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Trotz hohem Teilegewicht exakte Drehoperation

Spanndorn hält Statorgehäuse auf Hundertstel Millimeter genau
Trotz hohem Teilegewicht exakte Drehoperation

Bei 730 mm Länge wiegt der Spanndorn 360 kg. Die bearbeiteten Gehäuse können bis zu 300 kg wiegen (Bild: Emuge)
Ein speziell gefertigter Spanndorn an einer Zyklendrehmaschine sorgt bei Ziehl-Abegg dafür, dass die bearbeiteten Statorengehäuse trotz ihres hohen Gewichtes mit sehr präzisen Außenmaßen gefertigt werden.

Ein exakter Rundlauf beim Drehen ist das A und O“, erklärt Dieter Baumann, Leiter Produktionsoptimierung Antriebstechnik bei Ziehl-Abegg und zuständig für die Fertigung von Statorengehäusen. Auf Zyklendrehmaschinen des Typs E-110 von Weiler werden in seiner Abteilung Zentrierungen für Lagerschilde und Flansche angedreht. Die Gehäuse sind Bestandteil von Elektromotoren mit sehr hoher Leistung bei kompakter Bauweise, wie sie beispielsweise in Aufzügen oder Schiffswinden eingesetzt werden. Dabei müssen die Maße genau stimmen. Baumann bekräftigt und erläutert: „Sehr wichtig ist uns insbesondere ein sehr guter Rundlauf der Lagersitze zur Polbohrung.“

Deshalb musste der Hersteller der Spannmittel, die Emuge GmbH & Co. KG in Lauf, garantieren, dass beim Bearbeiten der Gehäuse an der Drehmaschine ein maximaler Rundlauffehler von 0,1 mm nicht überschritten wird. Bei Werkstückgewichten von bis zu 300 kg ist das prinzipiell nicht leicht.
Die Emuge-Techniker schafften die Aufgabe. „Unsere Spanndorne erreichen eine Rundlaufgenauigkeit von 0,04 mm“, zeigt sich Axel Tietze zufrieden. Speziell für die Anforderungen bei Ziehl-Abegg entwickelte der Techniker die beiden Flanschspanndorne nach dem System, das bei Emuge die Bezeichnung SG trägt. Die beiden gelieferten Spanndorne unterscheiden sich in ihrer Bauweise nicht. Unterschiedlich ist lediglich deren Größe. Die Werker in der Fabrik müssen daher Statorengehäuse verschiedener Größen bearbeiten. Damit sie das können, hat Emuge einen Spanndorn mit einem Spanndurchmesser von 190 bis 230 mm und einen für Durchmesser von 240 bis 310 mm geliefert. Deren maximale Länge beträgt 400 mm, denn, so Dieter Baumann: „Die Statorengehäuse müssen auf ihrer ganzen Länge gespannt werden können.“ Das übertragbare Drehmoment liegt bei einer eingeleiteten Zugkraft von 20 kN bei rund 650 Nm. Der größere der beiden Dorne wiegt 360 kg.
Damit die Dorne für die zahlreichen Durchmesser verwendet werden können, hat Emuge Wechselspannbüchsensätze entwickelt. Die Spannbüchsen sind dabei entsprechend den Bohrungen der zu bearbeitenden Gehäuse dimensioniert, so dass für jeden Anwendungsfall der benötigte Durchmesser zur Verfügung steht, um die Teile zu halten.
Seit Oktober 2000 arbeitet Ziehl-Abegg mit den Spanndornen. „Wir haben mit deren Einsatz einen beträchtlichen Qualitätssprung geschafft“, lobt Dieter Baumann. Bis Oktober des Vorjahres hatten noch Spannmittel ihren Dienst verrichtet, die die Werkstücke nach einem veralteten System hielten. Deren Genauigkeit hatte nicht mehr ausgereicht, um die gestiegenen Anforderungen an die Qualität zu befriedigen. ws
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