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Straub: „Wir streben den perfekten Materialfluss an“

Siemens Dematic schreibt schwarze Zahlen im sinkenden Markt
Straub: „Wir streben den perfekten Materialfluss an“

Dr. Dietmar Straub, Vorstandsvorsitzender der Siemens Dematic AG: „Wir wollen im Materialfluss die Schnittstellen und Komponenten weitgehend standardisieren. Natürlich darf die Flexibilität darunter nicht leiden.“
Im ersten vollständigen Geschäftsjahr nach der Fusion hat Siemens Dematic den Turnaround geschafft. Standardisierte Schnittstellen und Lösungen sollen dazu beitragen, weiterhin stärker zu wachsen als der Markt.

Obwohl die für die Siemens Dematic AG, Nürnberg, relevanten Märkte zwischen 2000 und 2002 weltweit um 18,5 % sanken, haben die Nürnberger Logistik-Spezialisten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 3,0 Mrd. Euro (plus 19 %) und ein Ebit von 45 Mio. Euro erwirtschaftet – nach einem Minus von 59 Mio. Euro im Zeitraum 2000/ 2001. Dr. Dietmar Straub, der Vorstandsvorsitzende, führt das auf das neue Star-Geschäftsmodell zurück. Star steht für die Fokussierung auf ausgewählte Industriesegmente (S), die Kontrolle der Schlüsseltechnologien (T), fortschrittliches Prozess-Know-how (A) und den Life Cycle Return (R) der Lösungen. Das Konzept wurde zu Beginn der Siemens-Dematic-Geschichte 2001 ins Leben gerufen.

„Weil wir die Technologien und Prozesse beherrschen“, sagte Straub in Bussy bei Paris, „beherrschen wir auch die Risiken und können sicherstellen, dass der Kunde die beste Lösung erhält – ob in der Fördertechnik oder der IT.“ Um die logistische Versorgungskette (Supply Chain) effizienter zu gestalten, setzen die Nürnberger auf modulare und standardisierte Lösungen. Der Kunde profitiere von kurzen Projektzeiten und geringen Implementationskosten.
Doch das reicht Straub nicht. Er nimmt für sich nichts weniger in Anspruch, als „den perfekten Materialfluss“ anzustreben – vom Wareneingang über die Produktion bis zur Distribution. Dazu müsse man alle Bereiche integrieren – angefangen bei den Geräten, über die Sensorik und Aktorik, die Steuerungen, die Transporte, die Verwaltung der Auftrags- und Produktionsdaten bis hinauf zur ERP-Ebene. Damit die Kommunikation zwischen all diesen Ebenen reibungslos läuft, arbeite Siemens Dematic daran, Schnittstellen zu standardisieren, durchaus auch einen eigenen Standard aufzubauen. „Dabei darf natürlich die Flexibilität nicht auf der Strecke bleiben“, erklärte der Manager. „Aber anders lassen sich Prozesse heute nicht mehr beherrschen.“
Mit diesem Konzept, das Siemens Dematic auf der Hannover Messe im April erstmals vorgestellt hat (siehe Industrieanzeiger-Interview in Heft 20/2002), will das Unternehmen seinen Marktanteil ausbauen. Mittelfristig erwartet Straub ein weltweites Wachstum in der Logistik-Automatisierung von 6 bis 7 %, in Europa über 7 %. Und mit dem eigenen Geschäft, hofft Straub, werde Siemens Dematic noch darüber liegen. Zahlen nannte er nicht, aber „an unseren Ebit-Planungen von sieben bis neun Prozent halten wir fest“. tp
Industrieanzeiger
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