Feldbusse: Trend zur Durchgängigkeit

Vernetzte Automatisierung

Im neuen Kleid des Fieldcontrollers vereinen sich die CPU samt Spannungsversorgungsmodul, das Systembus-Modul (Ethernet) und wahlweise bis zu vier Feldbus-Module (Bild: Hartmann & Braun)
Anzeige
Die Automatisierungstechnik ist in Aufbruchstimmung. Offene Standards und Feldbussysteme setzen die Trends. Ein internationaler Feldbusstandard ist jedoch nicht in Sicht.

Von unserem Redaktionsmitglied Werner Möller

Feldbus-Systeme wie Can, Interbus und Profibus haben den Verdrahtungsaufwand in Steuerungsanlagen erheblich verringert, weil Elektronik und Software dezentrale Funktionen übernommen haben. So definiert der Siemens-Bereich Automatisierungs- und Antriebstechnik (A&D), Erlangen, offene industrielle Kommunikation gleich für vier Systeme: Simatic-Net mit Industrial Ethernet, Profibus, AS-Interface und EIB für die Gebäudevernetzung. Neue Lösungen für den Feldbereich bieten die dezentralen Peripheriegeräte Simatic ET 200. Hier fällt beispielsweise der Desina-konforme schaltschranklose Peripherieanschluß mit ET 200X für Werkzeugmaschinen und Erweiterungen für ET 200S im Schaltschrank ins Visier des Betrachters. Die Beckhoff GmbH, Verl, verweist beim Verteilen von Steuerdaten in der unteren Ebene auf ihr komplettes Feldbusklemmenprogramm, mit dem inzwischen fast alle Feldbusse mit unterschiedlichen physikalischen Daten versorgt werden können. Und der Busklemmen-Controller BC 3100 macht aus der elektronischen Reihenklemme gleich eine Klein-SPS. Neu ist auch ein Softwaretreiber, der direkte Zugriffswege über die Programmiersoftware Labview bietet.
Ein robuster Industrie-PC für die Tragschienenmontage der Weidmüller GmbH, Detmold, setzt die 2-Bus-Steuerungsphilosophie um. Mit Diacontrol läßt sich durch den integrierten Ethernet- und Can-Anschluß eine nahtlose, durchgängige Baukastenlösung für die dezentrale Industrieautomation realisieren.
Die Antwort der Phoenix Contact GmbH, Blomberg, auf diese Aktivitäten: Beim Interbus steht das Installationssystem Interbus Inline im Vordergrund der Messepräsentation, das einen Systembaukasten aus Automatisierungsklemmen für alle Funktionen darstellt. Die Inline-Automatisierungsklemmen lassen sich zu kompletten Funktionseinheiten ohne jede Querverdrahtung zusammenfügen, so daß bis zu 80 % der klassischen Schaltschrank-Verdrahtung entfallen kann. Die Kommunikation der Klemmen untereinander und mit der Steuerung erfolgt über Interbus, was wiederum den Einsatz von Baugruppen verschiedener Hersteller ermöglicht.
Noch boomt der Markt der Feldbusse
Das bedeutet aber auch, daß sich für die Verbindungstechnik neue Aufgabenstellungen ergeben. Dabei eröffnet die Schnell-Anschlußtechnik (Quick-On) weitere Kostenreduzierungen. Denn der Leiter wird ohne Abisolation und Sonderwerkzeuge direkt angeschlossen. Ein Zeitvorteil von 60 % gegenüber konventioneller Technik soll sich damit erzielen lassen. Die Schutzart IP 67 ist dabei trotzdem garantiert.
Der Fieldcontroller des Prozeßleitsystems Freelance 2000 gibt bei der Eschborner Hartmann & Braun AG die universelle Antwort auf die Frage nach dem „richtigen“ Feldbus. Er beherrscht Profibus, Foundation Fieldbus oder Modbus. Als universelle Feldbus-Kopplung enthebt er den Kunden von der Qual der Wahl. Das neue Design zeigt, daß es sich beim Fieldcontroller um eine komplette Hardware-Neuentwicklung handelt. Kompakt und robust ausgeführt eignet sich das Gerät sowohl zur Montage im Schaltraum als auch im Unterverteiler direkt im Feld.
Die Produktlinie Canline der Bernstein GmbH, Porta Westfalica, basiert auf dem Feldbussystem Can (Controller Area Network), der auch im Bereich Maschinen- und Anlagenbau beliebt ist. Zur Steuerung von Automatisierungsaufgaben kommt entweder SPS oder IPC zum Einsatz. Auf der Ebene der Sensoren und Aktoren hat Bernstein eine ganze Familie von Can I/O Modulen entwickelt.
In die Prozeßautomation zielt der Feldbuscontroller IX1 der m2c GmbH, Hamburg, der jetzt für Profibus-PA und die Foundation Fieldbus H1 verfügbar ist. Damit steht nach Meinung des Herstellers für die Vernetzung mit hohen Anforderungen an die Eigensicherheit der Systeme eine technisch wie wirtschaftlich komfortable Lösung zur Verfügung.
Anzeige

Industrieanzeiger

Titelbild Industrieanzeiger 18
Ausgabe
18.2019
LESEN
ABO

E.ON: Energie für Unternehmen

E.ON für Unternehmen

Energielösungen für Unternehmen

Video aktuell

Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Tipps der Redaktion

Unsere Technik-Empfehlungen für Sie

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Aktuelle Whitepaper aus der Industrie

Unsere Partner

Starke Zeitschrift – starke Partner

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de