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Visualisierungstools für komplexe Modelle

CAD: Auf dem Konstruktions-Highway ist die Hölle los
Visualisierungstools für komplexe Modelle

Auf der diesjährigen Cebit in Hannover zeigen die Anbieter von Engineering-Software in den Hallen 20 bis 22 ihr Angebot zu Entwicklung, Fertigung, Konstruktion und Planung.

Von unserem Redaktionsmitglied Norbert Berger

Die Eplan GmbH aus Monheim stellt auf der Cebit in Halle 21, Stand E16, ihre in mehreren Versionen angebotene CAD-Software Logocad Triga vor. Als Einsteigerversion ist das Paket Compact für kleinere Unternehmen gedacht. Es enthält neben allen Basisfunktionen nun auch zeichnerische Normen wie Form- und Lagetoleranzen oder Oberflächenzeichen. Bei dem Programm Professional handelt es sich um die Weiterentwicklung von Logocad Triga. Es ist für den 3D-Einsatz konzipiert und lässt sich individuell ausbauen. Gesondert erhältlich sind beispielsweise ein Blechmodul oder ein Visualisierungsmodul zum Rendern. Die High-End-Lösung des Unternehmens stellt das Modul Engineering Solution dar. Damit lassen sich bewegte Bilder erzeugen und rendern. Eine VRML-Schnittstelle zum Ausschreiben von Geometrie und Farben der Körper im 3D-Internet-Format ist integriert. Normteil- und Symbolbibliotheken sowie ein Sprachmodul für den Anlagenbau lassen sich optional hinzufügen.
Hicad 2 ist das neue CAD-Programm der ISD GmbH aus Dortmund. Unabhängig von der Größe einer Zusammenbauzeichnung lassen sich, direkt und ohne in den Einzelteilmodus zu wechseln, ein oder mehrere Einzelteile bearbeiten. Nach Angaben der Dortmunder zeichnet sich das Windows-2000-fähige System durch eine hohe Grafikperformance aus. Dabei werden interne Displaytreiber vorgeschaltet, so dass Hicad grafisch von der eingesetzten Hardware unabhängig ist. Eine weitere Neuerung ist die dynamische Lupe. Sie stellt auf Knopfdruck den Bereich, in dem sich der Cursor befindet, stark vergrößert dar. So lassen sich beispielsweise einzelne Punkte in komplexen Zeichnungen einfacher bestimmen.
Auf Stand C25 in Halle 21 zeigt die Ziegler Informatics GmbH, Mönchengladbach, den Prototyp ihrer High-End-Lösung für die 3D-Konstruktion: Caddy++ 5.0. Integriert ist eine 3D-Parametrik, mit der sich vereinfacht Modelle erstellen und editieren lassen. Mit dem so genannten „intelligenten Cursor“ kann anhand eines Symbols der zuvor gefangene Punkt zur besseren Orientierung beispielsweise als Mittel-, End- oder Schnittpunkt dargestellt werden. Im neuen Release lassen sich zu einer kompletten Kontur auch Parallellinien erzeugen. Außerdem ist ein Modul zur grafischen Definition von Varianten enthalten. Mit der Basic-Version von Caddy++ bieten die Mönchengladbacher eine kostengünstige Einstiegsvariante. Sie enthält neben der bidirektionalen 2D/3D-Kopplung für ein einheitliches Datenmodell auch die Möglichkeit der hybriden Bildbearbeitung. So lassen sich zum Beispiel auch eingescannte Papierzeichnungen weiterverwenden.
Prozessinformationen von Fertigungsanlagen und Entwicklungsbeschreibungen verarbeitet das CAD-Programm Solid Designer 2000. Mitarbeiter in und außer Haus oder Geschäftspartner können mit Hilfe der Software einfach miteinander kommunizieren. Die Software der Cocreate GmbH aus Sindelfingen bietet weiterhin bidirektionale Schnittstellen zu Pro Engineer, Unigraphics und Catia an. Auf Stand C58/60 in Halle 21 kann der Anwender sehen, wie sich wiederkehrende Bauteile in Parametertabellen generieren lassen. Entsprechende Ausprägungen eines Bauteils sind durch Anwählen einer Variante auf diese Weise schnell realisiert. Zudem wurde Solid Designer um viele Funktionen für die Blechbearbeitung erweitert. Eine Linux-Version des 2D-Zeichenprogramms ME10 rundet den Messeauftritt ab.
