größer werdenden Produktionsanlagen Rechnung zu tragen, stockt Hermle eine seiner ältesten Produktionshallen von 5 auf 12,5 m Raumhöhe auf. Ebenso werden umfangreiche Fundamentarbeiten für ein neues Großbearbeitungszentrum in der spanenden Fertigung durchgeführt. Diese Maßnahmen sollen bis Sommer 2017 abgeschlossen sein, so dass im Sommerurlaub 2017 die alten Gebäudeteile entfernt werden – bis dahin bleiben sie zum Schutz der Produktion während der Bauarbeiten erhalten. Die Produktion läuft in dieser Zeit ohne Unterbrechung weiter.
Zur Absicherung des künftigen Wachstums wird die Hermle AG im laufenden Jahr ein etwa 4 ha großes Grundstück im Nachbarlandkreis Rottweil erwerben. Das entscheidende Kriterium für das neue Areal war, dass es – anders als die bisherigen Flächen in Gosheim – keinen baulichen Einschränkungen unterliegt, da es sich in einem reinen Industriegebiet befindet. Zudem verfügt es über eine gute Autobahnanbindung.

Gutes Geschäftsjahr 2015
Hermle konnte im Geschäftsjahr 2015 Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis leicht steigern und sich damit besser als erwartet entwickeln. Der Auftragseingang stieg um 8,5 % auf 360,7 Mio. Euro. Der Inlands-AE stieg um 11,2 % auf 155,8 Mio. Euro, aus dem Ausland kamen mit 204,9 Mio. Euro 6,5 % mehr Bestellungen. Positiv machten sich vor allem unerwartete Großaufträge im zweiten Halbjahr bemerkbar. Ende 2015 lag der Orderbestand mit rund 123,2 Mio. Euro 3,4 % über Vorjahr. Der Konzernumsatz vergrößerte sich um 2,8 % auf 356,6 Mio. Euro. Der Auslandsumsatz stieg um 4,8 % auf 208,7 Mio. Euro, der Inlandsumsatz um 0,1 % auf 147,9 Mio. Euro. Die Exportquote vergrößerte sich von 57,4 auf 58,5 %. Obwohl das Ergebnis zu Jahresbeginn durch einmalige Währungseffekte belastet war, erhöhte sich das Betriebsergebnis konzernweit um 1,7 % auf80,4 Mio. Euro. Der Konzernjahresüberschuss wurde mit59,2 Mio. Euro (Vorjahr: 58,8 Mio.) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote stieg von 71,7 auf 72,8 %. Ende 2015 beschäftigte Hermle konzernweit 977 Mitarbeiter (Vorjahr: 964).
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