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Servo setzt sich durch

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Servo setzt sich durch

Dr. Bernhard Reichenbach Redakteur
Bei Maschinen für die Metall- und Kunststoffverarbeitung machen Servomotoren hydraulischen Antrieben das Feld immer mehr streitig – sei es in der Rohr- und Blechbearbeitung, der Massivumformung oder bei Spritzgießmaschinen. Dies ist nicht verwunderlich, kombinieren Elektroantriebe doch Vorteile wie hohe Produktivität, Präzision und Flexibilität mit einem niedrigen Energieverbrauch. Hinzu kommt, dass sie auch in puncto Leistung immer mehr zu ihren hydraulischen Pendants aufschließen. Die Servomotoren-Hersteller legen mit immer größeren Varianten nach, so dass mittlerweile auch elektrisch angetriebene Maschinen mit über 10 000 kN Nennkraft möglich sind.

Da nimmt es nicht Wunder, dass die Frage, ob sich Servoantriebe auch im Pressenbau durchsetzen, eindeutig mit ja beantwortet werden kann. Dies jedenfalls ist die Quintessenz unserer Titelgeschichte (S. 24). Zwar kämpfen die Hydraulik-Befürworter – auch innerhalb der beteiligten Unternehmen – durchaus erfolgreich um ihre Marktanteile, langfristig aber werden sie wohl unterliegen. Der Hauptursache ist, dass die Servomotoren neuartige Umformkonzepte erlauben, zum Beispiel kombinierte Linear- und Taumelbewegungen. Anders als bei hydraulischen Systemen, kann die Stößelbewegung während des Fertigungsvorgangs beschleunigt, gebremst oder gar angehalten werden.
Ganz aus dem Rennen ist die Hydraulik deswegen jedoch keineswegs: Sie bleibt vor allem bei Anwendungen konkurrenzfähig, wo es auf ein besonders hohes Arbeitsvermögen ankommt oder die Presskraft über einen langen Weg zur Verfügung stehen muss. Von Vorteil ist sie auch bei Pressen mit hydraulischem Tischkissen: Dieses lässt sich wirtschaftlich günstiger realisieren. Ein weiteres Plus der Hydraulik ist allerdings eines auf Zeit: Anders als bei den relativ neuen Servo-Pressen, verfügen Hersteller und Anwender über langjährige Erfahrung im Umgang mit dieser Antriebsvariante.
Industrieanzeiger
Titelbild Industrieanzeiger 1
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1.2022
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