Die Friedrichshafener Microcadam GmbH präsentiert auf Stand D65 in Halle 21 das CAD-Programm Helix 2000. Die Weiterentwicklung von Helix Design bietet neue Analysefunktionen wie den Konsistenz-Check. Dieser überprüft, ob in Zusammenbauzeichnungen Lücken oder Überschneidungen bei einzelnen Flächen oder ganzen Flächenverbänden vorhanden sind. Die Ergebnisse werden farblich angezeigt. Mit dem Modul Helix Craftsman ist es möglich, Modelle zusätzlich kontrolliert oder beliebig zu verändern. Dies bezieht sich nicht nur auf die in Helix erzeugten Daten sondern auch auf importierte Zeichnungen von neutralen Schnittstellen wie Step und Iges. Auf einer COM-basierenden Schnittstelle lassen sich in C++ oder Visual Basic programmierte Anwendungen einfach anbinden und integrieren. Der Drag-Manipulator ermöglicht das Ziehen und Rotieren mit der Maus entsprechend den vorhandenen Freiheitsgraden. So lassen sich Teile und Unterbaugruppen einfach platzieren. Vordefinierte Relationen wie Welle-Bohrung findet das Werkzeug auf Wunsch des Benutzers automatisch. Helix Partsolution ist ein Modul, mit dem sich Normteile, Baugruppen und Firmenkataloge verwalten lassen.
Integriert ist der Normteilekatalog der Cadenas GmbH. Die Augsburger zeigen das überarbeitete Konzept des Part Servers in Halle 21, Stand E48. Dabei handelt es sich um einen Online-Marktplatz, von dem sich 2D/3D-Teilekataloge von Firmen wie Fibro, Strack oder Hoerbiger aus dem Internet herunterladen lassen. Die Teile werden nicht in einem Neutralformat zum Download angeboten, sondern vom Part Server in dem vom Anwender gewünschten Teileformat generiert. Dazu werden beim ersten Besuch auf dem Server einige Daten wie Namen, Adresse und E-Mail-Adresse erfasst. Zugleich wird festgelegt, in welchem Format die Teile benötigt werden. So lassen sich derzeit 46 verschiedene Datenformate generieren. Um die Suche nach einem bestimmten Teil zu erleichtern, wurde die Struktur der einzelnen Produktkataloge der Hersteller übernommen. Als weitere Hilfe wurde zusätzlich eine Suchfunktion eingebaut.
Datenaustauch heterogener Syteme optimieren
Das Business-to-Business-Portal web2cad.de steht im Mittelpunkt des Stands C04 in Halle 21. Zum Angebot der Amberger Web2CAD AG gehört das Modul „Powerparts on Web“. Dabei handelt es sich um eine kostenlose CAD-Bibliothek, die dem Anwender im Internet oder auf CD zur Verfügung steht und vierteljährlich aktualisiert wird. Die mehr als 20 Millionen Bauteile von fast 50 Herstellern lassen sich problemlos in die eigene Konstruktion übernehmen. Dabei werden verschiedene Grafikformate unterstützt. Die Zeichnungen sind nach Herstellern in einem Suchbaum geordnet und durch Stücklisteninformationen wie Typbezeichnungen, Artikelnummern und Maße ergänzt. Zusätzlich gibt es einen katalogübergreifenden Suchmodus. Das Modul Lafys ermöglicht es, Pneumatik-Zylinder online zu berechnen. Die Ergebnisse kann der Anwender per E-Mail anschließend bei mehreren Anbietern direkt anfragen. Zudem erhält der Konstrukteur eine Dokumentation des berechneten Bauteils.
