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Schleiftechnik kompakt schafft schnellen Überblick

Messe Grindtec lockt über 10 % mehr Aussteller nach Augsburg
Schleiftechnik kompakt schafft schnellen Überblick

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Alles rund ums Schleifen zeigt die Augsburger Messe Grindtec. Der Schwerpunkt der Exponate liegt jedoch im Bereich Werkzeug-Schleifen. Zu sehen sind unter anderem neue und verbesserte Automatisierungssysteme.

Von unserem Redaktionsmitglied Haider Willrett haider.willrett@konradin.de

Schon nach zwei Veranstaltungen hat die Grindtec, internationale Fachmesse für Schleiftechnik, einen festen Platz im Messekalender. Zur dritten Auflage der Branchenschau, die alle zwei Jahre in Augsburg stattfindet, kündigt Veranstalter Afag Messen und Ausstellungen GmbH, Nürnberg, mehr Aussteller, mehr belegte Fläche und mehr Neuheiten an. Vom 17. bis zum 20. März präsentieren über 260 Aussteller – 2002 waren es 229 – aus 16 Ländern Produkte und Trends aus den Bereichen Schleifmaschinen, Hon-, Läpp- und Poliermaschinen, Schleifmittel, Werkzeuge, Schmiermittel sowie Systeme zu deren Aufbereitung, Präzisionswerkzeuge und Spannzeuge, Mess- und Prüfgeräte sowie Zubehör. Einen Grund für den Erfolg sieht der Veranstalter in der konzentrierten Präsentation der Branche, die dem Interesse des Fachbesuchers entgegenkomme. Er könne sich an einem Tag einen kompletten Überblick verschaffen. Zudem bietet das Grindtec-Forum mit aktuellen Fachvorträgen viele interessante Informationen, unter anderem zu den Themen Werkzeugschleiftechnik oder Bearbeiten von Präzisionsteilen aus PKD oder CBN.
Eine wirtschaftliche Möglichkeit, PKD- und CBN-bestückte Wendeschneidplatten automatisch am Umfang zu bearbeiten, präsentiert die Wendt GmbH, Meerbusch, in Halle 7 am Stand 738. Mit den Funktionen der WAC 735 Scalar ausgestattet, verfügt das CNC-Schleifzentrum WAC 715 Scalar über einen Kompaktpalettenträger und das Scara-Robot-System Adept 600. Das für die Scalar-Baureihe entwickelte System Erogrind ergänzt den Schleifprozess und bearbeitet die Werkstücke mittels Funkenerosion vor. Das Verfahren kommt ohne zusätzliche Achsen aus. Steifigkeit und kinematische Flexibilität der Maschine bleiben unverändert. Zu hoher Produktivität und Präzision tragen laut Hersteller ein übersichtlicher Arbeitsraum, kurze Verfahrwege, das integrierte In-Process-Abrichtsystem Rotodress und das Messsystem Kompensa M bei.
Hochproduktiv und flexibel ist das Werkzeugschleifzentrum S 22 P – lesen Sie dazu auch ab Seite 24 –, das die Weilheimer Michael Deckel GmbH & Co. KG (Halle 7, Stand 743) zur letzten Grindtec vorstellte. In diesem Jahr präsentieren die Bayern eine einfacher ausgestattete Version. Statt 15 kW leistet der Spindelantrieb der S 22 E nur 10 kW, die Vorschübe erreichen 10 statt 20 m/min. Zudem fasst der Schleifkörperwechsler nur vier statt acht Werkzeugpakete. Dafür will Deckel die Neue rund 15 % günstiger verkaufen und damit Nachschärfern eine kostengünstige Variante der Produktionsmaschine anbieten.
Mit der Hochgeschwindigkeits-Schleifmaschine S 32 HSG ist die zum Hamburger Schleifring gehörende Studer AG, Thun/Schweiz, vertreten. Die auf der bewährten S 32 basierende Maschine ist am Stand des Münchener Studer-Vertreters Berner + Straller GmbH (Halle 1, Stand 117) zu sehen. Sie ist mit einer stufenlosen, automatischen Schwenkachse und zwei Motorspindeln bestückt. Der Anwender kann zwei Schleifscheiben mit Schnittgeschwindigkeiten bis zu 150 m/s einsetzen. Mit unterschiedlichen Komponenten wie einem synchrongetriebenen Reitstock oder einem Werkstück-Spindelstock mit Motorspindel lässt sich die Maschine an individuelle Bedürfnisse anpassen.
Neue Automatisierungssysteme für bewährte Maschinen zeigen die Trossinger Haas Schleifmaschinen GmbH (Halle 7, Stand 701) und die Pforzheimer Gebr. Saacke GmbH & Co. KG (Halle 1, Stand 104). Das Pick-up-Magazin der CNC-Werkzeugschleifmaschine Multigrind AF von Haas fasst vier bis zu 60 mm breite und bis zu 150 mm durchmessende Schleifscheiben mit HSK-50E-Aufnahmen. Es ist innerhalb des Arbeitsraums angeordnet und durch eine automatische Schwenkbewegung vor Schmutz geschützt. Die Span-zu-Span-Zeit beim Werkzeugwechsel geben die Trossinger mit 5 s an.
Saacke zeigt das Schleifzentrum UW I D mit einem Palettenwechsler, in dem sechs Paletten Platz finden. Insgesamt nimmt der Wechsler 858 Werkstücke mit einem Schaftdurchmesser zwischen 3 und 5 mm auf. Bei Durchmessern von 27,1 bis 32 mm liegt die Kapazität noch bei 108 Teilen.
Direktantriebe in allen fünf Achsen hat die CNC-Schleifmaschine Helitronic Vision der Walter AG (Halle 7, Stand 741). Die Tübinger zeigen eine Maschine, die mit der hauseigenen Steuerung HMC 600 ausgestattet ist und mit dem Betriebssystem XP sowie einem 2,4 GHz Pentium-4-Prozessor arbeitet. Die neue Software-Generation Helitronic Tool Studio soll für nahezu unbegrenzte Flexibilität sorgen und einfach zu bedienen sein. Werkzeug- und Schleifsimulation sind integriert, so dass der Nutzer bei der Schleifvorbereitung über das Ergebnis jeder Veränderung sofort informiert ist.
Präzision auch für ältere Maschinen bringt die Mainaschaffer KW-Abrichttechnik GmbH (Halle 1, Stand 109) nach Augsburg. Der CNC-Abrichter zum Herstellen von hochgenauen, balligen Profilen soll das Profil – ohne Temperatureinfluss – mit einer Toleranz von 0,3 µm wiederholgenau abfahren. Die maximale Länge des Profils beträgt 100 mm bei einem Radius von 4500 mm. Als Abrichtwerkzeug dient ein rotierender Einkorn-Diamant.

