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„VDW soll bei den Mitgliedern fester als Dienstleister verankert werden“

Carl Martin Welcker, neuer Vorsitzender des VDW, über die Ziele in seiner Amtszeit
„VDW soll bei den Mitgliedern fester als Dienstleister verankert werden“

Carl Martin Welcker ist Geschäftsführer des Kölner Dreh- und Schleifmaschinenherstellers Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG sowie ab 2004 Vorsitzender des Verband Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. in Frankfurt (Bild: Schütte)
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Was sagt man als frisch gewählter Funktionär über seine Vorgänger? In der Regel sicher nur Löbliches! Carl Martin Welcker, neuer VDW-Frontmann, macht da keine Ausnahme, geht aber einen Schritt weiter und erklärt, was er später selber gerne einmal über seine Arbeit hören würde.

Das Interview führte Wolfgang Filì chefreporter@fili.net

Herr Welcker, seit Neujahr sind Sie der elfte VDW-Vorsitzende. Was darf in Ihrer Amtszeit auf keinen Fall passieren?
Damit erwischen Sie mich aber auf dem falschen Fuß, da fehlt mir die Vorstellungskraft. Ich denke eher positiv. Mein Vorgänger Berndt Heller hat in den vergangenen Jahren erstklassige Arbeit für die Branche geleistet. Daran will ich zunächst einmal anknüpfen.
Was würden Sie am Ende Ihrer Amtszeit denn gerne hören, das man dem scheidenden Vorsitzenden Welcker nachsagt?
Dass er sich mit Erfolg dafür eingesetzt hat, den VDW als Dienstleister fest zu verankern. Damit meine ich sowohl die Arbeit in Sachen Forschung, die Herstellung von Kontakten und die Förderung des technischen Nachwuchses als auch die Neuordnung der Messelandschaft und die Begleitung unserer Unternehmen auf neue Märkte.
Wenn Sie einen persönlichen Wunsch für den VDW frei hätten – was wäre das Anliegen?
… kurzfristig mehr Aufträge für die Mitglieder zu vernünftigen Bedingungen. Die wirtschaftliche Situation mancher unserer Betriebe steht derzeit im umgekehrten Verhältnis zu ihrem technischen und unternehmerischen Können.
Wo sehen Sie mit Blick auf rasant aufholende Regionen wie China oder den früheren Ostblock die Chancen deutscher Betriebe?
Diese Länder fordern für ihre Werke erstklassige Produktionstechnik. Deutsche Werkzeugmaschinen wiederum haben auch in vorgenannten Regionen einen exzellenten Ruf. Viele Maschinenbauer werden auch in Zukunft von Deutschland aus den Weltmarkt mit Spitzentechnik beliefern können, denn die deutsche Infrastruktur ist auch für aufstrebende Staaten nicht ohne weiteres nachzubauen: Hochschulen und Hersteller, Forschung und Zulieferer sind bei uns einzigartig verzahnt und bilden ein Spannungsfeld, das Innovation und Schlagkraft begünstigt. Die Aufgabe von Verbänden wie dem VDW ist es, hier die richtigen Kontakte zu fördern und soweit als möglich die Mitglieder zu unterstützen.
Gehört zu diesen Aufgaben auch, neue Forschungs- und Fördertöpfe in der EU aufzumachen?
Da rennen Sie bei mir als Mittelständler gegen verschlossene Türen. Nein, ich bin unbedingt dafür, dass die Branche sich auf ihre eigene Stärke besinnt und dagegen, dass mit öffentlichen Geldern Schwächen kaschiert werden. Soweit der VDW Einfluss nimmt, muss dieser in die Zukunft orientiert sein und letztlich allen Mitgliedern nützen.
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