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Sanfte Kennzeichnung für filigrane Bauteile

Wer mit dem Laser beschriftet, braucht kein Spannzeug
Sanfte Kennzeichnung für filigrane Bauteile

Empfindliche, dünnwandige Werkstücke lassen sich nur mit der berührungslosen Lasertechnik beschriften. Die Kennzeichnung ist kontrastreich und dauerhaft. Zudem spart sich der Anwender eine aufwendige Einspanntechnik.

Von unserem Redaktionsmitglied Uwe Böttger uwe.boettger@konradin.de

Das Beschriften von Bauteilen und Werkstücken mit Laser ist nicht billig. Im Vergleich zu anderen Methoden wie Ritzen oder Prägen muss der Anwender etwas tiefer in die Tasche greifen. Dafür kommt er in den Genuss von Vorteilen, die nur diese Technik bietet.
So hat der Nutzer die Möglichkeit, sehr schnell eine dauerhafte Kennzeichung im Material einzubringen, die auch Wasch- und Reinigungsvorgänge übersteht. Zudem arbeitet das Verfahren berührungslos und somit auch kraftlos, wodurch keine mechanischen Belastungen entstehen. Bei empfindlichen Werkstücken ist das entscheidend. Zudem muss der Anwender das zu beschriftende Bauteil lediglich positionieren und spart sich das aufwendige Einspannen.
Die ACI Laser GmbH mit Sitz in Sömmerda hat sich auf den Bereich Laserbeschriftung spezialisiert und bringt einen neuen Kompaktlaserbeschrifter auf den Markt. In dem Produkt Genesis Marker ist ein neu entwickelter diodengepumpter Festkörperlaser integriert, mit dem sich 8 W cw-Leistung problemlos generieren lassen. Eine thermoelektrische Luftkühlung sorgt für den stabilen Betrieb des Systems, so dass der Laserbeschrifter in Fertigungslinien zum Einsatz kommen kann.
Das Gerät ist kompakt konstruiert. So sind in einem Gehäuse Laserresonator, Aufweitungsoptik, Pilotlaser, Steuerungs- und Kontrollelektronik sowie thermoelektrische Luftkühlung und Versorgungsnetzteil untergebracht. Die elektrischen Komponenten sind über ein Bus-System miteinander verbunden. Das Gesamtgewicht kommt auf rund 20 kg. Externe Versorgungsaggregate, faseroptische Verbindungen oder gar anfällige Wasserrückkühler sind nicht notwendig. Die kompakte Bauweise der Beschriftereinheit wurde hauptsächlich durch die Miniaturisierung der Lasereinheit erreicht.
Die Pumpdiode wird nicht bis zu ihrer Leistungsgrenze betrieben, sondern nur im mittleren Drittel der möglichen Diodenlaserausgangsleistung. In dieser Betriebsart wird die Lebensdauer extrem verlängert, so dass der Anwender mit 15 000 Betriebs-Stunden rechnen kann. Die verschleißfreie Halbleitertechnik sowie kurze elektrische Verbindungen machen das Produkt nach eigenen Angaben störungs- und wartungsfrei. Aufgrund der hohen Strahlqualität und durch die hohe Pulsspitzenleistung lassen sich die unterschiedlichsten Materialien wie Metalle, Kunststoffe, Folien und Keramiken kontrastreich und schnell beschriften. Die entstehenden Betriebskosten sind bei einer mittleren Leistungsaufnahme von 250 W vergleichsweise gering.
Für Automobilzulieferer, die auf der Suche nach verbesserten Beschriftungsmöglichkeiten sind, will die Alltec GmbH mit ihren Laserbeschriftern neue Perspektiven eröffnen. Mit den Produkten der Selmsdorfer lassen sich metallische Produkte wie gehärtete Kugellager, Einspritzdüsen oder Kurbelwellen mit Firmenname, Teilenummer, Fertigungsdatum und Funktionsinformationen beschriften. Herkömmliche Verbrauchsmaterialien wie Tinte, Gravierer und Säuren werden nicht mehr benötigt. Ebenso fallen diverse Arbeitsschritte unter den Tisch. Beispielsweise das Ent- und Wieder-Einfetten beim Ätzen und der Wechsel von Masken.
Die Alltec-Beschrifter werden je nach Anwendung mit Nd:YAG- oder CO2-Lasern ausgerüstet. Standardisierte Module und Schnittstellen sollen dabei die einfache Integration in Handhabungssysteme und Produktionslinien garantieren. Der gesamte Beschriftungsprozess ist rechnergesteuert. Die Arbeitsaufträge mit alphanumerischen Informationen, Codes, Logos und Grafiken inklusive aller Prozessparameter werden direkt in der Linie oder auf einer grafikorientierten Benutzeroberfläche erstellt. Umfangreiche Importfunktionen stehen für alle gängigen Dateiformate zur Verfügung.
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17.2021
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