Drahterodieren
Eine integrierte Magazinlösung mit Beschickungseinrichtung für die Drahterodiermaschine QWD 760 H stellt die Vollmer Werke Maschinenfabrik GmbH, Biberach in Halle 1, Stand 127 erstmals vor. Die Anlage ist fürs Bearbeiten von Werkzeugen zwischen Spitzen konzipiert. Sie arbeitet vollautomatisch im Mehrschichtbetrieb und ist serienmäßig mit einer Experten-Software zur freien Programmierung ausgestattet. Gefertigt werden können unter anderem Reib-, Schaft-, Profil- und Sonderwerkzeuge sowie Stufen-, Zirkular-, Fräs- oder Bohrtools. In weiteren Ausstattungsmerkmalen und in der Präzision ist die Maschine dem auf der Mailänder Fachmesse Emo gezeigten Schwestermodell QWD 755 H vergleichbar. Neben der Erodiertechnik präsentieren die Biberacher mit der CHD 270 auch eine Anlage, die Hartmetall-Kreissägeblätter vollautomatisch schärft. hw

Schutzschichten
Zum Aufarbeiten beschichteter Präzisionswerkzeuge gehört neben dem Nachschleifen auch das Wiederbeschichten. Mit dem vollautomatisierten Mini-Kompakt-Beschichtungszentrum MZR 303 zeigt die Metaplas Ionon Oberflächenveredelungstechnik GmbH (Halle 7, Stand 704) eine Anlage für Nachschärfbetriebe. Nach Aussage der Bergisch Gladbacher können Werkzeugschleifer damit PVD-Schichten ohne Einbußen bei der Schichtqualität aufbringen und so ihren Kunden schnell und kostengünstig aufbereitete Werkzeuge in Originalgüte liefern. Für geschulte Bediener von CNC-Schleifmaschinen soll der Umgang mit der Anlage kein Problem sein. Vom Schließen der Kammer bis zum Ende der Beschichtung erfolgt der gesamte Prozess automatisch nach vorprogrammierten Schritten. Nach einer mannlosen Nachtschicht sind die Werkzeuge fertig. Bei Bedarf kann der Werker jedoch auch eingreifen. hw
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