Finite-Elemente(FE)-Programme ergänzen die Konstruktionssoftware. Mit ihrer Hilfe lassen sich komplexe Berechnungen und Analysen durchführen. In Halle 21, Stand C67, präsentiert die CAE Partner GmbH aus Marburg die Version 4.5 von MSC Nastran für Windows. Ein neuer Flächenvernetzungs-Algorithmus sowie eine Datenbankstruktur verkürzen nach Herstellerangaben die Bearbeitungszeit bei FE-Modellen mit mehr als 100 000 Elementen deutlich. Im neuen Release wurde zudem die Iges-Schnittstelle optimiert, was sich besonders auf Datenimporte aus Catia positiv auswirkt. Das Programm ist auch als Einstiegsversion erhältlich. Die Vollversion kann der Anwender durch Zusatzmodule für lineare Statik, Dynamik, Temperatur, Optimierung, Strömung und Lebensdauer ergänzen.
Beim Austauschen von Modellen zwischen unterschiedlichen CAD/CAM-Anwendungen treten häufig Fehler auf. Die Mönchengladbacher Spatial GmbH präsentiert als Lösung dieses Problems das dritte Release ihres Internet-Services https://www.spatial.com. Die neue Version umfasst nun auch Daten aus Step und Catia. Messebesucher können sich auf Stand G16 in Halle 21 kostenlos registrieren lassen. Für Unternehmen, die keine Transaktionen über das Internet zulassen wollen oder können, präsentiert Spatial eine Intranet-Ausführung des Dienstes, den sogenannten 3Dmodelserver Enterprise. Weiterhin zeigen die Mönchengladbacher als Preview den Modellierkern Acis 6.1. Er zeichnet sich nach Unternehmensangaben vor allem im Sweeping, dem Verlängern eines Körpers, aus. Zum anderen präsentiert Spatial ein neues Zusatzmodul für Reverse Engineering, mit dem sich Volumenmodelle aus Punktewolken erstellen lassen.
Produktdatenmanagement: Daten verschiedener Systeme bereitstellen
Der Umgang mit großen Datenmengen ist häufig ein Problem: Die aktuellste Version der Konstruktionsdaten sollte frühzeitig verschiedenen Abteilungen zur Verfügung stehen. Lösungen bietet das Produktdatenmanagement (PDM). Es ermöglicht die einfache Handhabung von Dokumenten aus Konstruktion und Fertigung, die oft in vielen unterschiedlichen Formaten und Versionen vorliegen. Auf der Cebit sind unter anderem folgende Anbieter mit ihren Lösungen vertreten:
– Smart Solutions
Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die Smartdesk-3-Serie, die mit Autocad 2000 und Mechanical Desktop 4 integriert ist. Das neue Release besitzt verbesserte Schnittstellen zu den CAD-Produkten Solid Edge, Solid Works und Autocad. Neu sind ebenfalls die Gestaltung der grafischen Oberfläche und erweiterte Suchmöglichkeiten. Zudem zeigt das Unternehmen die Integration seiner PDM-Lösung mit ERP-Systemen.
Smart Solutions GmbH, Herne
Halle 21, Stand A66
– Inpuncto
Der Dienstleister präsentiert sein Leistungsspektrum im Bereich SAP R/3. Dazu gehört die völlig in R/3 integrierte PDM-Anwendung von SAP. Alle Daten lassen sich über den gesamten Produktlebenszyklus verwalten. Das Management von Entwicklungsprojekten ist ebenso möglich wie die Steuerung von Änderungsprozessen. Das System bietet außerdem die Möglichkeit, externe Systeme bei CAD- und Office-Applikationen zu integrieren.
Inpuncto GmbH, Stuttgart
Halle 1, Stand 1D1
– Parametric Technology
Jederzeit und überall können alle autorisierten Beteiligten online auf das PDM-System Windchill zugreifen. Die als „Windchill Factor! E-Solutions” vorgestellte Version enthält nach Herstellerangaben doppelt so viele Funktionen wie alle vorherigen zusammen. So lassen sich Daten aus heterogenen Quellen und IT-Systemen einfach verknüpfen.
Parametric Technology
GmbH, Unterschleißheim
Halle 21, Stand E40
Weitere Anbieter sind:
– Cocreate GmbH
System: Design Management Tool
Halle 21, Stand C60
– ISD GmbH
System: Helios 2000
Halle 21, Stand C41
– Unigraphics Solutions GmbH
System:Iman
Halle 21, Stand C43
– Matrix One GmbH
System: Matrix One
Halle 21, Stand G23
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